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Eine spontane „Predigt“

by MaryCronos

Eine liebe Leserin fand gestern heraus, dass ich eigentlich Theologin bin und hat prompt angekündigt, zu meiner ersten Predigt kommen zu wollen. Nun, für die ist sie leider deutlich zu spät dran. Aber ihre Worte ließen mich ins Grübeln kommen.

Predigen, was ist das eigentlich?

Für die meisten da draußen handelt es sich wohl um einen eher negativ konnotierten Begriff. Jedenfalls außerhalb der Kirchenmauern (unter den regelmäßigen Sonntagsgäste einer Kirche fällt das Urteil hoffentlich positiver aus)…

»Eine Gardinenpredigt halten«

»Wasser predigen und Wein trinken«

»Ja, ja, du predigst mir das ja täglich«

Eine Predigt, das ist für viele der Inbegriff für Langeweile, Scheinheiligkeit und ›gut gemeinte Ratschlägen‹.

Warum ist das so? Verbinden wir die Figur auf der Kanzel mit demjenigen, der mit erhobenem Zeigefinger »Du, du, du« sagt, obwohl wir ihn für Weltfremd halten?

Ja, heute vielleicht. Und vielleicht auch ab und an zu Recht. Aber diese Redewendungen sind älter. Sie stammen doch eher aus einer Zeit, in der Glauben noch ›in‹ war.

Warum also das harte Urteil?

Die Gardinenpredigt war die Zurechtweisung des Ehemanns durch seine Frau – aber im Privaten, hinter den Gardinen des Ehebetts (das waren damals noch ›Himmelbetten‹), so dass der Mann nicht öffentlich bloßgestellt wurde. Da ging es also nicht um das Bloßstellen oder Schlecht Machen des Partners, sondern um das Aufzeigen von Problemen in einem geschützten Rahmen. Also die nette Version der Standpauke.

Wasser predigen und Wein trinken … Das stammt von Heinrich Heine. Menschen sind fehlbar. Egal ob sie predigen oder nicht. Und gerade dann, wenn man von ihnen erwartet, es nicht zu sein. Wenn man bedenkt, dass Jesus in der Bibel aus Wasser Wein gemacht hat, ist die Metapher eigentlich anders herum treffender. Man könnte es positiv doch auch so ausdrücken: Gottes Wort macht aus dem Wasser eines mittelmäßigen Predigers und wenig vorbildlichen Menschen Wein für die Hörer seiner Predigt.

Und das Predigen des »Du, du, du« mit erhobenem Zeigefinger? Ich denke, unbequem zu sein, ist eine der Hauptaufgaben einer guten Predigt. Die Wahrheit ist selten bequem und am meisten zwickt sie ihren Hörer, wenn der genau weiß, dass es sich um die Wahrheit handelt.

»Ich predige dir ständig, nicht so schnell zu fahren!«

Meist geht es um Verbote, oft im ›Ich habs Dir ja gesagt‹-Stil hinterher. Sie sind gut gemeint. Meistens. Aber hören wollen wir sie trotzdem nicht.

So wie eine gute Predigt sind solche Ermahnung wie ein Spuk im Kopf, ein Mindfck. Man wird den Gedanken daran nicht mehr los. Meistens liegt das daran, dass man irgendwo in seinem Hinterkopf weiß, dass das Gegenüber recht hat. Dass man wirklich zu schnell gefahren ist – sonst wäre der Unfall wahrscheinlich glimpflicher ausgegangen.

 

Aber bis hierhin habe ich das Bild der Predigt nur mittels sprachlicher Phrasen und Vorurteile definiert. Ja, Predigt soll ermahnen, den Finger auf die richtige Stelle legen. Aber sie soll genauso auch ›erbauen‹, wie es so schön heißt. Also Kraft schenken, einen wieder aufbauen, helfen, sich wieder aufzurichten.

Genaugenommen soll sie jedem Hörer genau das geben, was er braucht. Sei es eine helfende Hand, ein ermutigendes Lächeln – oder ein Tritt in den Allerwertesten.

Im Grunde ist eine Predigt damit nichts anderes als die ›private Standpauke‹ – die Gardinenpredigt eben – oder das Schulter Klopfen Deines besten Freundes. Eines Menschen, der Dich mindestens so gut kennt, wie Du Dich selbst. Übrigens etwas, das ein gläubiger Mensch auch Gott nachsagt.

Dem Prediger natürlich nicht.

Es sei denn, er ist dein bester Freund. Das kann vorkommen. 🙂

Wenn ich auf meinem Blog also wieder Sonntagsgedanken und Moralpredigten zum besten gebe und bei dem einen oder anderen vielleicht etwas am Herz oder Hirn kratze, dann überlegt, was ich wohl erreichen wollte. Keine Ahnung, ob ich etwas anderes predige, als ich lebe. Ich hoffe es nicht. Aber dieses Urteil müsst ihr fällen. Mein Wunsch aber ist, das Wasser meiner Worte in Wein für Eure Seele zu verwandeln. Und ab und an den Spiegel vorzuhalten – und sei es nur, damit ihr Euch und Eure Herausforderungen mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Was habe ich mich am Anfang dieser »Predigt« (die sich in diesem Moment langsam zu einem Roman entwickelt – in diesem Fall auch nicht sehr positiv konnotiert) gefragt?

Was bedeutet Predigen?

Um gut zu predigen muss man »den Leuten aufs Maul schauen«, das hat schon Luther gewusst. Die Sprache der Hörer kennen. Der Leser. Das ist auch für einen Autor wichtig. Für jeden, der eine Botschaft hat, die gehört und gelesen werden will. Und wenn wir unserem Gegenüber aufs Maul geschaut haben, dann sollten wir danach am besten durchs Ohr, mit Abstecher zum Großhirn direkt ins Herz treffen.

Ob das immer klappt, das sei dahingestellt. 🙂

Sincerely

Eine lange Woche und der Self-Publishing-Day 2018

by MaryCronos

Wäre es einfach gewesen, wäre es keine gute Geschichte geworden.

Eine lange „Woche“

Die Woche nach Pfingsten war in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für mich. Sie begann mit einem spontanen Pfingstbesuch durch meine Agentencrew von Mission:Change. Wir waren zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit (Jahren) wieder alle vier vereint und haben gemeinsam die Gärten der Welt in Berlin unsicher gemacht. Schaut doch mal in die Bilder rein. Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in der Hauptstadt. Aber die Belohnung dieses Ausflugs war mein erster Muskelkater seit langem.

Gut … seit einer Woche. Denn davor führten für mich alle Wege nach Rom. Eine der schönsten Städte, die dieser Planet zu bieten hat. Dementsprechend viele Kilometer und Stufen habe ich dort innerhalb einer knappen Woche hinter mich gebracht. Und dementsprechend viele Bilder habe ich gemacht. Wollt ihr mal reinschauen? Highlight war mein (zugegeben nicht ganz reales) Meeting mit Julius Caesar für ein Fotoshoot in Roma.

Und dann war da – nach all den anstrengenden, aber schönen Erlebnissen – diese schrecklich erschreckende Abkürzung „DSGVO“, die viele meiner geschätzten Kolleginnen und viele engagierte Blogger von ihren Webseiten gejagt hat. Bis in die Morgenstunden des Freitag habe ich an meinen verschiedenen Webseiten gesessen, Datenschutzerklärungen nach anwaltlicher Beratung eingefügt, SSL-Zertifikate beantragt und all die Dinge angeleiert, die jenseits der Internetsicherheit nun noch relevanter sind. Das kostete mich einiges an Schlaf und Nerven – genauso wie der mit all dem verbundene Serverwechsel (ich gebe gern zu: ja, ich hätte früher mit den Vorbereitungen anfangen sollen).

Kein Wunder also, dass ich nicht nein sagen konnte, als mich Christian Milkus am Freitagabend zu einem Berliner Autorentreffen eingeladen hatte. Für einen Autor – jenes Wesen, das eher als Einzelgänger verschrien ist – gibt es nämlich nichts Gesünderes und Regenerierenderes, als sich mit seinesgleichen zu treffen. Der Haken an dieser seelischen Erbauung war nur die Uhrzeit, zu der ich es nach dem Packen meines Koffers endlich ins Bett schaffte.

Das Resultat waren ganze zwei Stunden unruhigen Schlafs (begründet in der Panik zu verschlafen) bevor ich mich auf den Weg nach Düsseldorf machte – zum Self-Publishing-Day 2018. Direkt das nächste Event, auf dem ich mich als Autorin zuhause fühlen durfte.

Der Self-Publishing-Day 2018 in Düsseldorf

Den Self-Publishing-Day lernte ich dank meines ehemaligen Schützlings und meiner lieben Kollegin E.R. Swan schon früher kennen. In diesem Jahr bin ich nun recht spontan als Speaker eingesprungen. Wer mich kennt, der weiß, wie gern ich nicht nur schreibe, sondern auch rede. Bei aller Nervosität hat mir der Vortrag so auch dieses Mal viel Spaß gemacht.

Wenn ich meine Workshops und meine Vorträge vergleiche, dann merke ich, dass mir bei Vorträgen die direkte Interaktion mit meinen Zuhörern fehlt. Sie kann nicht so intensiv sein, wie bei einem Workshop. Dennoch durfte ich die Erfahrung machen, dass meine Zuhörer mir tatsächlich zuhörten. Zuhören ist keine Selbstverständlichkeit. Schon gar nicht, wenn der eigene Vortrag der vorletzte Beitrag nach einem langen (und verflucht heißen) Tag voller Input ist. Umso dankbarer bin ich all den lieben Kolleginnen und Kollegen, die weder gegangen sind, noch eingeschlafen.

Aber der Vortrag war nicht mein einziges Highlight an diesem Tag. Davor hatte ich die Freude, mein erstes Radiointerview zu führen – mit dem Literaturradio vom Freien Deutschen Autorenverband – LV Bayern. Gestern ging es Online und so will ich gar nicht viel darüber verraten – außer dem Link zum Interview: Hört mal rein. Übrigens finden sich dort auch lauter andere interessante Interviews, die während des SP-Days aufgenommen wurden – und auch viele andere spannende Inhalte. Stöbert doch mal durch die Website – nach meinem Interview. 😉

Darüber hinaus habe ich lauter großartige Menschen wiedergesehen und neu kennengelernt. Im Nu hatte sich unsere schreibwütige Rotte zusammengefunden. Und ich hab die armen Mädels wahrscheinlich nahezu tot gequatscht. Trotzdem sind sie in der Nacht freiwillig mit mir zum Rheinufer gekommen, um das große Feuerwerk zum Abschluss des Düsseldorfer Japantages zu sehen. Für mich – und auch die anderen – war es tatsächlich das erste Mal, dass wir dieses besondere Feuerwerk live zu Gesicht bekommen haben. Es war phänomenal. Und statt es einfach für mich zu genießen, kam ich auf die verrückte Idee, es live in meiner Instagramstory zu teilen (mit der linken Hand) und parallel Fotos zu machen (mit der rechten Hand). Ich bin gespannt, ob die Bilder brauchbar sind. Ich hoffe es sehr.  … [Nach der Sichtung und Bearbeitung:] Ja, ein paar Bilder haben auch frei Hand geklappt. Schaut doch auch da mal rein.

Eigentlich sollte man meinen, eine lange Woche, eine sehr kurze Nacht und ein aufregender Tag würden für Müdigkeit sorgen, aber was soll ich sagen: Stattdessen folgte noch eine entspannte Plauderei bei Pizza und Wein bis zwei Uhr in der Nacht. Es gibt schließlich nichts besseres, als im Sommer die Zeit des Tages zu genießen, in der man sich ungestraft durch Hitze im Freien aufhalten kann – und das dann auch noch mit einer reizenden Kollegin.

Allerdings sorgt jede lange Nacht in mir automatisch für eine latente Panik, am kommenden Morgen zu verschlafen. Vor allem, wenn man in einem Einzelzimmer übernachtet und am nächsten Tag pünktlich auschecken muss. Geschlafen hab ich trotzdem diesmal wie ein Stein. Und was soll ich sagen: Ich bin pünktlich aufgewacht (wenn man in diesem Stadium schon von „wach“ reden kann) und hatte die Freude, dieses Abenteuer mit einem tollen Frühstück ausklingen zu lassen, bei dem ich direkt noch weitere Schreib- und Literaturwütige kennenlernte.

Tja, und das war meine vergangene Woche.

Ein spontaner Sonntag

Nein.

Noch nicht ganz.

Wenn ich nämlich in NRW bin, dann gibt es so einige Freunde, die Ansprüche erheben. 😀 Und ich auch. Meine liebe Agentenfreundin Tatjana holte mich ab und machten uns auf den Weg nach Xanten (eine relativ spontane Idee). Nun ja. Wie das so mit spontanen Ideen ist: Sie können durch noch spontanere Ideen abgelöst werden.

Erste Planänderung: Zwischenstopp auf der Burg Linn bei Krefeld. Das Schild an der Autobahn – zusammen mit Tatjanas Ortskenntnis und Empfehlung – sorgten dafür, dass ich eine wunderschöne mittelalterliche Burg kennenlernen durfte. Zusammen mit dem kleinen aber feinen dazugehörigen Jagdschloss. Ein paar Bilder habe ich auch hier gemacht – ihr kennt mich. Ich kann nicht ohne. 🙂 Wollt ihr mal reinschauen? Die Küche im Jagdschloss ist zauberhaft!

Hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, was unsere zweite Planänderung vorsehen würde, hätten wir uns beim Frühstück und auf der Burg Linn weniger Zeit gelassen. Denn kaum hatten wir Xanten erreicht und von Ferne einen Blick auf die römischen Überreste geworfen, kam uns ein neuer Gedanke. Wir waren

Gar nicht so weit weg von den Niederlanden. Und das wiederum hieß: Wir waren nicht weit weg von dem, was uns an diesem heißen Tag Kühlung verschaffen konnte: Der Nordsee. Kurzerhand rechneten wir mittels Navi aus, was so möglich war und es stellte sich heraus: Wenn wir direkt losführen, dann hätten wir eine gute Stunde am Stand von Zoutelande.

Fünf Stunden im Auto für eine gute Stunde am Strand? Manchmal macht man solch verrückte Dinge. Zumindest wenn die Reisebegleitung stimmt und einem auch das Autofahren selbst Spaß macht. Manchmal, das war am vergangenen Sonntag fällig.

Der Hinweg lief super. Keine Staus oder andere Ärgernisse auf der Straße. Wir lagen super in der Zeit. Zu schaffen machten uns nur die Gewitterwolken, die sich über uns zusammenbrauten. Aber da sowohl Tatjana als auch ich hoffnungslose Optimisten sind, fuhren wir dennoch stur weiter. Immerhin waren wir inzwischen schon fast da!

Kaum kam das erste Hinweisschild für Zoutelande verzogen sich die düsteren Wolken und hinterließen nur eine dunkle Vorahnung am Horizont. Unsere Stunde am Strand erhielt schönsten Sonnenschein, der zusammen mit dem Wasser der Nordsee an den Füßen und der milden Seeluft im Gesicht eine wirklich schöne Mischung ergab. Allerdings zogen am Ende unserer Frist von der See aus neue dunkle Wolken auf. Wir beschlossen, etwas früher als geplant den Rückweg anzutreten.

Dass diese Entscheidung bahntechnisch meine Rettung war, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir klopften uns lachend den Sand von den Füßen und blickten mit einem Staunen im Gesicht dem drohenden Unwetter entgegen. Vom Auto aus sah es nicht mehr ganz so beängstigend aus wie am Strand.

Beängstigend hingegen waren die nicht enden wollenden Umleitungen und der viel zu lange Stau wegen einer Brückensperrung auf dem Rückweg. Hilflos musste ich zusehen, wie aus unserer guten Stunde Puffer immer weniger Minuten wurden.

Tatjana hat am Steuer wahre Wunder vollbracht und mich dann ganze fünfzehn Minuten vor der Abfahrt meines Zuges am Bahnhof rausgeschmissen und so kam ich gerade noch rechtzeitig auf dem Bahnsteig an.

Happy End

Die Woche – oder vielmehr Wochen – waren eine Herausforderung. Die Wochenenden auch. Auf seine ganz eigene, besondere Weise. Aber ich will nicht eine Minute davon missen. Und wäre es nicht so spannend und knapp am Ende geworden, wäre die Geschichte doch auch nur halb so schön zu erzählen gewesen. Wer als Autor Wert auf einen Spannungsbogen in seiner Geschichte legt und seinen Protagonisten dafür das Leben schwer macht, darf sich eben nicht beschweren, wenn er selbst in seinem Leben ähnlichen Spannungsbögen ausgesetzt ist.

Wieder in Berlin bekam ich übrigens diesen beeindruckenden Himmel zu sehen. Bilder aus Zoutelande bekommt ihr erst Ende Juli zu sehen. Da werde ich nämlich das nächste Mal dort sein. Und dann nicht nur für eine Stunde. 🙂

Sincerely

Magische Buchmesse und Bücher auf der Magiccon & Eventupdate

by MaryCronos

Ich werde mich wohl nie bessern. Ist es zu glauben, dass wir nun schon mitten im Mai sind? Wo ist die Zeit hin? Ging es Euch auch so oder rast sie nur bei mir? Seit einem guten Monat will ich jetzt schon meinen Bericht von der Buchmesse und der Magiccon schreiben. Danach hatte ich noch die Freude, zu meinem Geburtstag die wunderschöne Stadt Lübeck zu besuchen und morgen geht der Flieger nach Rom – meiner Mutter einen Traum erfüllen. Damit dieses Ereignis nicht auch noch zwischen mir und meinem arg veralteten Messebericht steht, melde ich mich nun endlich. Vielleicht sollte ich mir einen Bericht pro Quartal angewöhnen, das wäre möglicherweise realistischer als nach jedem Event. Oder wäre Euch das zu lang hin?

Die Leipziger Buchmesse

Es ist wirklich kaum zu glauben, dass ich so lange gewartet habe, um über den März zu reden. Dabei war diese Buchmesse doch in mehr als einem Punkt etwas ganz Besonderes. Zum einen dank Houston Hall und Droemer Knaur, die mein neues Buch tatsächlich an ihrer schönen orangefarbenen Wand gezeigt (und verkauft!) haben. Es ist schon ein besonderes Gefühl, über die Buchmesse zu laufen und sein eigenes Buch dann an einem Stand stehen zu sehen – noch dazu an einem so großen. Ich freue mich sehr, dass feelings das möglich gemacht hat. Meine Lesezeichen und Leseproben waren stets im Nu verschwunden und die Bücher waren am Ende der Messe ausverkauft. So soll es sein. 🙂 Ich hoffe, dass alle Leser von Houston Hall an diesem Buch ihre Freude haben.

Das zweite Highlight war die Leipziger Autorenrunde. Nachdem ich Jahr für Jahr Besucher war und dort unglaublich viel gelernt habe, durfte ich dieses Mal nicht nur zuhören, sondern auch selbst eine Tischrunde schmeißen. „Weltenerschaffer“ hieß sie (solche Titel entstehen, wenn Theologen über Fantasyliteratur reden): „Am Anfang steht die Idee. Die Idee, die zu einer Geschichte wächst und ein Buch werden will. Vielleicht ist es ganz wortwörtlich eine neue Welt, die da erschaffen wird, vielleicht ist es aber auch eine Geschichte, die uns die Augen für eine fremde Welt vor unserer eigenen Haustür öffnet. So oder so: Autoren sind Weltenerschaffer. Aber wie sorgen wir dafür, dass unsere Welt lebendig wird? Wie wird sie für den Leser anfassbar, fühlbar, erlebbar? Wie und was müssen wir schreiben, damit die Welt in unserem Kopf für andere sichtbar wird?“

Die 2×45 Minuten haben uns vorn und hinten nicht gereicht, aber zumindest wurde mir von meinen „Lehrlingen“ versichert, dass sie viel gelernt und viel Inspiration mitgenommen hätten. Was wünscht sich ein Lehrer mehr? Zumal meine beiden Runden voll besetzt waren, trotz ausgezeichneter anderer Tische und deren herausragenden Rednern. Ich kann nur hoffen, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein darf. Mir machen solche Vorträge und Workshops zu viel Spaß, um einmalig zu sein.

Der Sonntag wurde dann gekrönt von meinem ersten Messe-Blogger-Leser-Treffen (jenseits einiger toller Interview-Treffen während der Messe) und meinem abendlichen Treffen mit meiner Fantasywochen-Autoren-Crew rund um Mira Valentin, Janna Ruth und Andreas Suchanek (die logische Folge war übrigens ein Last-Minute-Buchkauf-Exzess). Was mir aber neben all diesen Treffen und Erlebnissen vor allem im Gedächtnis bleiben wird, ist das Wetter. Damit hatte wohl niemand gerechnet: Der Winter war nicht halb so winterlich, wie diese Woche im März. Halb erfroren beim Warten auf die Züge, vereist während der Fußwege … waren wir meist schon erledigt, bevor wir auch nur auf dem Messegelände ankamen.

Die Magiccon

Direkt am folgenden Wochenende stand schon das nächste Event an. Ja, der März war verflucht voll und das Schreiben kam dadurch viel zu kurz. Aber jedes der drei besonderen März-Ereignisse war jede Minute wert. Auf der Magiccon konnte ich endlich meine FedCon-Family wiedersehen und wie nicht anders zu erwarten war, ist sie auch direkt gewachsen. Ich habe sogar Julius Caesar persönlich getroffen. Wer kann das im Jahr 2018 n. Chr. schon von sich behaupten? (Inspiriert von ihm geht es für meine liebe Mutter und mich morgen früh auf einen Kurztrip nach Rom – ihr einen kleinen Lebenstraum erfüllen). Auch Ian (Somerhalder alias mein Dariel-Double) habe ich mal wieder gesehen – und den Teufel persönlich in Gestalt von Tom Ellis, dem Darsteller von Lucifer Morningstar. Die Serie hat es mir wirklich angetan und es wäre zu schön, mal eine teuflische Charity-Mission zu machen – oder? 😉

Meine Hauptaufgabe auf der Con war wohl das Fotografieren. Meine Karten waren nach den 2,5 Tagen randvoll (ergo so +/- 3000 Bilder). Stars und Cosplayer zieren dabei gleichermaßen meine Bilder. Einmal mehr wurde mir klar, dass Event- und Cosplayfotografie meine großen Leidenschaften sind. Ein Nährboden für die Fantasyautorin in mir.

Daneben hatte ich die Freude, einen höchst produktiven Fantasy-Schreib-Workshop von Robert Corvus zu besuchen. Man lernt nie aus und Austausch und Inspiration hat sowieso niemand genug. Erst recht kein Autor. Das Resultat der 90 Minuten Workshopzeit waren zwei neue Buchideen. Wann soll ich die denn noch schreiben? 😀 Keine Angst, jetzt kommt erstmal Nafishur. Es geht gut voran. Auf mary-cronos.world seht ihr übrigens immer den aktuellen Fortschritt meiner Bücher. Ich bemühe mich, ihn einmal die Woche zu aktualisieren. 🙂

Geburtstag

Einen kleinen Absatz hat auch mein Geburtstag verdient. Er brachte mir das dritte Highlight des März: Einen kurzen Ausflug nach Lübeck. Schon seit Jahren möchte ich wieder mehr reisen – in andere Länder, aber eben auch im eigenen. Lübeck stand ganz oben auf meiner Liste und inzwischen kann ich sagen: Da steht es ganz zu recht. Es war – trotz anhaltendem Schnee-Matsch eine schöne Zeit. Wir waren viel spazieren, Kirchen besuchen (ich war in einer wunderschönen Karfreitags-Abend-Andacht im Lübecker Dom), Marzipan und Waffeln essen und am Ende stand die Erkenntnis: Ein Besuch reicht nicht. Ich will wieder hier her. Und dann bitte mit besserem Wetter. Denn diese Stadt hat unglaublich viele schöne Gassen, Fassaden, Aussichten und jede Menge Natur. Und wie ich danach erfuhr: Eine meiner Lieblingscosplayerinnen. Ein richtiges Fotoshoot muss also sein. Noch mehr Lübecker Cosplayer? Wer will mitmachen? (Berliner Cosplayer sind mir übrigens auch immer willkommen – einfach melden).

Übrigens habe ich in Lübeck direkt den nächsten Teufel getroffen. Muss ich mich verfolgt fühlen? 😀

News

Self-Publishing-Day

Natürlich möchte ich den Post auch direkt nutzen, um Euch über die neuesten Events zu informieren. Leider wurde ja das Heroes and Villains Fanfest Germany um ein Jahr verschoben. ABER zum einen: verschoben ist nicht gecancelt und der Veranstalter ist nicht dafür bekannt, einen hängen zu lassen. Ich bin also optimistisch für 2019. Zum anderen: Dafür werde ich nun beim Self-Publishing-Day dabei sein – als Vortragende. Im vorigen Jahr noch war ich als Besucherin dabei, dank der lieben E.R. Swan, die zwei Karten gewonnen hatte und ihren Wing mitnehmen wollte. Diesmal rede ich zum Thema „Self-Publishing versus Verlag“. Wie ihr wisst, habe ich auf beiden Seiten des Veröffentlichungsmeers meine ersten Züge gemacht. Es wird Zeit für ein erstes Resume. Bei der Gelegenheit will ich mit meinen lieben Kollegen und angehenden Kollegen herausfinden, was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind und worauf man bei seiner Wahl achten sollte. Nicht uninteressant oder? Wenn ihr am 26.05. noch nichts vor habt, dann kommt doch in Düsseldorf vorbei. Wen das noch nicht überzeugt hat: Am Abend wird gegrillt. 😀

Comic Con Germany

Und dann dauert es auch nicht mehr lang, bis die nächste Comic Con ansteht: Die Comic Con Germany in Stuttgart. Das erste Mal werde ich dort nicht nur Gast sein, sondern in der Artist Alley auf Euch warten. Mit Bildern und Büchern, Fragen und Antworten, einem leeren Magen und einem Kopf voll mit Ideen. Am 30.06./01.07. ist es soweit. Natürlich freue ich mich auch dort über Euren Besuch. Verewigt Euch in meinem Gästebuch, fragt mich über das Zeichnen oder Photoshop aus – oder über meine Bücher. Ich freu mich über jede Frage. Was sich für dieses Event vielleicht noch darüber hinaus entwickelt… wer weiß. 🙂 Ich halte Euch auf dem Laufenden und bin gespannt!

Und nun verkrümel ich mich wieder zu Dariel und Ginga nach Nafishur (Cara kommt nächste Woche wieder, sie und Dariel teilen sich ihr Sorgerecht für mich). Ich freu mich auf die nächsten Events und ich freue mich darauf, Euch endlich Nafishur zu zeigen. Nach nunmehr zehn Jahren (!!!) wird es Zeit, dass ich nicht mehr die Einzige bin, die diese Welt kennt. Die QR-Codes werden auch wieder cool. Ich werde Euch Nefishit beibringen – die Schrift und Sprache Nafishurs. Ich werde Euch Bilder der Welt zeigen, Landkarten, Grundrisse, Stadtpläne und vieles mehr. Ich sag Euch: Da kommt was auf Euch zu, etwas, das das Warten hoffentlich wert war. 🙂

Sincerely

 

Die Fantasywoche und andere Winterhighlights

by MaryCronos

Jedes Mal, wenn ich dazu komme, hier eine Nachricht für Euch zu verfassen, staune ich, wie viel ich nach wenigen Wochen schon wieder zu berichten habe. 2018 hat so rasant begonnen, wie 2017 aufgehört hat und ich kann kaum glauben, dass es inzwischen schon Mitte März ist. Wer meine Nachrichten nur hier und nicht auf Facebook, Instagram oder Twitter verfolgt, der wird nun wohl eine wahre Informationsflut erleben. Also schnallt Euch besser an. 😉

Die Fantasywoche

Ende Februar fand in Facebook die Fantasywoche statt. Ein großes Onlineevent der Agentur mainwunder rund um gute Fantasyliteratur. Eine spannende, interessante, lustige, lehrreiche und in vielen Dingen herausfordernde Woche liegt hinter mir und meinen lieben Kollegen. Ich bin noch immer damit beschäftigt, die Spätfolgen unter Kontrolle zu bekommen: Die liegen gebliebene Arbeit, viele große und kleine Buchpakete signieren, schnüren und zur Post bringen, Dates mit meinen neu entdeckten Autorenkollegen und tollen Bloggern für die Buchmesse ausmachen, Videos schneiden und und und. Und wer ist Schuld an dem Schlamassel? Mira Valentin, die mir Anfang des Jahres von der Fantasywoche erzählte und mich kurzerhand mit sich tief in den Kaninchenbau zog.

Mira, ich danke Dir von Herzen! <3

Bevor ich von dem berichte, was meine lieben Kollegen und ich so beigetragen habe, möchte ich die 100 fleißigen Blogger und Bloggerinnen erwähnen, die uns mit ihrem Elan, ihrem Fleiß, ihren Ideen und einfach ihrer Präsenz unterstützt haben. Rund um die Uhr und mit mehr als „nur ein paar Rezensionen“. Für mich begann die Woche mit den Bloggerstatements, die durch die engagierten Damen von Trimagie zusammengetragen wurden: Vielen dank für den tollen Einsatz liebe Trimagie-Ladies und vielen Dank für Euer tolles Feedback, liebe Reading is like taking a journeyDrakonias BücherweltFräulein M liebt BücherKirja Fairy und Vampirwaschbaers Wahnsinn! Ihr habt dafür gesorgt, dass ich schon am ersten Tag ein paar Tränchen verdrückt habe.

Mir direkt aus dem Herzen gesprochen hat Michèle Seifert von Elchi’s World of Books & Crafts:

„Houston Hall – Schatten der Vergangenheit“ erinnert mich an eine Mischung aus Inspector Barnaby und Miss Marple verwoben mit den mystischen Sagen und Legenden schottischer Mythologie. Die perfekte Mischung für fantastische Lesestunden mit einem Hauch Romantik!“

Aber das war nicht alles. Während der Woche wurden dank des einzigartigen Einsatzes von Anna (The Anna Diaries) die Locations von Houston Hall auf einzigartige Weise vorgestellt: Sie hat Houston Hall Stein für Stein und Raum für Raum im neuen The Sims 4 nachgebaut (bzw. ist noch dabei). So konnte die liebe Meike von Vampirwaschbärs Wahnsinn das Anwesen in 3D und Farbe zeigen. Und sobald Anna Houston Hall vollendet hat, wird sie es in die Sims 4 Galerie stellen und Euch allen damit die Möglichkeit geben, Houston Hall hautnah zu erleben! Unglaublich oder? Die liebe Eva von Bücherfansite hat sich hingegen dem Castle in Dirleton gewidmet, das im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Das schöne hier: Dank Google Maps habt ihr auch hier die Chance auf eine virtuelle 3D-Besichtigung. Ich war begeistert, als ich diese Neuerung entdeckte. Für diese Beiträge war ich einmal mehr meiner lieben Freundin Monja Bauer dankbar, die für mich in Dirleton war, um dort die Locations des Buches zu erkunden und zu fotografieren.

Aber nicht nur die Schauplätze aus Houston Hall wurden vorgestellt. Auch seine Protagonisten Anthony und Mary. Die liebe Jasmin von Kitterella.de hat sich mein mysteriöses Hausmädchen vorgeknöpft, während sich Marion von Fräulein M liebt Bücher meinen grantigen Laird zur Brust genommen hat. Sie haben die realen Vorbilder der Beiden kennengelernt, ihre Geschichte und ihnen ein Gesicht verliehen.

Dank Jasmin bekam auch mein Gewinnspiel zur Fantasywoche eine besondere Note: Denn sie hat nicht nur wunderschöne Schmucklesezeichen für mich – und Euch – gebastelt, sondern auch noch den Schmuck, den zwei Damen bei passender Gelegenheit im Buch tragen.

Vielen, vielen Dank liebe Jasmin! <3 Vielen lieben Dank, Anna!

Viel Spaß haben mir auch die Interviews mit Ann-Sophie von Reading is like taking a journey, Nadja von Fairy of Books und Michèle von Elchi’s World of Books and Craft gemacht. Die drei haben sich ein paar wirklich gute Fragen ausgedacht und es fiel mir einmal mehr schwer, mich kurz zu fassen.

Apropos Kurzfassen. Ich werde an dieser Stelle schnell zu meinem Beitrag für die Fantasywoche übergehen und mir Mühe geben, hier nicht so auszuufern. Aber hey! Ich durfte Blogger treffen, die für mich stundenlang in Sims basteln, Schmuck herstellen und Videos für mich drehen. Das kann einen schon Mal etwas aus dem Konzept bringen. 🙂

Die moderierten Livelesungen am Abend waren täglich ein Highlight. Nicht nur für die Zuhörer, sondern auch für uns Autoren. Wir waren vorher hibbelig und aufgeregt, fühlten uns von unseren Moderatoren und Moderatorinnen wunderbar durch den Abend geführt und lernten, wie es ist, vor Publikum zu lesen, das man nicht sehen oder hören kann. Das ist tatsächlich eine sehr verwirrende und herausfordernde Erfahrung!

Für mich persönlich sollte meine Livelesung aber nicht der einzige Höhepunkt dieser Art bleiben. Einer spontanen Idee kurz vor Eventstart folgend, hatten Mira, Janna Ruth und ich beschlossen, einen gemeinsamen Liveworkshop zum Thema Fantasy-Weltenbau zu gestalten. Das Resultat: 90 Minuten Weltenbautalk, viele gute Publikumsfragen, knallharte Kritik an bekannten Fantasywelten und vor allem: Wir waren uns schnell einig, dass wir häufiger zusammenarbeiten wollen. Wir hatten so viel Spaß, dass wir nur hoffen können, dass unsere Zuschauer wenigstens ansatzweise genauso viel hatten – und vielleicht neben den Lachmuskeln auch ihre Kreativität und ihre Motivation trainieren konnten. Wir drei sind zumindest gespannt, was 2018 noch bringen wird und haben da die eine oder andere Idee…

Darüber hinaus stand die Woche für mich ganz im Zeichen der Videos ganz allgemein. Ich habe für die Fantasywoche nicht nur eine animierte Lese/Hörprobe und einen Buchtrailer gebaut, ich habe auch ein Video zur Entstehung des Covers meines neuen Buchs Houston Hall – Schatten der Vergangenheit gedreht und geschnitten. Und dann gab es noch einen kleinen Liveauftritt mit einer verrückten kleinen Kurzgeschichte, die während, mit und für die Fantasywoche entstand. Gerade rendert die Vollversion der Kurzgeschichte.

Animierte Mary

All das hat mir so dermaßen viel Spaß gemacht, dass ich beschlossen habe, meinen YouTube-Kanal nun regelmäßig für Euch zu bespielen. Und dabei verlasse ich mich voll und ganz auf Euer Feedback: Mehr Buchtrailer, mehr Lese- und Hörschnipsel aus meinen Büchern und vielleicht sogar aus noch unveröffentlichten Manuskripten von mir, damit ich weiß, woran ich als nächstes arbeiten soll. Darüber hinaus Schreibtipps, Speedarts zu meinen Photoshop-Kompositionen und meinen fotorealistischen Zeichnungen, Foto-Tipps und Liveevents.

Was davon wollt Ihr auf meinem Kanal sehen? Verratet es mir und baut mit mir meinen Kanal auf, macht ihn so, wie er Euch gefällt. Ich bin gespannt auf Eure Ideen und Anregungen.

Die neue Autorenseite

Neben all den animierten Premieren während der Fantasywoche, gab es noch eine weitere: Meine neue Autorenseite hat das Licht der Welt erblickt. Einige Unterseiten sind noch ungefüllt, aber schon jetzt ist sie randvoll mit jeder Menge Magie. Kommt mich doch mal in meiner Welt besuchen, auf mary-cronos.world!

Genaugenommen plane ich diese Website schon seit Jahren. Und doch habe ich immer wieder meinen Kunden den Vorrang gegeben, bevor ich mich um meine eigenen Seiten gekümmert habe. Nun geht es endlich los. Sobald meine Autorenseite vollständig ist (und auch die versteckten Seiten aus meinen Nafishur-Büchern wohlbehalten umgezogen sind – ohne dass die Links in Euren Büchern ihre Funktionalität verlieren), werden auch colors-of-cronos.de und dieser Blog hier ein Update erfahren.

Drückt mir die Daumen, dass mir das noch vor der großen Comic Con Germany im Sommer in Stuttgart gelingt. Das nämlich ist die Deadline, die ich mir selbst gesetzt habe.

Buchprojekte

Als wäre das alles nicht schon genug, habe ich mit der Enthüllung meiner neuen Autorenseite auch die Enthüllung meiner aktuellen Buchprojekte vollbracht. Ganz still und heimlich und ohne es Euch zu erzählen.

Natürlich arbeite ich auf Hochtouren an den beiden neuen Nafishurbänden. Und wenn ich bis zur Veröffentlichung auf das Schlafen verzichte: In diesem Jahr erlöse ich Euch endlich. Und ich werde alles dafür tun, dass sich das Warten für Euch gelohnt hat. Nafishur ist unglaublich. Ich hab Tränen in den Augen, wenn ich daran denke, wie riesig diese Welt inzwischen ist. Ich habe so viele Ideen und Träume für diese Buchreihe. Videos, Spiele, Apps und so viel mehr. Ich kann nur hoffen, dass ich die Zeit und die Möglichkeiten haben werde, um wenigstens einen Teil davon für Euch umzusetzen.

Daneben gibt es aber zwei weitere Buchprojekte, die sich still und heimlich in mein Herz und in mein Hirn geschlichen haben und nun werde ich sie einfach nicht mehr los. Mit beiden wage ich mich aus der Fantasy heraus. Das eine wird eine Krimi-Reihe – ganz klassisch nach meinem großen Vorbild Agatha Christie – und das andere passt in keine Schublade. Am ehesten könnte man es wohl ein Drama nennen, aber dieser Begriff wird ihm nicht wirklich gerecht.

Schaut doch auch mal bei meinen aktuellen Projekten auf der Website vorbei, um mehr darüber zu erfahren.

Heroes of Cronos und die runde 1000

Vor und während der Fantasywoche haben meine Accounts bei Instagram und Facebook (ich habe meine Seite übrigens umbenannt in „Mary Cronos – Colors of Cronos“, damit ihr sie zukünftig leichter findet und nicht auf meinem privaten Profil landet) die 1000der Marke geknackt und direkt locker hinter sich gelassen. Ich freu mich riesig und kann kaum glauben, dass es mehr als 1000 Menschen da draußen gibt, die es interessiert, was ich Euch zu sagen und zu zeigen habe. Ich danke Euch für Euer Interesse, Eure Zeit und Euer Feedback.

Gerade jetzt und auch im Hinblick auf all die großartigen neuen Blogger, die ich kennenlernen durfte, will ich noch einmal meine ganz persönlichen Helden erwähnen: Die Heroes of Cronos, meine VIP-Blogger. Seit heute können sie sich nun auf ihren Blogs ausweisen und morgen wird ihre Seite auf meiner Autorenseite folgen. Ich bin froh, so kreative, liebe und engagierte Menschen um mich zu wissen, die genauso gern in fantastische Welten abtauchen wie ich.

Wer auch gern einer meiner Heroes werden will, kann sich gern bei mir melden. Vielleicht können wir uns ja in dieser Woche in Leipzig kennenlernen? Ich würde mich freuen!

Die Leipziger Buchmesse

Und nun noch ein klitzekleiner Ausblick auf diese Woche. Es ist wieder Buchmessezeit in Leipzig und ich freue mich schon seit 27.03.2017 auf diesen Donnerstag – also seit dem ersten Tag nach der Messe im letzten Jahr. Die „LBM“ ist für mich jedes Jahr wie Nach Hause Kommen. Besonders schön ist es dabei, wenn dieses Nach Hause Kommen verbunden ist mit neuen Herausforderungen. 2018 darf ich nun verkünden nach fünf Jahren treuer Besucherschaft diesmal zu den Referenten der #LAR18 – der Leipziger Autorenrunde – zu gehören. Mein Thema wird – ähnlich wie in der Fantasywoche – der Weltenbau sein im Blick auf Fantasy und High-Fantasy: Weltenerschaffer – Methoden und Hilfsmittel.

Jedem Autoren und angehenden Autoren kann ich die Autorenrunde nur wärmstens empfehlen. In diesem Jahr – wie in jedem, soweit ich mich erinnere – sind alle Tickets ausverkauft. Aber ab und an springt ein Teilnehmer aus Krankheitsgründen ab. Wenn ihr also den Samstag nicht zusammengepfercht in den Messehallen verbringen wollt und den Sinn von Weiterbildung und Netzwerken versteht, dann schaut doch Samstag früh (vor 10 Uhr) mal vorbei und hofft auf ein spontan freigewordenes Plätzchen.

Während die Autorenrunde Mittagspause feiert, werde ich außerdem einmal quer über die Messe jagen und in Halle 3 auf der Hörbuchbühne meine Chance ergreifen bei der Leipziger Wortmeisterschaft 2018 – Der erste Satz zählt!. Wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen, mich zu unterstützen und ein Stück aus einem meiner aktuellen Projekte – Der Traumwanderer – zu hören.

Den Rest der Messe lang werde ich überall und nirgends sein, werde Bloggerinterviews führen, Kollegen an ihren Ständen besuchen und ein paar Lesungen und Vorträgen lauschen. Damit ihr eine gute Chance habt, mich zu finden, werde ich immer am Anfang des Tages in meiner Facebookveranstaltung berichten, was ich mir für den Tag so vorgenommen habe. Außerdem habe ich beschlossen, am Freitag um 16 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr ein Blogger-Leser-Treffen abzuhalten. Wo genau, das werde ich am Donnerstag herausfinden und Euch auf all meinen Kanälen mitteilen. Dort könnt ihr Euch Widmungen abholen, mich nach meinen Büchern ausfragen oder auch Schreibtipps von mir bekommen (solltet ihr mich jenseits dieser Termine sehen, könnt ihr mich natürlich auch gern ansprechen).

Übrigens: Mein Houston Hall wird an der Feelings-Wand am Droemer Knaur Stand zu finden – und zu kaufen – sein. Mein privater Vorrat ist durch die Fantasywoche noch aufgebraucht und die neue Lieferung ist noch nicht bei mir angekommen. Was ich aber immer dabei habe, sind Leseproben und ein paar andere Nettigkeiten. 😉 Also traut Euch, nur meine Romanfiguren beißen.

So.

Und auch wenn ich jetzt sicher immer noch Dinge vergessen habe – dieser Beitrag ist schon jetzt SEO-tödlich lang (soll heißen: Google mag keine Roman langen Beiträge). Ich hoffe, das Lesen hat Euch Spaß gemacht und dass ihr etwas auf den verlinkten Seiten herumstromert. Ich freue mich darauf, den einen oder die andere im Laufe der Woche in Leipzig zu sehen. Bis Bald.

Sincerely

Das war 2017

by MaryCronos

„Dann schreib ich mal schnell den Jahresrückblick“. So viel Naivität und Blauäugigkeit hatte ich mir gar nicht zugetraut. Schon während ich diesen ersten Absatz tippe, wird mir klar, dass das so schnell nichts wird. Die erste Hürde: Mein Gedächtnis. Himmel! Was war denn in diesem Jahr alles? Ich will ja auch nichts und niemanden vergessen. So viele besondere Erlebnisse. So viele großartige neue Menschen in meinem Leben. Wo fang ich an? Wo höre ich auf? Was gehört hier rein und was habt ihr schon ausführlich genug in den Einzelberichten das Jahr über gelesen?

Uff.

Ich blätterte selbst durch meine Blogbeiträge, um den wichtigsten Meilensteilen dieses Jahres zu begegnen. Was die Besonderheiten angeht, fällt es mir wirklich schwer, auszusieben. Außerdem will ich mich heute wirklich mal „kurzfassen“. Immerhin geht es diesmal nicht um den Bericht zu einem Wochenende oder einem Abend, sondern um ein ganzes Jahr. Ich werde am besten die einzelnen Berichte an passender Stelle verlinken. 😀 Dann könnt ihr, solltet ihr das wirklich wollen, nochmal nachlesen. 😉

Um das ganze etwas übersichtlicher zu gestalten und da ich dank Anna von The Anna Diaries gelernt habe, wie wichtig für Google Zwischenüberschriften in Texten sind, versuche ich das Chaos in meinem Kopf mal etwas zu gliedern. In „Zeitrechnung vor London“, „Sommerchaos“ und „Eventjahreshälfte“.

Zeitrechnung vor London

Wenn ich jetzt sage, dass mein Jahr so kreativ begann, wie das davor aufgehört hat, dürfte Euch das nicht überraschen. Ein Tag ohne Kreativität ist für mich ein leerer Tag. David Ordinas bekam von seinem Fanclub meine ziemlich verrückte Zeichnung von ihm überreicht und seinem Strahlen nach hat sie ihm ganz gut gefallen. 🙂 Aus Sentimentalität (oder einfach aus Neugier) suchte ich nach einem meiner Bilder, die Ian Somerhalder mal auf seinem Instagramaccount geteilt hatte und fiel fast von meinem Stuhl (es hat tatsächlich inzwischen noch mehr likes… wer blättert freiwillig so weit zurück?! Warum?). Das Bild hatte inzwischen über 100.000 likes. Zu schade, dass die wenigsten davon bei mir ankamen. Wahrscheinlich, weil er mich damals nach meinem Twitternamen gefragt hat und nicht nach dem auf Instagram. Schade. Aber aus Fehlern wird man klug. Heute frag ich nach. 😀

Bis zur Buchmesse war vor allem Schreiben angesagt – in jeder freien Minute (und ihr werdet es nicht glauben: Nach der Messe auch, aber da sind wir ja noch nicht 😉 ). Ich gewöhnte mir an, nach meinem Nebenjob in Berlin Mitte in Cafés und Parks zu schreiben. Von viel Leben umgeben zu sein, ohne dass sich dieses Leben für einen interessiert, hilft beim Schreiben – mir zumindest. Auf der Leipziger Buchmesse – einem klaren Jahreshighlight – traf ich viele tolle Blogger, liebe Leser, die mich schockierender Weise in freier Wildbahn erkannten (!) und großartige Autorenkollegen. Allen voran lernte ich Sebastian Fitzek kennen. Ich gebe zu, dass ich bis zu diesem Moment noch keines seiner Bücher gelesen hatte. Ich bin mehr der Kriminalroman-Leser als der Thriller-Leser. Aber nachdem ich Sebastian nun getroffen habe, kann ich gar nicht anders. Ich wurde gewissermaßen fitzekisiert.

Mein Geburtstag – der 30ste noch dazu – fiel in diesem Jahr irgendwie flach. Aber genaugenommen bleibe ich dann wohl 29. Welche Frau will das nicht? 😉 Warum ich nicht gefeiert habe? Weil ich umgezogen bin. Über meinen Geburtstag. Ich kann nun wieder mit Fug und Recht ausrufen: Ich bin ein Berliner. Ob ich das auch mit Stolz rufe, wird sich noch zeigen.

Aber auch aus fotografischer Sicht hatte das erste Drittel meines 2017 einiges zu bieten. Mein Highlight war hier mein Ausflug nach NRW, um dort dank der Teilzeithelden an einem großen, freien Cosplayshoot teilzunehmen. Meine erste Erkenntnis in Sachen Fotografie kam auf den Fuß: ich möchte mehr davon. Cosplay zu fotografieren macht so viel Spaß. Sie sind engagiert und motiviert, denn sie haben viel Geld und Zeit in ihren Look investiert und sie spielen vor der Kamera keine Rolle. Sie werden zu den Figuren, die sie darstellen. Und das sieht man den Bildern an.

Sommerchaos

Ja, der Titel fasst es zusammen. Ich war in Brüssel und London – und in Schierke. Ich fotografierte wie eine Verrückte Stars und Sternchen, Stephen Amells Charityparty Fuck Cancer im Tape in London, betrat die 221b Bakerstreet und „spielte“ Sherlocks Violine. Ich zeichnete und ich schrieb, vollendete sogar mein Manuskript für Houston Hall pünktlich vor der Deadline (ich war ja so stolz auf mich!). Kurz um: Es passierte so viel, dass ich gar nicht weiß, was ich zuerst berichten soll.

Brüssel war wie immer ein schönes Erlebnis. Ich habe liebe Freunde wiedergesehen, die ich nur dort treffen kann. Aus Frankreich, UK, den Niederlanden, Spanien, Belgien (versteht sich bei Brüssel wohl von selbst)… Die Bloodynightcon Europe ist inzwischen so ein bisschen wie Nach Hause Kommen. Der einzige Wehmutstropfen: Zum ersten Mal hatten wir keine Charity-Mission während der Con. Mir war erschlagend langweilig und ich habe noch nie so viele Stagebilder während der Panels gemacht wie in diesem Jahr. Aber diese Bilder lassen sich ja wiederum ganz wunderbar als Zeichenvorlagen verwenden.

Und London… ja, London, war einfach London. Eine meiner absoluten Lieblingsstädte auf dieser schönen Erde. Und erst in diesem Jahr durfte ich endlich selbst hindurchlaufen. Mit meiner lieben Agentin Ines hab ich die Stadt auf den Kopf gestellt: Bakerstreet, Big Ben, The Tape, Olympia, Kensington, Camden Market und der Buckingham Palast waren nur ein paar der vielen Stationen, die wir in London abklapperten. Mit Anika (Ines ist nicht ganz Höhenfest) drehte ich auch eine Runde auf dem London Eye. Es war einfach phänomenal. Und den Höhepunkt stellte dann das Heroes and Villains Fanfestival in Olympia dar (nicht etwa, dass die Queen neben uns vorbeifuhr oder dass wir mit einem Hollywoodstar im Pub gewatzt haben… nein… oder ich für selbigen als Fotograf sein Charityevent fotografieren durfte… nein…). Nun gut. Ich gebe es zu: Jede einzelne Minute in London war ein Highlight.  Ich bin unglaublich dankbar für diese Woche und ich werde alles dafür tun, um nichts davon zu vergessen.

Die Zeichnung, die zu dieser Zeit im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, war eine von Stephen und Robbie Amell. Das schönste daran war, dass sie beiden gefällt. Erschreckend wiederum, dass Robbies Frau der Meinung war, dass Robbie auf dem Bild Ian (Somerhalder) ähnlich sähe. Kein Kompliment. Also nicht für mich. Ich wollte schließlich Robbie zeichnen und nicht Ian. Aber die beiden haben auch durchaus Ähnlichkeit. Nicht umsonst habe ich Ian gedanklich gegen Robbie ausgetauscht – als Idealbesetzung für meinen Dariel, sollte Nafishur jemals verfilmt werden (davon träumt wohl jeder Autor). Ian ist einfach inzwischen zu alt für die Rolle. Hoffen wir, Robbie wird es nicht auch sein, bevor es so weit ist. 😉 😛

Nach Brüssel und London folgte die nächste große Weltstadt: Schierke. Nun gut. Schierke ist weniger Weltstadt als süßes Bergdorf am Brocken. Aber schön und einen Besuch wert auf jeden Fall. Dort war ich Teil des Festival Fantasia. Ich bot Cosplayfotoshoots, Lesungen und Workshops an und hatte wahnsinnig viel Spaß dabei. Das Besondere: Meine liebe Mutter war diesmal mein Sidekick und spielte ihre Rolle wirklich gut. Sie hatte sogar so viel Spaß dabei, dass es ihr an diesem Wochenende trotz Stress so gut wie lange nicht mehr ging. Ich wusste es schon immer: Conventions haben eine heilsame Wirkung. So viele liebe Menschen auf einem Haufen. Wirklich eine ganz besondere Zeit.

Eventjahreshälfte

Ein verwirrendes Kunstwort. Wo ich doch schon die ganze Zeit von lauter Events berichte. Aber hey. Nun reden wir von einer Zeit mit zwei Buchmessen und zwei Comiccons auf einem Haufen. Und nichts davon nur als Besucher. Das kann man schon als event-intensiv bezeichnen.

Mit der Frankfurter Buchmesse fing alles an. Interviews, volles Abendprogramm und am Samstag zusammen mit meiner großartigen Kollegin Laura Newman noch ein Workshop bei BoD zum Thema Fantasywelten Erschaffen. Holla die Waldfee. Und dank Laura war der Workshop so voll, dass wir unsere Halle verstopften. Nicht umsonst habe ich über diese Woche in Frankfurt einen ellenlangen Messebericht verfasst. Kürzer würde ich das jetzt auch nicht hinbekommen. Klein aber doch auch schön, war die Berliner Schwester der Frankfurter Buchmesse: Auf der BuchBerlin hatte ich in diesem Jahr zum ersten Mal auch einen eigenen Stand. Ich liebe das. Zauberer, Elfen, Vampire… alles bleibt vor meinem Stand stehen, schmökert durch meine Bücher, schwatzt mit mir, lässt sich von mir „abstempeln“ (ich nutze für mein Leben gern meine Nafishur- Stempel).

Meinen Messeerlebnissen standen die auf den German ComicCons in Berlin und Dortmund aber in nichts nach. Dort durfte ich Lesungen halten (während es in Berlin noch um Nafishur ging, habe ich in Dortmund bereits aus meinem neuen Romantasybuch Houston Hall gelesen) und Schreibworkshops geben und wenn ich damit nicht gerade unterwegs war, dann hatte ich meinen Stand in der Artist Alley. Hab ich schon erwähnt, wie toll ich es finde, einen Stand zu haben? 🙂

Zwischendurch habe ich am Release von Houston Hall gefeilt, mich durch das Lektorat gekämpft und eine Blogtour organisiert. Herzliche Einladung auch an dieser Stelle: übermorgen, am Dienstag, den 02.01.2018, findet in der Gruppe meiner Facebookseite Colors of Cronos eine Liveparty statt. Das heißt: Ich bin live, lese aus Houston Hall, stehe Euch Rede und Antwort und veranstalte ein kleines Quiz. Der Preis: Unter anderem eine signierte Printausgabe. 🙂 Also kommt vorbei.

Meinen Jahresausklang bildeten meine erste Onlinelivelesung – für Outlander Germany – vor drei Tagen und die Vorbereitung meiner neuen Autorenwebsite. Ich kann es kaum erwarten, sie Euch vorzustellen. Danach wird dann dieser Blog hier ein neues Gewand bekommen und dann wird colors-of-cronos.de aufgebessert.

In diesen letzten Tagen des Jahres habe ich für mich einen zweiten fotografischen Schwerpunkt festgelegt. Im Laufe des Jahres hatte ich immer wieder die Chance, Kinder zu fotografieren und ich liebe es. Sie sind so ehrlich und offen. Sie fragen sich nicht, ob das ihre Schokoladenseite ist oder ob sie gerade ein Doppelkinn haben. Sie haben einfach Spaß vor der Kamera. Und das ist Gold wert. Davon möchte ich mehr erleben.

Ein letztes Erlebnis will ich noch erwähnen. Vielleicht nicht so glamourös wie meine Treffen in London oder Brüssel… vielleicht nicht so wichtig wie die Comiccons und Buchmessen. Aber einfach eine schöne Erinnerung, weil schöne Ereignisse eben nicht immer lange geplant sein müssen. Man stelle sich einen langen Arbeitstag vor. Nebenjob und Fotoshooting. Dazu eine ausgewachsene Migräne. Eigentlich ist der einzige Gedanke: Nix wie heim und ins Bett. Kann der Tag noch besser werden? Wie denn? Indem ich Instagram aufmache und sehe, dass ausgerechnet derjenige, den ich gerade Zuhause zeichne, auf dem Weg nach Berlin zu einer Preisverleihung ist. Ich habe mich also am Pariser Platz an den roten Teppich gestellt und gewartet, um Victor Mids mal persönlich zu sehen. Euch sagt sein Name vielleicht nichts, aber seine kleinen „Illusies“ sind die Inspiration für eine Figur in meinem neuesten Romanprojekt und so hab ich mich wahnsinnig gefreut, ihn zu erwischen. 🙂

Fazit

So. Puh! Wir sind durch. Also ich schon jetzt, wo ich es schreibe. Du, jetzt wo Du das Ende dieses Berichts erreichst. Ich hoffe, ich hab Dich nicht gelangweilt. Mein Fazit für 2017: Es war voll und das nächste Jahr wird sicher noch voller. Es war toll und 2018 wird hoffentlich noch toller. In jedem Fall bin ich unglaublich dankbar. Für das Erlebte, für die neuen Menschen in meinem Leben, für die Chancen, die ich bekam und nutzen konnte, für die Herausforderungen, die mich stärker gemacht haben. Für die Freunde, die all den Irrsinn mitmachen und mich auf meinem Weg auf wirklich unglaublich tolle Weise unterstützen. DANKE! Und ich bin froh, dass ich Menschen habe, mit denen ich meine eigenen Geschichte und all die anderen in meinem Kopf teilen kann – danke an Dich, mein lieber Leser! Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.

Alles Gute! Guten Rutsch!

Sincerely

Ein längst überfälliger Bericht – GCC Dortmund 2017

by MaryCronos

Gerade noch so im Jahr 2017 fällt mir auf, dass ich Euch einen Bericht unterschlagen habe! Den zu meiner Anwesenheit auf der German ComicCon Dortmund Anfang des Monats. Dabei dreht sich inzwischen bei mir alles um die Veröffentlichung meines neuen Buches Houston Hall. Das lenkt mich „etwas“ ab. Aber ich gebe mir Mühe, für Euch noch mal das Wochenende Revue passieren zu lassen, das den Titel „Winter is coming“ tragen sollte.

Die Anreise

Es ging noch ganz harmlos los. In Berlin schien die Sonne, nur der Wind war kalt. Am ZOB beim Messegelände musste ich nach dem richtigen Bussteig (herrliches Wort oder?) suchen, da hier gerade umgebaut wird. Ich stellte schnell fest, dass ich bei weitem nicht die Einzige war, die nach NRW wollte. Der Bus war gerammelt voll und ich hatte das Glück, eine reizende Sitznachbarin zu haben – wie eigentlich immer. Sogar einen Weihnachtsgruß habe ich vor ein paar Tagen von ihr bekommen.

In Bochum wurde ich dann von Dauerregen begrüßt – und von meiner lieben Mission-Agentin Anja. Dir Vorbereitungen für die ComicCon gingen in die heiße Phase. Wir falteten und formten kleine Papier-Vogelkäfige, drapierten zusammen mit Mission-Agentin Tatjana unglaublich leckere, selbstgemachte Schoko-Spekulatius-Trüffel in ihnen und bauten dann am Freitag meinen Stand in der Artist Alley auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Dauerregen allerdings in Dauerschnee verwandelt. Und so war wie in jedem Jahr der Winter plötzlich und unerwartet mitten im Winter da – und überforderte Autofahrer und die öffentlichen Verkehrsmittel. Unser Stand stand trotzdem pünktlich.

Der Aufbau

An dieser Stelle muss ich etwas mosern. Mir ist bewusst, was für einen immensen Aufwand das Planen und Organisieren einer Convention bedeutet. Mir ist bewusst, dass nicht immer alles glatt geht. Aber leider lief diesmal wirklich viel schief. Glücklicherweise betrafen die meisten Probleme nicht unmittelbar mich – aber meine lieben Kollegen und Standnachbarn ringsum. Viele hatten sich in der Artist Alley Tische und Stühle zu ihrem Standplatz dazu gebucht. Ist ja auch praktisch nicht alles mit anschleppen zu müssen. Und wenn man etwas vorbestellt und bezahlt, geht man schließlich davon aus, es auch zu bekommen. Dennoch standen noch Samstag am späten Vormittag so einige Kollegen ohne Stühle oder Tische da. Manche improvisierten sich einen Tisch aus Kisten, manche standen noch am Sonntagabend, weil sie noch immer keinen Stuhl bekommen hatten. Ich war noch nie so froh, selbst für das komplette Equipment gesorgt zu haben. Als dann noch gegen 11 am Samstag ein paar Tische und Stühle kamen, waren diese nass und vereist (Künstler arbeiten zumeist mit Papier, da ist Wasser nicht sooo günstig) und noch dazu waren die Tische von Bierzeltgarnituren und mit ihren 2,20 zu groß für die Standflächen von 2m. Dadurch passten sie nur dort, wo nicht zu beiden Seiten schon andere Stände aufgebaut hatten.

Die Con

Ihr seht schon, es ging „gut“ los. Das Chaos wirkte sich auf die Stimmung aus, auf die Besucher, die einen Bogen um die Bereiche machten, in denen Mittags noch immer aufgebaut wurde. Dabei war doch kaum Platz. Denn das war ein anderes Problem der Con: Der Samstag war leider völligem Missmanagement zum Opfer gefallen. Die Hallen wurden wegen Überfüllung früh geschlossen, so dass keine neuen Besucher hinein konnten – nicht einmal solche, die bereits Tickets im Vorverkauf erworben hatten. Wenn im Vorverkauf so viele Tickets verkauft wurden, dass die voraussichtlichen Besucher die Hallen mehr als gut füllen, sollte vielleicht von einer Tageskasse abgesehen werden. Das hätte letztlich für weniger Verärgerung gesorgt.

Ich hatte am Samstag eine Lesung und am Sonntag einen Workshop. Für beide Events musste ich quer vom Ende der einen Halle zu dem der anderen – durch den einzigen Verbindungsgang. Der gleichzeitig den Ausgang für die Raucher in den Innenhof bot, den Zugang zu den Toiletten und am Samstag auch noch die Fotoschlangen beherbergte. Der Stau war nerviger als bei Berufsverkehr in Berlin auf der B1. Zum Glück kam der Veranstalter – besser spät als nie – für den Sonntag auf die Idee, eine dritte Halle anzumieten und die Fotoshoots auszulagern. An der Stelle bei aller Meckerei ein großes Lob an all die ehrenamtlichen Helfer in der Staff, die in einer Nacht- und Nebelaktion mal eben die halbe Con umgebaut haben. Der Sonntag war dann schon um einiges entspannter.

Dennoch bleibt mir der Gedanke, dass bei um die 30 Stargästen mit Autogrammstunden, Photoshoots und Panels (dazu noch viele Künstler und Händler) zwei Hallen an zwei Tagen (Sonntag nur bis 17 Uhr!) eindeutig zu wenig sind. Egal, ob man alles irgendwie ins Programm gequetscht bekommt. Es ist einfach nicht mehr schön. Ich habe den Direktvergleich zur GCC in Berlin – gleicher Veranstalter, gleiches Event. Kleiner hier bei mir, aber dadurch auch entspannter: In Berlin hatte ich 45 Minuten für meine Lesung und 60 für meinen Workshop. Wenige Tage vor Dortmund erfuhr ich, dass ich dort nur 25 (letztlich waren es 20) Minuten für meine Lesung und 30 für den Workshop haben würde. Die Photoshoots in Dortmund waren teilweise mit 5 oder 10 Minuten pro Star angesetzt. Selbst wenn es wenige Vorverkäufe gegeben haben sollte… man weiß nie, was auf dem Event noch passiert…

Das Resultat von all dem war, dass mir unglaublich viele genervte, gestresste Menschen begegneten. Conventions sollen vor allem eins: Spaß machen. Und den Alltagsstress vergessen lassen. Das gelang dieses Mal leider nicht. Und auch wenn ich mir Mühe gegeben habe, meine volle Lesung und den vollen Workshop gut zu unterhalten und meine Zuhörer mitzureißen, war das noch nie so schwer wie dieses Mal. Während der kurzen Lesung kamen vier Hallendurchsagen. Spannungsaufbau? Keine Chance. Durchsagen müssen manchmal sein. Und doch hatte ich nicht den Eindruck, dass ich auf anderen Events so viele gehört hätte. In jedem Fall zeigt das, dass Lesungen vielleicht auch eher in einer separaten Halle oder einem Extraraum stattfinden sollten. Dem Workshop ging es ganz ähnlich. Er war auf einer Empore über einer der Hallen. Etwas separiert – so gut es eben ging. Leider gab es in Dortmund keine so schöne Möglichkeit wie in Berlin, wo ich einen eigenen Raum für den Workshop hatte.

Auch die Werbung vorab hatte in Berlin besser funktioniert. Auch dort war alles etwas „kurz vor knapp“ und etwas zu spät. Aber immerhin wurden wir „niederen Künstler der Artist Alley“ dort in den Social Media vorgestellt. Diesmal geschah das nicht. Immer wieder sah ich gesponsorte Posts zu den großen Stars. Zu uns allerdings: nichts. Weder mein Stage-Auftritt, noch der Workshop, noch mein Stand (oder die Stände der anderen) wurden angekündigt. Wir noch eher kleinen Künstler sind aber genau auf diese Werbung angewiesen. Und der Aufwand, die Ankündigungsbilder in Facebook vorzuplanen und dann Tag für Tag automatisiert abzufeuern hält sich nun wirklich in Grenzen. Wirklich schade, dass es so gelaufen ist.

Fazit

Ihr merkt schon: Es war laut und chaotisch und das klingt alles ziemlich unzufrieden. Die extremen Massen am Samstag sorgten dafür, dass sich die meisten Menschen nur vorbeischoben und die wenigsten mal an einem Stand stehenblieben. Die unglückliche Planung sorgte für schlechte Laune und grimmige Gesichter. Tatjana und ich haben trotzdem stur um die Wette gelächelt und Schokotrüffel für bessere Laune verteilt. Chaos hin oder her: Ich konnte vielen Menschen von dem erzählen, was ich tue, konnte vielen helfen; ich habe unzählige Leseproben und anderes Merch verteilt; und ich habe wunderbare Menschen wiedergesehen und neu kennengelernt. Also hey! Na klar! Es hat sich trotzdem gelohnt! Und in allem, was aufs Ganze gesehen auch schief lief, hatte ich noch jede Menge Glück.

Und immerhin hatte ich auf dieser Con die Bühne für meine erste Lesung aus Houston Hall. Das war spannend und ich war sehr happy, dass meine Lesung gut ankam. Genauso wie mein Workshop zum Erdenken und Schreiben von Fantasywelten. Ich wünsche meinen Schülerinnen und Schülern ganz viel Erfolg und Spaß beim Schreiben ihrer Projekte! 🙂 Nicht aufgeben!

Ich durfte dank Anja und Tatjana sogar noch ein persönliches Highlight haben: Ein Foto mit Dariels Vater. Also… mit Peter Facinelli, der in meinen Augen super als Dariels Vater durchginge. (Okay, das Bild ist trotz zweitem Anlauf unscharf… aber mal sehen, was ich am PC noch rausholen kann.)

Die Abreise

Mein glorreicher Abgang darf natürlich nicht fehlen. Der setzte dem Ganzen eigentlich das Sahnehäubchen auf. Flixbus war – wie der Rest der Öffentlichkeit – heillos überfordert mit dem Wintereinbruch mitten im Winter. Anjas lieber Sohn brachte mich nach Dortmund. Wir waren überpünktlich da. 11:20. Mein Bus sollte 11:45 fahren. Wir waren besser als erwartet durchgekommen.

Ich freundete mich mit zwei weiteren Wartenden an und zu viert standen wir im Schneetreiben vor einem kleinen Häuschen, in dem man leider keine Zuflucht finden konnte. Das kurze Vordach reichte nicht einmal, um die zwei Koffer mit meinen Nässe empfindlichen Büchern und Künstlerutensilien zu schützen. Wir warteten und wartete. Der Mensch im Häuschen wusste nichts. Meine Flixbus-App wusste nichts. Als eine gute halbe Stunde vergangen war, kam dann die erste Info: Der Bus habe 90 Minuten Verspätung. Ich schickte meinen tapferen Fahrer nach Hause und begab mich mit ca 40kg Gepäck und meinen neuen Freunden ans andere Ende des Bahnhofs. Wir wollten uns bei einer gewissen Fastfood-Kette (die mit dem gelben M, wie Mary) aufwärmen. Eine heiße Schokolade später machten wir uns auf den Rückweg. Von den 90 Minuten war ja bei Eintreffen der Nachricht schon die Hälfte um gewesen.

Wir stellten fest: Wir hatten nichts verpasst. Von nun an gab es ca alle 30-60 Minuten eine neue Nachricht, dass sich die Verspätung leider weiter ausgebaut habe. Gegen ca 15 Uhr bekam ich in meiner App die Push-Nachricht, dass wir nun die Fahrt stornieren könnten, umbuchen oder erstattet bekommen. Zu dieser Zeit hatte ich noch nicht ganz aufgegeben. Ich wollte am nächsten Tag bei meinem Nebenjob im Büro sitzen. Wir warteten weiter. Unterhielten uns, machten Witze (ein paar letzte Leseproben wechselten den Besitzer). Als es bereits begann zu dämmern, dämmerte es mir, dass dieser Bus wahrscheinlich ausfallen würde. Er kam aus Bonn! Wenn er von Bonn bis Dortmund bereits ca 4 Stunden Verspätung hatte, wann würde er dann in Berlin ankommen – sollte er jemals eintreffen? Ich entschloss mich, meine liebe Anja zu bitten, mich wieder abzuholen. Während die erfrorenen Überreste Meinerselbst mit Kinderschokoweihnachtsmännern und kuscheligen Decken wieder aufgepeppelt wurden, versuchte ich, meinen non-existenten Bus (wie von der App versprochen) umzubuchen auf einen Bus am nächsten Tag. An der Hotline in gebrochenem Deutsch die ernüchternde Info: Das geht leider nicht. Sie haben ihre Handynummer nicht mit angegeben. Die Push-Nachrichten der App seien nicht ausreichend. Die könnten nicht nachgeprüft werden. Ich müsse mir einfach einen neuen Bus buchen und den alten stornieren (nicht, dass so eine kurzfristige Busfahrt nicht viel teurer wäre, aber was solls). Dumm nur, dass ich den anderen Bus nicht stornieren konnte – weder am Telefon, noch auf der Website, noch in der App. Denn angeblich war er bereits abgefahren und ich säße drin. Zu dieser Zeit – so wusste ich aus zuverlässiger Quelle – war er nur noch immer nicht in Dortmund. Es war nun übrigens 18 Uhr. Ich beantragte also Erstattung. Die wurde auf Englisch, mit unpassenden, fertigen, unzusammenhängenden Textbausteinen abgelehnt, weil ich die Fahrt ja angetreten wäre.

Kurz nach 18 Uhr kam übrigens der Bus tatsächlich noch und meine neuen Freunde waren dann gegen 2 Uhr in der Nacht in Berlin. Am meisten Leid tut mir eigentlich der Busfahrer. Irre, was dieser Mensch geleistet hat. Der Kundenservice von Flixbus Mein Fernbus hingegen hat meine bisher durchweg positive Meinung zum Unternehmen leider sehr getrübt. Kommunikation und Entgegenkommen sind in so einem Fall doch alles. Schade, dass Flixbus das nicht besser gelungen ist.

Wieder Zuhause

Wieder Zuhause hieß es dann: Arbeit Nachholen. Die Blogtour mit Inhalt füllen (meine armen Heroes of Cronos kamen ganz schön ins Schwitzen, weil ich ihnen sehr kurzfristig meine Texte lieferte), die Zeit vom Nebenjob nachholen, mein Okay zur letzten Version von Houston Hall geben nach einem letzten Check der 550 Seiten, endlich mit der neuen Autorenwebsite beginnen und und und…

Ein kleiner erster Blick auf meine Bastelei für die Autorenseite. Und nein, sie hat noch keinen Schatten. Das Bild ist noch lange nicht fertig. Aber es ist schon das 12te seiner Art. 🙂 Lasst Euch überraschen.

Nachdem ich nun meinen mimimi-Bericht verfasst habe, werde ich mich an meinen Jahresrückblick machen. Wenn ich den rechtzeitig schaffe, erwartet er Euch morgen – im Notfall dann erst im nächsten Jahr. 🙂

Ich hoffe, Euer Weihnachtsfest war besinnlich und voller schöner Momente. Rutscht gut ins neue Jahr und fühlt Euch eingeladen: Am 2.1. ab 20 Uhr werde ich auf meiner Facebookseite Color of Cronos (bzw. in der verknüpften Gruppe) live sein und Euch Rede und Antwort stehen: zu meinen Büchern und dem Schreiben im Allgemeinen. Es wird eine Livelesung geben und ein Quiz. Wer mit mir auf der #ReiseNachHoustonHall war und meine Heroes of Cronos auf ihren Blogs besucht hat, der hat beste Chancen, mein Quiz zu gewinnen. Und unter den Gewinnern wird es jede Menge Houston Hall geben. Also schaut vorbei. 🙂

Sincerely

Houston Hall – Schatten der Vergangenheit

by MaryCronos

In meinem Messebericht zur Frankfurter Buchmesse habe ich es kurz erwähnt, mein neues Buch. Aber nun ist es an der Zeit, ihm hier einen eigenen kleinen Beitrag zu widmen. In den Social Media habe ich es Euch ja schon ein wenig vorgestellt. Aber mir fiel mit Schrecken auf, dass dem hier nicht so ist.

Zuerst möchte ich Euch an dieser Stelle den Klappentext verraten:

Eine spannende, übernatürliche Liebesgeschichte vor der Kulisse Nordenglands – ein Kampf um Leben und Tod und für die eine große Liebe.

Anthony lebt allein auf dem Familienlandsitz Houston Hall in Nordengland, seit seine ganze Familie einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Tod der Eltern und der geliebten Schwester haben den aufstrebenden Anwalt aus Edinburgh zu einem anderen Menschen gemacht; die Dorfbewohner halten ihn für wunderlich, manche gar für verflucht.
Nachdem er die letzte Haushaltshilfe gefeuert hat, steht überraschend eine junge Frau vor der Tür, die sich auf die Stelle bewirbt: Mary Smith. Mit Mary beginnt Anthony wieder am Leben teilzunehmen und lässt sogar – wenn auch zögerlich – Gefühle zu. Doch er weiß nicht, wen er in sein Herz lässt: Mary weiß um die Wahrheit hinter dem Unglück seiner Familie. Sie weiß um die Monster, die nicht nur sein Leben bedrohen, denn sie stellt sich ihnen schon seit 200 Jahren in den Weg. Als plötzlich eine Totgeglaubte wieder auftaucht, ist Mary sicher, dass Anthony in großer Gefahr schwebt. Nun muss sie kämpfen, um zugleich Houston Hall und ihre Liebe zu Anthony zu retten.

Mein erstes Verlagsbuch. Ich bin wahnsinnig aufgeregt und kann es kaum erwarten, 2018 willkommen zu heißen. Denn der Erscheinungstermin meines Buchs ist der 02.01.2018. Am besten schreibt ihr das direkt in Eure Kalender ein. 😉 Um Euch die Wartezeit auf Houston Hall etwas zu versüßen, startet diesen Freitag – also quasi in wenigen Stunden – eine digitale Reise nach Schottland. Wer mag, kann mit mir und meinen „Heroes of Cronos“ auf Reisen gehen. Damit niemand verloren geht, an dieser Stelle mal der Überblick, über unsere Reiseroute:

01.12. Wer ist Mary Cronos?
L.C.’s Bookshelf
L C’s Bookshelf Website 1 & Teil 2

08.12. Was ist Houston Hall?
Buntes Tintenfässchen
Buntes Tintenfässchen Website

15.12. Schottische Mythologie & Houston Hall
BlueSiren
Blue Siren Website

22.12. Weihnachts-Autorview & Bookview
Kitterella’s Welt
Kitterella’s Welt Website

29.12. Recherchearbeit für Houston Hall
The Anna Diaries
The Anna Diaries Website

 

02.01. Release-Live-Lese-Party
Colors of Cronos
http://cronos-post.de/

Und weil in Bildern alles schöner ist, hier nochmal eine visuell etwas ansprechendere Version – die ihr gern auch teilen könnt. Das schöne an virtuellen Reisen ist: Sie kosten nichts und es gibt kein Teilnehmerlimit. Ich freue mich über jeden Reisegefährten.

Wer mitliest und davon erzählt UND den Hashtag #ReiseNachHoustonHall benutzt, hat übrigens die Chance auf ein sehr dickes Goodie-Paket, bestehend aus: Leseprobe, Lesezeichen, Anthonys Lieblingstee und dem Badesalz einer Ceasg im HoustonHall-Design und einer Weihnachtsleckerei aus Beatrix‘ Küche.
Wer Anthony und Beatrix sind? Was zum Geier eine Ceasg sein soll?
Unter anderem das werdet ihr auf dieser Reise erfahren. 🙂

Und für die, die aufs Ganze gehen wollen: Am Ziel unserer Reise wird es ein Quiz geben – am 02.01. Wer vorher gut aufgepasst hat, hat dort die Chance, zusätzlich zu den tollen Goodies auch noch ein signiertes Printexemplar zu gewinnen! Also passt gut auf und kommt mit. 🙂 Es lohnt sich.

Übrigens könnt ihr Euch gewissermaßen mit einem Reiseticket ausstatten, wenn ihr mögt. Zumindest auf Facebook. Dort gibt es ja die wunderbare Möglichkeit, sich Rahmen über seine Profilbilder zu legen. Für Houston Hall gibt es zwei Rahmen und noch einige mehr für Nafishur. Bei wem sie – so wie bei mir – unscharf werden, der kann sich gern bei mir melden, dann füge ich beides in Photoshop zusammen. 🙂

Sincerely

P.S.: Wer mit mir reist, wird am Ende übrigens auch belohnt. Aber dazu später mehr.

Ein Event folgt dem nächsten

by MaryCronos

Die Zeit rast mal wieder. Am Wochenende war die BuchBerlin und kaum ist sie vorüber, stecke ich in der Vorbereitung der German ComicCon in Dortmund und einer super coolen Blog-Reise gen Houston Hall. Mein Adventskalender geht in diesem Jahr nicht bis zum 24.12., sondern reicht noch zwei Tage ins neue Jahr hinein. Aber dazu später mehr. Jetzt will ich Euch von der BuchBerlin berichten. Sie war mit ihren zierlichen zwei Tagen wesentlich kürzer als die Frankfurter Buchmesse und so habt ihr die Chance, dass auch dieser Bericht kürzer wird.

Dennoch war sie etwas Besonderes für mich, denn zum ersten Mal hatte ich einen Stand auf einer Buchmesse. Er war etwas kleiner als die Stände, die ich von den ComicCons und der RingCon gewöhnt bin, aber dafür konnte ich ja meine Kunst zuhause lassen. Diesmal sollte es sich (fast) ausschließlich um meine Bücher drehen. … Meine Portfoliobücher mit meinen Zeichnungen und Designs hatte ich natürlich mit (sind ja auch Bücher) und den einen oder die andere haben sie neugierig gemacht. Houston Hall schlug sich hervorragend im Kampf gegen das Merchandise-kräftigere Nafishur. Meine Leseproben-Vorräte, Postkarten und Lesezeichen sind alle und so werde ich für die ComicCon nochmal ordentlich nachdrucken lassen müssen. Aber nicht nur Leseproben verließen meinen Tisch. Ich durfte auch so einige Nafishurs signieren – und stempeln! Mein liebstes Hobby auf solchen Events. Ich brauche dringend mehr Stempel!

Aber das schönste an Messen sind ja die neuen Bekanntschaften, die entstehen. Auch dieses Mal habe ich wieder ein paar neue, wundervolle Kollegen und Kolleginnen kennengelernt. Zum Beispiel Swantje Niemann, die uns immer mal wieder besuchen kam und die so viel Ruhe und Freundlichkeit auf der bunten, lauten Messe ausgestrahlt hat, Sophie alias S. M. A. Goetze, unsere liebe Standnachbarin, mit der wir lauter gute Gespräche geführt haben, und Aurelia L. Night – wir haben gegenseitig bei unseren Büchern zugeschlagen und hatten jede Menge Spaß.

Aber nicht nur die neuen Gesichter waren eine Bereicherung. Mit jeder weiteren Messe steigt auch die Menge der Menschen, die man schon kennt und nach denen man Ausschau hält, sobald die Messe beginnt. Ich habe ein ganzes Rudel von Author Wings und Welpen getroffen und vor allem endlich unsere furchtlose Anführerin Alice persönlich kennengelernt. Lauter liebe Freunde, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte, schauten vorbei und auch meine tolle Agentin Kristina besuchte mich und Houston Hall. Von den ganzen Autorenkollegen und dem Bundesamt für magische Wesen ganz zu schweigen. Besonders schön war auch das Wiedersehen mit den Dragonfairy’s Glücksdrachen. Drache Darius hat zusammen mit seinen menschlichen Zieheltern nach seinen Feuerdrachengeschwistern gesehen, die sich bei mir am Stand tummelten. Ein ganzes Rudel an Schwausis hat sich bei mir niedergelassen. Und ich durfte so einige Blogs, Websites und Autorenvereinigungen kennenlernen – wie z.B. das Autorencafé. Ich bin gespannt und werde mich spätestens zum Jahreswechsel durch meinen Visitenkartenberg kämpfen.

Begleitet wurde ich diesmal übrigens von meinem neuen Authorwing-Schützling F. K. White. Trotz Erkältung stand sie mir tapfer bis zur letzten Minute bei, machte Bilder, verteilte Leseproben übte ganz nebenbei das Autor-Sein.

Eine Lesung war in diesem Jahr leider noch nicht dabei. Dafür war ich zu spät dran. 2018 werde ich vorausschauender planen und noch einiges mehr für Euch in petto haben. Aber nun folgt ja erst einmal die German ComicCon in Dortmund. Und dort habe ich nicht nur die aller erste Lesung aus Houston Hall – noch vor der Veröffentlichung, ganz genau, ganz exklusiv! – für Euch, sondern auch wieder einen Fantasy-Schreib-Workshop. Und natürlich bin ich auch wieder in der Artist-Alley dabei. Sobald ich für Euch konkrete Uhrzeiten und eine Standnummer habe, verrate ich sie Euch – versprochen.

Und dann gibt es noch eine andere Neuigkeit – eine für alle Blogger: Vor einigen Tagen entstanden die „Heroes of Cronos“ – ein Zusammenschluss von ganz wundervollen Bloggern, die zu meinem großen Glück etwas für mich und meine Bücher übrig haben. Wir haben eine kleine, aber feine – und vor allem geheime Facebookgruppe, in der wir gemeinsam Pläne zur Erringung der Weltherrschaft schmieden (oder zumindest Blogtouren, Gewinnspiele, Interviews, Treffen, Lesungen und und und). Und nicht zuletzt sind meine Helden Beraten rund ums Schreiben. Sie erfahren zuerst von neuen Büchern und Projekten, können mit ihren Ideen und Meinungen beeinflussen, was ich so zusammenschreibe. Wer das auch gern würde, kann sich gern bei mir melden und ein Hero werden!
Unser erstes gemeinsames Projekt startet übrigens am Freitag. Aber bevor ich Euch davon erzähle, brauchen wir noch ein ansprechendes Banner, dass noch designt werden will. Ihr kennt mich, ich brauch das. 😉 Noch etwas Geduld.

Sincerely

„In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit“

by MaryCronos

Dieses Zitat von Thomas Carlyle steht auf einem meiner Messemitbringsel und drückt am besten aus, weshalb dieser Messebericht etwas ausufern könnte. Meine „gewesene Zeit“ auf der Buchmesse wäre auch ein eigenes Buch wert. Es ist so viel passiert, von dem ich Euch berichten will.

Am schönsten sind all die Eindrücke, die mit besonderen Menschen verbunden sind. Und davon habe ich jede Menge getroffen – solche, die ich schon kannte und vermisst habe, und solche, die ich  neu kennenlernte und schon jetzt vermisse. Autorenkollegen und Blogger, meine tolle Agentur und mein neues Verlagszuhause, engagierte (für mich) neue Gesichter bei BoD und begeisterte Leser. Ich konnte so viele Gespräche führen, dass ich jetzt noch heiser bin. 🙂

Aber fangen wir am Anfang an. Am Mittwochmorgen. Um drei Uhr morgens, um genau zu sein. Als Emily – mein lieber Schützling von Author Wing – mich weckte, weil mein Wecker entweder geschwiegen oder hoffnungslos versagt hatte (kein Wunder, wo ich doch das letzte Mal gegen eins auf die Uhr gesehen hatte). Tags zuvor hatte mich mein verlässlicher Wegbereiter Flixbus von Berlin nach Leipzig gebracht und nun sollte Teil II folgen: Die Autofahrt nach Frankfurt. Unser Ziel: Bis zehn an der Messe zu sein. Wir waren kurz nach acht da. Und so aufgedreht, als könnten wir nicht ausgeruhter sein. Während der Autofahrt jagte ein guter Song den nächsten und im guten Gewissen, dass niemand zuhört, grölten wir so laut wie möglich mit (wir waren also zugegeben schon vor der Messe das erste Mal heiser).

Und dann kam kurz nach unserer Ankunft dieser erste besondere Moment. Der Moment, wenn das Piepen des Scanners Dir sagt: Du bist da, Willkommen auf der Buchmesse. Noch kurz zur Garderobe und einmal um die Ecke – durch die erste Tür direkt in Halle 3. Der Moment, der in Filmen damit beginnt, dass man in Großaufnahme die strahlenden Augen und das immer breiter werdende Grinsen der Protagonisten zeigt, um dann immer weiter rauszuzoomen und dem Zuschauer das zu präsentieren, was sie so glücklich macht: Bücher. Eine gigantische Halle voller Bücher. Eins neuer und schöner als das andere. Und das Wissen: Das ist nur eine Halle von vielen. Herrlich.

Es gibt nur ein Gefühl, dass diesen Moment zu dieser Zeit noch toppen konnte: Nur wenige Meter gerade aus und wir standen vor dem Stand von BoD – und damit vor unseren Büchern, die dort den Messetisch zusammen mit lauter anderen schönen Exemplaren zierten. Auf der weltgrößten Buchmesse durften meine Nafishurs stehen. Was für ein wahnsinns Gefühl. Danke fürs Möglich Machen, BoD! Wenn ich von „unseren Büchern“ spreche, dann liegt das übrigens daran, dass vor kurzem Emily’s erster Roman „Kontaminiert“ erschien und mich zur stolzen „Roman-Oma“ macht, denn irgendwie fühlt es sich so an, als hätte ich Emily bis hierher etwas… bemuttert. Aber ich schweife ab (allerdings habe ich Euch ja eben schon davor gewarnt)… Für Emily war vielleicht auch der beste Kaffee der Messe (am BoD-Stand) nach dieser irren Autofahrt ähnlich phänomenal, aber das Funkeln in ihren Augen, als sie ihr Kontaminiert stehen sah, sprach für sich: ihr ging es ganz genauso wie mir. 😉

Kurz nach unserer Ankunft habe ich mit meiner Agentur über ein neues Projekt gefachsimpelt und freue mich jetzt schon darauf, Euch bald davon zu erzählen, denn ich werde mit diesem Projekt meine Fühler in ein anderes Genre ausstrecken. Ein Genre, das ich eigentlich sogar noch mehr liebe als die Fantasy (ja, das geht – es ist schwer, aber möglich). Insider dürfen an dieser Stelle erste Hypothesen äußern. 😉 Darüber hinaus war der Mittwoch vor allem dafür da, die Messe kennenzulernen, den Lageplan mit allen wichtigen Standorten bei mir im Hinterkopf an die Wand zu pinnen (was ausgesprochen sinnvoll war, weil ich den Rest der Messe über für jedermann den Reiseführer spielen würde).

Am nächsten Tag habe ich mich mit meiner Lektorin von feelings, die ich endlich persönlich treffen durfte, über „Houston Hall – Schatten der Vergangenheit“ ausgetauscht. Das Cover steht und begeisterte feelings, bald wird sich herausstellen, ob es auch Euch Leser begeistern wird. Auch der Klappentext ist schon fertig und am Sonntag werde ich dann hoffentlich die letzte Lektoratsrunde abgeschlossen haben. Denn nun steht der Tag: Mein erstes Verlagsbuch wird am 02.01. erscheinen – als Ebook und Print on Demand. Darin werde ich Euch in das Schottland der 60er entführen – der 1960er und der 1660er und der 1760er… Hä? Lasst Euch überraschen von historischer Romantasy. 😉 Von einem etwas griesgrämigen Laird, der erst einem aufmüpfigen, geheimnisvollen Dienstmädchen begegnen muss, um wieder aufzutauen und nebenher das tragische Geheimnis um seine Familie zu lösen. Von schottischen Legenden und Fabelwesen, die lebendig werden, und vergangenen Geheimnissen, die ihre Schatten bis in die Gegenwart fallen lassen.

Im Anschluss an das Gespräch mit meiner Lektorin umrundete ich den schönen, orangenen Messestand (eher eine großzügige 3-Zimmer-Wohnung) von Droemer Knaur und entdeckte Sebastian Fitzek in der VIP-Lounge. Worüber wir uns unterhalten haben, werde ich Euch hoffentlich bald berichten können. Ich bin gespannt, was ihr zu unseren Plänen sagt – so sie gelingen.

Und dann war da noch das „kleine“ Bloggerinterview mit Kitterella, das leicht ausuferte. Statt geplanten 30 Minuten, plapperten wir gute zwei Stunden miteinander und hörten erst auf, als wir mit anderen Terminen kollidierten. Teilweise half nur der Videomitschnitt. Und das, wo ich noch nicht ein Video gesehen habe, auf dem ich nicht doof in der Weltgeschichte herumzappel und albern lache. Man darf gespannt sein!

Außerdem traf ich am Donnerstag auch zum ersten von so einigen Malen auf Ireen Bow. Es war ein riesen Spaß und ihr werdet staunen, wenn wir Euch (hoffentlich bald) berichten werden, was wir zwei uns gemeinsam ausgedacht haben. Ich gründe ja immer mal gern Dinge… Lasst Euch überraschen, worum es diesmal gehen könnte. 😉

Der Freitag ließ mich in Erinnerungen schwelgen und wieder zum Studenten werden. Es ist schön, dass sich meine verschiedenen Jobs so gut miteinander verknüpfen lassen. Ich hatte den Auftrag, Prof. Dr. Dr. hc mult Markschies auf dem Blauen Sofa des ZDF zu fotografieren. Er ist der Grund für meine schönsten Studienerinnerungen, denn er hat die spannendsten Exkursionen gemacht. Dank ihm konnte ich Kulturen und Bauwerke sehen, deren Anblick ich niemals vergessen werde. Bauwerke, die es heute wegen Terror und Fanatismus in Syrien nicht mehr gibt. Ich hätte damals, 2008, nicht gedacht, dass es meine letzte Chance sein würde, Palmyra, Aleppo und viele andere prächtige Orte und Städte zu fotografieren, zu sehen, zu erleben. Der Gedanke, dass diese unglaublich alte, schöne und denkwürdige Architektur zerstört wurde, macht mich unfassbar traurig. Der Gedanke, dass ich die Chance hatte, all das noch einmal zu sehen, macht mich dankbar. Am Messefreitag durfte ich meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. „Aufbruch oder Katerstimmung?: Zur Lage nach dem Reformationsjubiläum“ heißt Professor Markschies neues Buch. Für Theologen wie ich so nebenbei auch einer bin, ist das eine berechtigte Frage – und vielleicht ja auch für Interessierte darüber hinaus.

Jenseits dieses kleinen Flashbacks hatte ich vor allem die Freude, viele liebe Menschen zu treffen. Endlich lernte ich Nadine von Outlander Germany persönlich kennen und auch dieser Tag wurde durch ein lustiges und schönes Bloggerinterview aufgewertet. Diesmal war es sogar ein „flotter Vierer“. Tamara brachte noch Stella mit und ich Emily und so gab es zwei Interviews für alle. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich tatsächlich neue Fragen höre – egal wie viele Interviews kommen. Ihr seid so kreativ darin, uns Autoren aufs Neue zum Schwitzen zu bringen. Ich freue mich schon darauf zu lesen, was ihr aus unseren Antworten gezaubert habt.

Der Samstag war dann mein persönlicher Messehöhepunkt. Frühstück bei BoD, ein schönes Interview mit Buntes Tintenfässchen im schönsten Sonnenschein auf der Agora und dann am Nachmittag der Fantasyworkshop, den ich zusammen mit Laura Newman für und mit BoD in deren Workspace halten durfte. Thorsten Simon, der Pressesprecher von BoD, fragte uns aus über unsere Techniken und Erfahrungen beim Erschaffen und Schreiben von Fantasywelten. Dank Laura und hoffentlich auch ein kleines Bisschen meinetwegen war der Workspace mehr als gut gefüllt. Man kann mit Fug und Recht von einer Thrombose in den zwei umliegenden Gängen reden. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, sich den Fragen zu stellen und dadurch auch seine eigenen Techniken zu reflektieren. Ein großes Dankeschön für diese tolle Chance an BoD und auch an Laura, mit der dieser Workshop wirklich klasse funktioniert hat.

Direkt im Anschluss und auch im Workspace fand dann das Fantasy-Meet & Greet statt. Nun nicht mehr mit Laura, die bereits zum nächsten Termin eilen musste, sondern mit Mira Valentin, die frisch von ihrer Siegesfeier zu uns stieß. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nochmal zum Kindle Story Teller Award, Mira! Ich habe mich sehr gefreut, dass dieses Meet & Greet auch mir die Chance gab, Dich, Mira, besser kennenzulernen. Ich habe so das Gefühl, dass das nicht unser letztes Zusammentreffen war. Es würde mich zumindest freuen, gemeinsam ein paar Pläne zu schmieden. Dein Energydrink hat mich übrigens als Nicht-Kaffee-Trinker echt über den Tag gerettet! Sehr lecker!

Ein zusätzliches Schmankerl war das anschließende Videointerview mit BoD. Ich bin gespannt, ob ich irgendetwas brauchbares von mir gegeben habe, dass vielleicht noch den Weg auf die BoD-Website finden wird.

Der Sonntag war schon am Morgen überschattet vom Der-letzte-Tag-Gefühl. Koffer packen, Unterkunft ein letztes Mal verlassen, Auto vollpacken, das letzte Mal die U-Bahn zur Messe nehmen… dem Violinisten in der U-Bahnstation der Messe eine Spende dalassen und sich ein letztes Mal bei der Security bedanken, die wacker tausende von Taschen täglich kontrolliert haben, der Garderobiere einen schönen, letzten Messetag wünschen und dann nochmal durch so viele Hallen wie möglich tigern. Überall stoppen, wo wir liebe Menschen getroffen haben, und nochmal das Gespräch suchen – einfach weils so schön war. Zum krönenden Abschluss noch ins Booktubertreffen platzen, ein Selfie mit Laura machen (in der Aufregung doch glatt am Samstag vergessen, aber Erinnerungen müssen sein) und direkt noch ein spontanes Videointerview mit Babsi geführt. Ich hoffe, Bild und Ton haben trotz Messechaos und Nachmittagssonne mitgespielt und es macht Euch Spaß, dann das fertige Video zu sehen.

Danach hieß es dann für uns auch direkt: Aufbruch – zurück in das andere Leben, das außerhalb der Buchmesse, wo die Zeit still steht und zugleich an einem vorbeirast. Es war eine grandiose Zeit und um so emotionaler war die Heimfahrt. Aber Moment. Ich habe Euch nur von der Messe selbst berichtet. Dabei hatte doch jeder Abend so seine ganz eigenen Highlights. Hier also noch ein „kleiner“ Einblick in unsere Abendgestaltung.

Mittwoch endete mit einem Pub’n’Pub nach einem Tag, der um 4 Uhr morgens nach knapp zwei Stunden Schlaf begann und einfach nicht enden wollte. Müde waren wir trotzdem nicht. Den Impuls für den Abend gab Frank Behrendt. Er sprach darüber, mutig und dankbar zu sein, etwas mehr Optimismus zu verbreiten und sein Leben zu nutzen und dabei zu genießen. Eine Einstellung, die ich nur begrüßen kann (solltet ihr meinen letzten Blogpost hier gelesen haben, könnten Euch Parallelen auffallen. Ich jedenfalls musste schmunzeln). Danach war dann das Pub-Dasein angesagt und im Nu hatte sich um uns eine kleine Traube gebildet und wir redeten über alles – von unseren Büchern bis hin zu Weltpolitik, vom peinlichen Urlaubserlebnis bis hin zum Bildungssystem. Leander Wattigs Pub’n’Pub ist in meinen Augen die schönste Art, sich in der Literaturwelt zu vernetzen und wer’s noch nicht erlebt hat, sollte das dringend ändern.

Donnerstag wollten wir es mit einer Krimilesung im Institut für Rechtsmedizin ruhig angehen lassen. Nach dem langen Messetag mussten wir uns aber eingestehen, dass das Ganze etwas zu ruhig war. Und so zogen wir dann um – in eine Trattoria. Auch dort hieß es wieder: tolle neue Kollegen kennenlernen, reden bis die Stimme aufgibt und in meinem Fall: Massagen verteilen. Nach all den Eindrücken während der Messe war der Abend herrlich erholsam – bis auf zwei rasante Taxifahrten zur Lesung und dann wieder fort. Man kann ohne zu übertreiben behaupten: Wenn vier Autoren es eilig haben, wird auch eine Taxifahrt zu einem Erlebnis. Vor allem, wenn trotz Smartphone keiner in der Lage ist, die korrekte Adresse zu nennen. Es gab definitiv einen runden Spannungsbogen: Zeitdruck, die Jagd nach einem freien Taxi, die Aufregung, das Auf die Straße Springen, um eines anzuhalten. Dann der erste Twist: Wir haben es eilig, aber wohin wollen wir überhaupt? Rasch darauf die Lösung: Slawivka tritt als weise Instanz in letzter Sekunde auf und weist uns den Weg. Eine wilde Hatz gegen die Zeit beginnt. Wir erreichen unser Ziel – beinah pünktlich. Die Vorfreude ist groß und gespannt betreten wir den mit eingelegten Hirnen und Mägen dekorierten Hörsaal. Und dann Twist zwei: Die Lesung ist nicht, was wir erwarteten. Die kleine Reise war vergebens. Unser Ziel wird neu gesetzt, die Route neu berechnet: Spaghetti, wir kommen!

Am Freitag hatte ich eigentlich eine kleine Fototour durch Frankfurt geplant. Sie wurde dann noch kleiner, als ich spontan mit Emily zur Party der Independents (Hot List 2017) ins Literaturhaus ging. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so sehr der Partymensch als mehr jemand für gepflegte Konversation bin. Aber zum Glück konnten wir im Literaturhaus beides bekommen – vor allem wenn man Tanja Steinlechner vom Schreibhain begegnet. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht wie an diesem Abend. Und das schönste waren unsere Spaziergänge am Main entlang zur Location und später wieder nach Hause. So kam ich dann auch zu meiner Fototour. 🙂

Der Samstag war so ereignisreich, dass wir irgendwie das Essen vergessen haben (gut, an den anderen Tagen war das auch nicht wirklich anders, aber der Samstag ist eben der Messesamstag und jeder, der schon mal an einem Messesamstag auf einer Messe war, weiß, was ich meine). Dementsprechend zogen wir mit zwei weiteren reizenden Kolleginnen – Mira Mart und Cara Mattea – in Frankfurts Kaiserstraße um kaiserlich zu speisen… und letztlich in einem Burgerladen zu landen. Noch nie hat ein Burger so gut geschmeckt wie an diesem Tag. Was möglicherweise auch am extremen Hunger gelegen haben könnte. Wir blieben, bis die Stühle auf die umliegenden Tische gestellt wurden und uns immer deutlicher wurde, dass die Belegschaft endlich Feierabend machen wollte (hatten wohl auch einen langen Tag). Wir tauschten uns aus über die Vor- und Nachteile von Verlagen und Selfpublishing, klagten uns unser Leid rund ums Schreiben und Lektorieren und schoben uns möglichst zeitgleich mehr Pommes und Burger rein.

Als dann der Sonntagabend kam, war die Messe plötzlich vorbei – und wir schon fast wieder in Leipzig (meine liebe Emily hatte mich ab dort mitgenommen, so dass ich diesmal keine ganz so lange Flixbusfahrt hatte). Dementsprechend konnten wir die ganze Fahrt über in Erinnerungen schwelgen, abwechselnd Lachen vor Freude und Wimmern, weil nun schon wieder alles vorbei war. Wochenlang bereiteten wir uns vor, schufen Leseproben und andere Give Aways, planten Termine und freuten uns auf die Zeit – und dann ist alles so schnell vorbei. Wenn man dann so in seinen Messeblues verfällt, ist es schön, jemand gleichgesinnten neben sich zu wissen. Gemeinsam „leiden“ ist doch schöner als allein. Und zum krönenden Abschluss lagen wir im Garten hinter Emilys Zuhause auf dem Boden und sahen synchron mit meiner Kamera auf die Milchstraße – natürlich nicht, ohne direkt neue Buchideen zu produzieren. Was für eine schöne Zeit.

Und an dieser Stelle will ich mich nochmals bei allen bedanken, die diese Buchmesse für mich zu so einem einzigartigen Erlebnis gemacht haben. Wen genau ich dabei im Sinn habe, wird wohl aus dem kleinen Roman hier deutlich genug. Ich danke Euch und ich freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen auf der BuchBerlin, der German Comiccon in Dortmund, der Leipziger Buchmesse und all den anderen Events, die dann 2018 auf uns warten!

Und danke auch an Euch fleißige Blogleser, die ihr bis hierher durchgehalten habt. Um diesen Bericht nicht noch länger zu machen, belasse ich es an dieser Stelle dabei. Bald aber werde ich Euch mehr zu Houston Hall – Schatten der Vergangenheit berichten können, Euch mein Cover zeigen können und die nächsten Eventankündigungen mit Blick auf die BuchBerlin und die nächste German Comiccon vom Stapel lassen. Außerdem stehen noch einige Bloggerinterviews aus, die wir digital nachholen, weil die Messezeit einfach nicht für alle reichte. Und sonst so? Neue Missions, neue Fotos, Weihnachtsüberraschungen und neue News. Freut Euch drauf und genießt das herrliche Herbstwetter!

Sincerely

P.S.: Ach Du Schande, ist das lang geworden! Ich hätte vielleicht einen Zweiteiler draus machen sollen. 😉 Tut mir leid.

Etwas Optimismus bitte

by MaryCronos

Jedes Mal, wenn ich die Nachrichten sehe oder eine Dokumentation, schelte ich mich dafür, nicht dankbar genug zu sein. Nicht alles in meinem Leben läuft rund. Und mir würde sofort jede Menge einfallen, dass mir zu schaffen macht. Und doch. Ist das nicht klagen auf hohem Niveau?

Es gibt genug schlechte Nachrichten auf der Welt. Genug, das uns den Tag verderben kann. Vielleicht ist es an der Zeit, auch etwas Gutes in die Welt hinaus zu rufen. Zu überlegen, was gut ist, was gelingt, was funktioniert, obwohl es eben nicht selbstverständlich ist. Ich habe lange keinen Sonntagsgedanken mehr geschrieben und vielleicht ist es mal wieder Zeit dafür.

Ich habe mir nun jedenfalls das Ziel gesetzt, positiver auf mein Leben zu sehen. Und dazu gehört aktuell meine Heimat Berlin. Gerade von Xaver ordentlich auf den Kopf gestellt, gescheitert im Öffi-Verkehr und regelmäßig in den Nachrichten für all das, das hier nicht funktioniert, nicht fertig gebaut wird, nicht so ist, wie es sein soll. Berlin ist laut, unfreundlich und eine permanente Baustelle? Ich finde, Berlin ist lebendig, ehrlich und der Inbegriff von Wandel und Erneuerung. Ich mag diese so andere Weltstadt. Ich mag es, ihren Puls zu fühlen. Berlin ist eine Stadt der Gegensätze. Alt und modern, laut und leise, grün und bebaut. Vom gläsernen Riesen Sonycenter kann man das alte Brandenburger Tor sehen. Vom Berliner Dom ist es nur ein Katzensprung zum Fernsehturm. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind Oasen der Ruhe im Trubel der Großstadt. Auf jeden Betonklotz kommt ein ebenso großer Park, Wald oder See. Ich liebe es, wie man im Brustton der Überzeugung von Müggelbergen, Teufelsberg und Kienberg spricht – auch wenn ab dem Harz abwärts niemand in diesen „Bergen“ auch nur Hügel sehen würde. Ich mag die Schlagfertigkeit von Busfahrern und die Allwissenheit der Taxifahrer. Ich mag die Musiker in den Ubahnen, die den Soundtrack zu meinem Alltag spielen, und den Laierkastenspieler, der mich beim Heimkommen in Köpenick empfängt. Ich genieße es, nur mit einem BvG-Ticket eine Weltreise machen zu können, weil jeder Stadtteil wie eine ganz eigene Stadt in einem eigenen Land ist. Wie jeder Kiez so unglaublich individuell ist – wie eine eigene Welt.

Berlin ist ein ganz besonderer Flecken Erde mit ganz besonderen Menschen. Geradeheraus. Stur. Humorvoll – wenn man den gleichen Humor hat. Ich bin dankbar, hier zu sein. Ich bin dankbar für den täglichen Wahnsinn, der sich hier Alltag nennt. Ich bin dankbar für das Leben, das mich hier umwirbelt, ohne an mir Anstoß zu nehmen. Ich bin dankbar für all die Originale, die mein Leben und damit auch meine Geschichten bereichern – einfach nur, weil sie mir begegnen. Fremde werden zu Fremden mit Lebensgeschichten und manchmal sogar zu Freunden.

Berlin, ick liebe Dir.

Sincerely