Welcome to my world.

Month: März, 2016

Zeit ist Geld! …Zeit mal Pause zu machen

Zeit ist Geld und Geiz ist geil. Da wird man schnell geizig mit seiner Zeit. Aber geizen wir da nicht an der falschen Stelle? Im Bestreben möglichst viel möglichst schnell und effizient zu erledigen, bleiben wirklich wichtige Dinge auf der Strecke. Mir zumindest geht das so. An den wenigen Feiertagen im Jahr – so wie jetzt zu Ostern – haken wir Pflichtbesuche und mit Plattitüden gespickte Anrufe bei Verwandten und Freunden so schnell ab, wie wir sie auf unsere To-Do-Listen geschrieben haben. Wir bestellen lieber Online, als „ewig“ durch Geschäfte zu tingeln und mit Verkäufern zu diskutieren. Wir nutzen unser Navi, um die schnellste Route zu berechnen, statt andere nach dem Weg zu fragen. Werden wir krank, müssen ein paar Tabletten reichen und dann geht es weiter. Keine Zeit zum Anhalten, zum Ausruhen, zum Nachfragen oder Kontakte pflegen. Keine Zeit, keine Zeit!

Da komm ich mir vor, wie Alice im Wunderland, wenn sie dem Hasen begegnet, der nie Zeit hat. Unsere Welt wird täglich etwas schneller. Das hat sein Gutes und ich bin froh, nicht mehr auf Brieftauben oder reitende Kuriere angewiesen zu sein. Es hat aber auch seinen Preis und das ist unsere Zeit. Aber Moment. Irgendwas läuft da schief. Wenn inzwischen alles schneller geht, sollten wir doch eigentlich mehr Zeit haben. Warum wird unser Alltag dann immer hektischer und immer voller? Warum nutzen wir die gewonnene Zeit nicht besser? Nicht mit noch mehr Aufgaben, sondern mit Zeit für uns und Zeit für die, die uns wichtig sind?

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Ich stelle heute viele Fragen und ich warne Euch, es wird noch schlimmer. Wer also nicht gewillt ist, einmal kritisch hinter seinen Lebensalltag zu blicken, sollte sich besser mit den ersten beiden Absätzen zufrieden geben und dem wünsche ich an dieser Stelle besinnliche Ostertage und Zeit. Allen anderen wünsche ich das auch. Euch aber lade ich ein, noch ein paar Anregungen und Fragen mehr in die nächste Woche mitzunehmen.

Es gibt vier Berufsgruppen, denen ich mich besonders nah fühle und so wende ich nun meine Fragen nach der Zeit und ihrem Wert vor allem auf diese an: Ärzte, Journalisten, Pfarrer und Künstler. Fühlt euch eingeladen, diesem Beispiel folgend Euer Umfeld und auch Euren eigenen Job zu betrachten.

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.“ Von Google war nie die Rede. Dennoch gibt es immer mehr Menschen, die – sollte es ihnen nicht gut gehen – das Internet um Rat fragen. Der Vorteil und Nachteil in einem: Man findet immer das, was man sucht. Das Resultat sind wenig qualifizierte Vorabdiagnosen. Ich bin als Tochter eines klassischen Schulmediziners und Hausarztes aufgewachsen. Ihr wisst schon: Ein Arzt, dem die Patienten vertrauen. Ein Arzt, wie man ihn inzwischen vor allem in Fernsehserien oder Büchern findet, aber nur noch selten in der Realität. Einer, der sich Zeit nimmt, der Geduld hat, der seinem Patienten zuhört, weil er ihn ganz genau kennt und weiß, das ihm das wichtig ist. Zeit. Das wichtigste Medikament in jeder Therapie. Zeit und Zuwendung. Immer häufiger erlebe ich, wie Patienten heute zu Kunden werden, wie sie abgefertigt werden mit Standardlösungen. Es gibt aber keine Standardlösungen in der Medizin. Jeder Mensch ist anders. Das einzige Mittel, das zumindest jedem hilft, ist die Mischung aus Zeit und Zuwendung. Das Gefühl, ernst genommen zu werden und Zeit zu bekommen, um wieder zu genesen. Aber gerade die Zeit scheint auch das zu sein, das den Ärzten fehlt.

Und nicht nur Ärzten. Auch dem Journalismus macht die neue Geschwindigkeit zu schaffen. „Langsame“ Medien wie Tageszeitungen oder Magazine kämpfen ums Überleben. Egal was sie melden oder worüber sie berichten, Facebook und Google haben es stets vorher gewusst. Um noch mithalten zu können wird die fundierte Recherche ersetzt durch die Suche nach möglichst spektakulären Schlagzeilen. Onlinemagazine finanzieren sich über Werbung statt Inhalte. Die Journalisten, die täglich ihr Leben riskieren auf der Suche nach der Wahrheit, werden rar. Die Reporter ohne Grenzen stoßen an ihre Grenzen.

Für Ärzte sollte der Patient im Mittelpunkt stehen und für Journalisten die Wahrheit, die Botschaft, die zu erzählen ist. Zwei Dinge, die auch für einen Geistlichen das Zentrum darstellen sollten. Während meines Studiums wurde mir deutlich, wie schwer es heute ist, Mensch und Botschaft in diesem Zentrum zu halten. Bürokratie, Geldmangel, Wettbewerb und der Wunsch, „in“ zu sein, nehmen viel Platz ein. Dabei ist gerade das „Zeit für seine Mitmenschen Nehmen“ etwas, das den Pfarrer auszeichnen sollte.

Ich nehme an, ich könnte ähnliche Auswirkungen auf jede Berufsgruppe beschreiben. Vor allem in Bereichen, in denen Menschen mit Menschen arbeiten. Auf der Buchmesse vor einer Woche hörte ich mir einen Vortrag für Illustratoren an, die selbstständig arbeiten und davon leben wollen. Einmal mehr begegnete mir eine Grafik: Ein Dreieck, an dessen Spitzen die Worte „Qualität“, „Zeit“ und „Geld“ standen. Die Botschaft hinter diesem Dreieck ist simpel: Es gehen immer nur zwei der drei Spitzen gleichzeitig. Wer Qualität und Schnelligkeit will, muss diese Leistung entsprechend bezahlen. Wer Qualität möchte und nicht viel zahlen kann oder will, muss dafür länger warten. Und wer nicht viel Geld investieren möchte und ebenso wenig Zeit, der darf nicht mit Qualität rechnen. Wendet man dieses Diagramm auf meine Beispielberufe oder einfach auf seinen eigenen Alltag an, dann sieht man gleich, auf welchen zwei Spitzen unsere Gesellschaft heute ruht. Zeit ist Geld und Geiz ist geil. Schnell und billig ist die Devise. Was aber bleibt da auf der Strecke, wenn wir alles vor allem schnell und günstig wollen?

Richtig. Die einsame dritte Spitze des Dreiecks. Aber ich meine nicht nur die Qualität von Produkten. Ich rede auch von der Qualität von Beziehungen und von unserer ganz eigenen Lebensqualität. Wir haben mehr Zeit als früher. Wir sollten sie in Wert und Qualität investieren. Der einzige Zeitdruck, den wir haben sollten, ist der Tod, der einen jeden von uns erwartet, dessen Stunde wir aber nicht kennen und der unserem Leben so Werte und Prioritäten verleiht. Wir müssen uns entscheiden, was wir mit unserem Leben anfangen wollen, wofür wir hier sind. Denn unsere Zeit ist begrenzt durch diese ultimative Deadline.

Wofür also leben wir? Um mehr und schneller im Laufrad zu strampeln? Was wollen wir wirklich? Wofür machen wir das alles? Für unsere Kinder? Für die nächste Generation? Das sind sehr gute Gründe. Wichtige Gründe. In jedem Fall besser, als ziellos in den Tag hinein zu leben. Aber sollte das wirklich alles sein? Wenn jeder nur für das lebt, was noch kommt, wer lebt dann im Jetzt? Wenn jeder nur durch die Gegenwart hetzt, um in Zukunft ein besseres Leben zu haben, wer kann sich dann glücklich schätzen mit dem, was er hat?

In diesem Sinne: Nutzt den morgigen freien Tag (und sollte er für Euch nicht frei sein, dann den nächsten freien Tag), um etwas Zeit in die Qualität Eures Lebens und Eurer Beziehungen zu stecken. Das wünsche ich Euch.

Sincerely

the wingscriber pls sig

Funkenflug nach Funkstille

Hallo ihr alle,

zu allererst muss ich mich entschuldigen: Es tut mir leid. Ich habe mich zwei Monate nicht um meinen Blog kümmern können und auch meine Socialmedia-Seiten sträflich vernachlässigt. Es wird besser werden. Versprochen. Dafür habe ich aber auch einige Neuigkeiten für Euch!

logo shortie mittelZum einen – und das hat mich in den letzten Wochen einiges an Zeit gekostet – erstrahlt mein Mission:Change nun in neuem Glanz. Die Website http://mission-change.org hat jetzt einen unserem Agenten-Image angemessenen Look. Noch dazu läuft gerade ein Charity-Projekt. Es dreht sich wie zur RingCon im Oktober und November um Outlander. Diesmal aber unterstützen wir Action for Children und Aktion Kleiner Prinz e.V. Zwei weitere großartige Institutionen, die sich um die Kleinen in unserer Gesellschaft sorgen. Mehr dazu findet ihr auch auf der Mission-Website. An dieser Stelle nur ein kleiner Einblick in all die schönen Dinge, die wir diesmal für unsere Unterstützer im Angebot haben. Wie immer limitiert und exklusiv. Besonders der wunderschöne, handgemachte Kettenanhänger von Anika von Sasse-Stuff.de ist eine Bereicherung für unseren nagelneuen Shop.

BoD Cover Nafishur Praeludium beide zusammen sZum anderen hat mich das Autorendasein stark eingespannt. Ich arbeite gerade an zwei weiteren Büchern für meine tolle Agentur Langenbuch & Weiß und zugleich musste die zweite Auflage von Nafishur Praeludium endlich auf den Buchmarkt – vor allem noch vor der Buchmesse. Das hat nun endlich geklappt und so stelle ich Euch an dieser Stelle meine ersten beiden Bücher in neuem Glanz vor: Nafishur Praeludium: Dariel mit der neuen ISBN 978-3-7392-4901-8 und Nafishur Praeludium: Cara mit der neuen ISBN 978-3-7392-4906-3. ACHTUNG: Die beiden haben jetzt ein etwas anderes Format. Wer Dariel von der ersten Auflage besitzt und eine passende Cara-Version möchte: bei mir liegen noch einige wenige. Dariels für die Cara-Besitzer habe ich allerdings nicht mehr (nur noch zwei nicht mehr verschweißte).

Das schöne ist: Jetzt könnt ihr die beiden in jeder Buchhandlung bestellen – soweit ich weiß auch ohne Versandgebühren. Ich bin sehr gespannt, wie die neuen Exemplare aussehen und wünsche Euch damit viel Freude!

Wer die zwei noch gar nicht kennengelernt hat, dem empfehle ich einen Besuch auf Nafishur.de. Dem Fenster in eine andere Welt innerhalb meiner Autorenseite. Hier findet ihr eine kurze Beschreibung und auch jeweils eine Leseprobe.  Wer mir übrigens auf der Leipziger Buchmesse begegnet, der kann gern Nafishur mitbringen. Ich signiere sie euch so ziemlich überall. Außerdem werde ich wohl die eine oder andere Überraschung dabei haben: Feuerzeuge für Nachwuchshexen (nicht jeder meistert gleich den Feuerball), schicke Kulis, Nafishur-Schlüsselanhänger, vielleicht auch etwas von Caras Secret Tea. Auf jeden Fall aber Leseproben und Lesezeichen. Mich suchen lohnt sich also. Am besten, ihr schaut auch immer mal auf meine Socialmedia-Accounts. Dort werde ich während der Messe so oft wie möglich Bericht erstatten (soweit das WiFi vor Ort das zulässt).

22847545584_ebfdc355e2_oDarüber hinaus stand für mich viel Jahresplanung an. Welche Events werde ich besuchen und als was? Als Agent von Mission:Change? Als Autor? Oder als Künstler? Sobald ich mir sicher bin, werde ich Euch die Termine natürlich mitteilen. Was ich schon recht sicher sagen kann: Buchmessen sind für mich ein Must-Have. Ebenso die Photokina. Und mindestens eine der drei ComicCons in Deutschland sollte auch drin sein. Dafür werde ich natürlich fleißig zeichnen und illustrieren und Euch deshalb auch diesbezüglich in den kommenden Wochen Neuheiten präsentieren können. Außerdem habe ich begonnen, an der Modernisierung meiner anderen Websites zu planen. Nun, wo die Website von Mission:Change so schön ist, möchte ich die anderen natürlich aufholen lassen. Ihr dürft gespannt sein.

Ich freue mich darauf, den einen oder die andere von Euch bald auf der Messe zu treffen!

Sincerely

the wingscriber pls sig