Welcome to my world.

Month: November, 2016

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne

Na das fängt ja gut an. Der erste Advent. Der erste weihnachtliche Sonntagsgedanke – und ich poste ihn am Montag. Aber aller Anfang ist schwer. Ich kann schon jetzt prophezeien, dass es am zweiten Advent wohl ähnlich sein wird, denn während des zweiten Advents bin ich auf der German Comic Con in Dortmund (und am Montag dann im Linienbus heim gen Berlin).

img_2960sIch muss also einmal mehr feststellen: Anfangen ist gar nicht so leicht – und ich bin mir sicher, damit erzähle ich niemandem etwas Neues. Es fängt schon am Morgen mit dem Aufstehen an. Ist man erstmal wach und aktiv, ärgert man sich oft über die morgens vertrödelte Zeit. Aber wenn man morgens aufwacht – draußen ist es kalt und dunkel und im Bett so flauschig und warm –, dann will einem das Aufstehen und Anfangen gar nicht einfallen. Mir zumindest geht das meistens so.

Anfangen kostet Mut und Überwindung. Es bedeutet, dass etwas Neues passiert; dass sich etwas verändert; dass das, woran man sich gerade gewöhnt hatte, endet. Traue ich mir den neuen Job zu? Die neue Partnerschaft? Die neue Rolle als Mutter? Anfangen kann uns Angst machen.

Aber wenn uns neue Herausforderungen und Aufgaben Angst machen, dann bedeutet das, dass wir uns unsere Entscheidung nicht leicht gemacht haben, dass wir sie ernst nehmen und sie uns mit all ihren Konsequenzen wichtig ist. Angst zu haben zeigt unsere Prioritäten. Es ist okay, sich vor einem neuen Anfang zu fürchten. Solange wir trotzdem anfangen – und nicht aufhören, bevor wir begonnen haben.

Wie heißt es so schön? Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Ich denke, das stimmt. Und ich muss es wissen, denn in meinen Büchern liegt jede Menge Magie verborgen. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Ich glaube, dieser Zauber beschreibt ein Gefühl, einen ganz bestimmten Moment:
Den Augenblick, in dem wir die Augen zukneifen, die Luft anhalten und vom Zehner ins Wasser springen. Der Augenblick, in dem wir uns vom Geländer abstoßen und unsicher, aber mit Schwung auf Kufen übers Eis gleiten. Der Augenblick, in dem wir all den Mut, den wir in uns finden können, zusammenkratzen und den einen Schritt machen, der aus einem Ende einen Anfang macht, der Grenzen und Differenzen überwindet.

Vorher ist da diese bedrohliche Wand aus „Ja, aber“s und „Aber was, wenn“s. Dann merken wir es. Wir merken, dass wir so weit sind und über diese Wand hinwegspringen können. Wir spüren es in unseren Beinen kribbeln und im Rücken zucken. Wir gehen in die Knie und springen ab und noch im Sprung spüren wir den Wind der Veränderung, können über die Wand sehen, sehen die neuen Chancen und Möglichkeiten und wissen: Es ist gut so. Und noch bevor wir wieder landen spüren wir das Glück in uns und den Stolz, dass wir es gewagt haben. Was für eine Gefühlsachterbahn!

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: Der Zauber, uns selbst zu überwinden; die Sicherheit der Gegenwart für die Möglichkeiten der Zukunft zurückzulassen; Mut und Entschlossenheit aus uns selbst heraus zu erschaffen, wo vorher Angst war; offen zu sein für das, was nun kommen mag.

Wer hätte gedacht, dass die Weihnachtszeit – die, die eigentlich besinnlich und ruhig sein sollte und stattdessen hektisch und turbulent ist – uns anregen soll, Neues zu wagen? Gerade die Zeit im Jahr, die von Traditionen und einer 2000 Jahre alten Geschichte lebt. Aber die Geschichte, die zu Weihnachten erzählt wird, erzählt eben auch genau das: Da ist ein junges Paar, das am Anfang steht – in so vielerlei Hinsicht. Da sind die Hirten und die Weisen, die ihre eigentlichen Aufgaben hinter sich lassen für etwas Neues, von dem sie noch gar nichts wissen. Immer wieder hören sie alle „Fürchtet Euch nicht“. Sie haben also Angst. Angst vor etwas Neuem, Ungewissen zu haben, ist offensichtlich nichts Neues.

Das wiederum kann doch beruhigen oder? Bei allem Anfangen: Die Angst vor dem Anfangen, vor dem Neuen ist nicht neu. Und trotzdem machen wir weiter. Wir alle tragen den Mut, den Zauber zum Anfangen in uns. Also lasst uns zaubern!

In diesem Sinne: Einen gesegneten ersten Advent, einen gesegneten Anfang der Weihnachtszeit!

Sincerely

the wingscriber pls sig

German Comic Con Dortmund

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Eine kleine Erinnerung an alle, die meinen Terminkalender genauso schlecht im Kopf haben wie ich: am kommenden Wochenende bin ich auf der German Comic Con in Dortmund zugegen. Also wenn ihr den zweiten Advent weniger besinnlich, aber mit viel Lachen und Spaß verbringen wollt, kommt vorbei (ich kann Euch als Theologin auch gern dennoch etwas über Advent und Weihnachten erzählen, dann deckt ihr beides ab 😉 ). Vor allem aber wird die Nafishur-Lesung am Freitag ab 12:45 von der Bühne mein persönliches Highlight. 🙂

Man darf gespannt sein. In jedem Fall habe ich für Euch wieder Nafishur-Merchandise und Postkarten, mein Portfolio, einige angefangene Zeichnungen UND diesmal auch meine Bücher hochselbst dabei. Also kommt mich besuchen – in der Artist Alley, an Stand AA75. Auf Instagram und Facebook werde ich versuchen, mich ab und an mit Bildern, Videos und auch mal live zu melden – solange es das Wlan vor Ort zulässt. Worst Case gibt es immer am Abend und am Morgen Berichte. 🙂 Da hilft dann nur: selbst vorbeikommen.

Gern beantworte ich dann auch Eure Frage wie „Wie kann man so zeichnen?“, „Wie lange brauchst Du dafür?“, „Machst Du auch Cosplayfotoshootings?“, „Kann man Deine Zeichnungen kaufen?“, „Wie kommt man auf die Ideen für solche Bücher?“, „Wie funktioniert eine Buchveröffentlichung?“ und und und. Fragt mich Löcher in den Bauch – ich will sowieso abnehmen. 😉


A short reminder for all who need it like me: I will join the German Comic Con in Dortmund next weekend. So join me and visit me at my booth in the artist alley, AA75. I will bring lots of cool things – like postcards, drawings, my portfolio and answers to your questions (How the hell can you draw like this?, How much time do you need for a drawing?, Do you cosplay-photoshoots too?, can I buy your drawings?, etc…). Ask me, what ever is on your mind. I love talking just as much as I love drawing and writing. That’s the thing with expressing one self.

Looking forward to meet you!

Sincerely

the wingscriber pls sig

P.S.: I am so sorry for not posting much in English here lately. I am in such a hurry that I am happy to post at least in German. My Xmas-Calendar will be in German too, this year. But I’ll try to translate it for you too. Maybe I’ll make it. 🙂

Vorweihnachtliche Pläne

Morgen ist der erste Advent und in der kommenden Woche beginnt wieder die Zeit des Jahres, in der man täglich Türen öffnet – hoffentlich auch im übertragenen Sinne, vor allem aber Türen, hinter denen Überraschungen verborgen liegen.

Im vergangenen Jahr hatte ich einen gut gefüllten Kalender für Euch. Und das ist die Stelle, an der ich mich entschuldigen muss. Ein paar tapfere Gewinnerinnen warten noch immer. Das will ich weder totschweigen noch mich davor drücken. Ich habe Euch nicht vergessen. In diesem Jahr werde ich mich nur darum kümmern, Eure Weihnachtsgeschenke anzufertigen und zu verschicken. Mit einem Jahr Verspätung, aber dafür etwas… aufgestockt.

Deshalb wird es in diesem Jahr auch nicht noch einmal einen so umfassenden Kalender geben. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und möchte Euch nichts versprechen, das ich dann nicht halten kann. ABER ich habe mir dennoch vorgenommen, die Adventszeit gemeinsam mit Euch zu verbringen. Zum einen hoffe ich, Euch wieder jeden Sonntag ein paar weihnachtliche Gedanken schicken zu können. Zum anderen bin ich aber auch neugierig auf Eure!

In diesem Jahr werde ich einen Kreativkalender mit Euch teilen!

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Hä? Was soll das sein?

Wie ihr wisst, arbeite ich in vielen verschiedenen kreativen Bereichen. Und dadurch habe ich viele verschiedene, kreative, fantasievolle Menschen kennengelernt. Menschen, die malen, zeichnen, fotografieren, schreiben, basteln, nähen und und und… die es schon können, es lernen oder irgendwo dazwischen sind. Für Euch alle soll dieser Kreativkalender sein.

Kennt vielleicht jemand das Spiel Black Stories? Ein Spieler liest einen Satz vor. Die Zuhörer müssen durch gezielte Fragen auf den Rest der Geschichte kommen. Mein Kreativkalender funktioniert ähnlich – nur dass die Story erst noch erdacht werden muss:

Ich werde Euch jeden Tag ein Bild und einen oder zwei Sätze geben, die eine Szene einleiten. Und ich lade Euch ein, dazu kreativ zu werden. Ganz gleich wie. Ihr könnt die Szene, die ihr vor Euch seht künstlerisch umsetzen – analog oder digital. Ihr könnt die Szene erweitern, in eine andere Stimmung setzen, eine kleine Geschichte oder ein Gedicht daraus machen; die Autoren unter Euch können ihre eigenen Figuren in die Szene setzen, die Leser ihre Lieblinge. Ganz wie ihr wollt.

Wer mitmachen möchte, der teile das jeweilige Bild von meiner Seite und ergänze seinen kreativen Beitrag. Damit mir kein Beitrag entgeht, kommentiert bitte auf das entsprechende Bild auf meiner Facebook-Seite/meinem Blog/Instagram-Profil. Nutzt zum Markieren Eurer Kreationen den Hashtag #cronoskreativkalender, dann geht nichts verloren. Und auch wenn ihr sicher keine Motivation braucht und es vor allem um Spaß und Kreativität geht, gibt es noch eine kleine… Ermutigung:

Unter allen Kreativlingen der Adventszeit verlose ich zweimal Nafishur Praeludium Dariel UND Cara – signiert und mit einer Zugabe: Einem exklusiven ersten Einblick in die beiden zweiten Bände der Reihe!

Was sagt ihr? Macht Ihr mit? Donnerstag geht’s los! In Facebook und hier auf meinem Blog werde ich alle Einträge vorplanen, so dass sie jeden Tag um 12 online gehen. Ihr könnt alle 24 Tage mitmachen – als Challenge. Ihr könnt es bei einem Mal belassen. Und natürlich könnt ihr auch einen Beitrag nachträglich posten. Keiner ist gezwungen, innerhalb von 12 Stunden kreativ zu werden.

Ich hoffe, ich kann Euch motivieren und inspirieren, mit mir gemeinsam die Weihnachtszeit etwas bunter zu machen. Ich bin gespannt darauf, was ihr daraus macht. 🙂

Sincerely

the wingscriber pls sig

 

P.S.: Wer die Bücher schon haben sollte: Sie machen sich auch toll als Geschenk für andere Fantasyleser. 😉 In dem Fall würde ich Euch den exklusiven Einblick sogar doppelt geben: Einmal zum Behalten und einmal zum Verschenken.

Lesen und lesen lassen

Die Zeit verrinnt im Flug. Vor allem mit einem guten Buch. In den vergangenen Wochen habe ich vor allem geschrieben, geschrieben, geschrieben – und gelesen. Und zwar laut und vor Publikum. Lesungen machen mir wahnsinnig viel Spaß. Es ist großartig, direkt miterleben zu können, ob eine Lieblingsszene auch die Zuhörer begeistert. Wenn an spannenden Stellen die Luft angehalten wird oder bei einer kleinen Anekdote andere ebenso lachen müssen, wie man selbst.

Mit der Halloweenlesung – gepaart mit einem (hoffentlich) spannenden Vortrag – in der Buchhandlung Lehmkul in Witten ging es los. Im ersten Teil des Abends drehte sich alles um das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern. Von der Idee bis zum Buch in der Hand des Lesers. Bereichert wurde der Vortrag auch durch Input direkt aus dem Buchhandel. Wir sind ins angeregte Diskutieren geraten und haben hoffnungslos überzogen – aber zum Glück hat das wohl niemanden gestört. Danach folgte dann noch eine Lesung aus meinen beiden Nafishurbänden. Aber es wurde nicht nur für viel geistige Kost gesorgt, sondern auch für das leibliche Wohl: Vier ganz außergewöhnliche Freunde haben mir dabei geholfen, unsere Gäste in jederlei Hinsicht zu sättigen. Es gab alles von blutigen Muffins und Cake Pops bis hin zu Kürbis-Amerikanern und Spinnenweben behangenen Quiche. Hier ein paar Impressionen – mehr davon findet ihr auf meiner Facebookpage:

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Vorgestern dann habe nicht ich gelesen, sondern der Hoppegartner Bürgermeister Karsten Knobbe. Er stelle meine Bücher den drei sechsten Klassen der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hönow vor und so wurde mein Nafishur teil des traditionellen Vorlesetags. Es freut mich sehr, zu hören, dass auch dort alle gespannt zuhörten. Mein Zielpublikum mag ein älteres sein, doch ich bin bemüht, eine Sprache zu finden, die spannend ist, ohne jüngere Zuhörer auszuschließen. Im nächsten Jahr werde ich dann vielleicht selbst am Vorlesetag teilnehmen. Es würde mich freuen. Lesen ist nicht nur ein toller Weg, neue Welten zu entdecken oder sich zu bilden. Lesen macht weltoffen und tolerant und es gibt jedem Leser (oder Zuhörer) die Möglichkeit, hunderte von Leben zu führen, statt nur ein einziges. Deshalb werde ich nicht aufhören zu lesen und vorzulesen, zu schreiben und andere Welten zu erschaffen.

Gestern war ich dann auf der Buch Berlin. Der kleinen, aber feinen Berliner Buchmesse. Ich traf so einige bekannte Gesichter, wurde von lieben Freunden überrascht und hatte sehr interessante Gespräche. Pläne Schmieden und sein Netzwerk Ausbauen – zwei Tätigkeiten, die kaum an einem Ort so gut funktionieren, wie auf einer Messe. Das Highlight der Buch Berlin aber kam am Abend. Ich bekam eine Nachricht von meiner lieben Kollegin Farina de Waard. Zwei Autorinnen mussten leider eine für den Abend geplante Lesung absagen und so fragte sie mich, ob ich nicht einspringen wollte. Ich wollte und so ging es von der Buch Berlin in der Sonnenallee, über einen Zwischenstop am Alexanderplatz direkt zum HD Café in Spandau, um dort Teil eines fantastischen Abendprogramms zu werden. Das Resultat: Alle Bücher, die ich noch in meinem Messekoffer hatte, sind weg. Dafür ist meine eigene Bücher-Wunschliste nun um die Werke meiner fantasievollen Kollegen gewachsen. Vielen Dank, dass ich Teil vom Zauber zwischen Zeilen werden durfte.

buchberlin

Nun steht als nächstes die German Comic Con in Dortmund an. Dort werde ich für Euch wieder in der Artist Alley vertreten sein. Ihr könnt mir beim Zeichnen über die Schulter schauen, Fragen loswerden UND Postkarten und Bücher und wer weiß, was noch alles, ergattern. Kommt mich besuchen! Außerdem werde ich Freitagmittag direkt nach dem Start der Con eine Lesung für Euch halten! Dazu folgt bald noch ein Extra-Post. Ich freu mich auf Euch!

Sincerely

the wingscriber pls sig