Welcome to my world.

Month: Juli, 2017

Cover Cover Cover – mit Saal Digital

Vor einigen Tagen hatte ich das Glück, einen Gutschein von Saal Digital für ein Fotobuch zu bekommen. Ein großartiges Timing, da ich lauter Premadecover gebastelt habe und daraus sehr gern ein schönes Portfolio bauen wollte. Inzwischen ist das fertige Buch bei mir angekommen und ich möchte es mir zu gern näher mit Euch ansehen.

Wie schon bei meinen anderen Fotobüchern von Saal Digital bin ich auch dieses Mal wieder begeistert. Ich habe die Hochglanzversion gewählt. Dementsprechend empfindlich ist die Oberfläche. Aber dennoch sind nirgends Kratzer oder sonstige Schäden zu sehen. Das Papier ist auf allen Seiten in sehr gutem Zustand.

Ich habe Cover gewählt, die von ihrer Farbe und ihren Kontrasten her eine möglichst große Vielfalt abdecken. Auch hier kann ich sagen: die Farb- und Kontrastwiedergabe ist ausgezeichnet. Gelungen finde ich auch die Bindung: Die aufgeschlagenen Seiten können vollkommen flach liegen, so dass auch ein Panoramabild ohne Verlust sichtbar wäre.

Auch die filigranen Muster sind gestochen scharf. Das Ergebnis ist wirklich mehr als zufriedenstellend. Was meint ihr? Gefällt Euch das, was ihr von meinen Covern seht? 🙂

Ich bin wirklich begeistert und kann Saal Digital nur empfehlen. Probierts doch auch mal aus?

Sincerely

P.S.: Nachdem ich nun noch einen zweiten Test mit einem Acryldruck gemacht habe, habe ich die Bilder nochmal in Flickr hochgeladen. So habt ihr die besten Möglichkeiten, alles nochmal genau unter die Lupe zu nehmen:

Saal Digital Test

Hallo Verlagsautor

Und kaum ist der Bericht vorüber, hab ich auch schon eine weitere Neuigkeit für Euch. Nun ja… Um ehrlich zu sein, weiß ich das schon ein paar Tage. Aber eins nach dem anderen. Ich wollte nicht, dass diese Neuigkeit in meinem Travelreport untergeht. Und ich hatte mir vorgenommen erst ein gewisses Manuskript fertigzustellen, bevor ich es Euch verrate. Also *Trommelwirbel*

Ich habe dank meiner wunderbaren Agentur Langenbuch & Weiß meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben. Es ist mir eine riesige Freude und Ehre und ich kann es kaum erwarten, dieses Buch publiziert und druckfrisch in meinen Händen zu halten. Was kann ich verraten? Es wird zuerst als Ebook und Print on Demand (also auf Eure Bestellung hin – wie Nafishur) erhältlich sein – ab Januar 2018. Und wenn es Euch gefällt und die Verkaufszahlen stimmen, wird es voll und ganz in das Taschenbuchprogramm von Droemer Knaur aufgenommen. Das Genre ist historische Romance (mit einem Fantasybackground, denn ich brauche wohl immer etwas Fantastisches in meinen Geschichten…). Besonders begeistert bin ich, dass mir der Verlag erlaubt, mein Cover selbst zu designen – und das bei meinem Verlagsdebüt! 11Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Coverdesigner bin und natürlich nicht nur die Geschichten meiner lieben Kollegen „anziehen“ will, sondern nach Möglichkeit auch meine eigenen.

Ich kann es kaum erwarten! Der erste Schritt ist nun getan. Nach einigen Monaten exzessiven Recherchierens und Schreibens habe ich nun schlappe 519 Seiten, die ich nun nochmal am Stück lesen und prüfen werde, bevor sie in das Verlagslektorat gehen. Und dann habe ich endlich wieder Zeit für Nafishur! Das ist direkt die zweite gute Nachricht. Beide zweiten Bände haben schon so einiges an Seiten und ich werde jede freie Minute nutzen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Mein erklärtes Ziel ist es, die beiden nächsten Bände noch vor Weihnachten erscheinen zu lassen. Aber ich gebe zu, das ist… ambitioniert. Drückt mir die Daumen! Übrigens… Wenn dem so ist, werde ich im Herbst nach Testlesern für Nafishur Ausschau halten. Meldet Euch gern bei Interesse. 🙂

Ich freu mich riesig und ihr Euch hoffentlich auch. Wer übrigens schon im Sommer in die zweiten Bände von Nafishur hineinschnuppern will, sei nochmal auf das Festival Fantasia hingewiesen, auf dem ich so einiges anbiete – unter anderem zwei Lesungen aus den noch unveröffentlichten zwei zweiten Bänden! Was ich sonst noch so zwischen Feen und Elfen anstelle, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VIII: Mr. Amell

Mister Segarra. Aufgeladen. Der Erkenntnis steigt.

Die Erkenntnis nämlich, dass dieser Tag unser letzter sein würde. Zumindest, wenn British Airways ihre Computerprobleme rechtzeitig in den Griff kriegen würden. Denn irgendein Hacker oder Virus hat deren Server lahmgelegt und über das Wochenende fielen nahezu alle Flüge aus. Der Gedanke, vielleicht erst später zurück zu können, störte uns jetzt nicht sonderlich stark. Das nennt sich dann ›höhere Gewalt‹.

Leider, leider aber hob unser Flieger dann relativ pünktlich am Montag ab. Aber noch ist mein Bericht am Sonntag. Noch steht uns ein Tag bevor. Und auch der hatte es wieder in sich. Nach einem Muffin-Frühstück an einem unglaublich leckeren Stand auf dem HVFF stellten wir uns dann doch mal in eine Schlange: In die zu Stephens Panel.

Stephens Panel war genauso ein Highlight wie tags zuvor das mit John. Eigentlich teilte er sich die Bühne mit James, mit dem er die HVFFs gemeinsam veranstaltet. Doch die Zwei sollten nicht lange allein bleiben. Der erste, der sein Panel crashte, war sein Cousin Robbie, der Werbung für ihren neuen gemeinsamen Film Code 8 machte (ich freu mich schon sehr darauf! Der Trailer verspricht einen guten Film). Kaum war er verschwunden, tauchte Emily alias Felicity auf. Und kaum hatte sie sich verabschiedet, tauchte Josh hinter Stephen auf und rächte sich für das Staffelfinale. Die beiden waren auf der Bühne besser als jedes Comedyprogramm. Ich bin der Meinung, sie sollten ein eigenes TV-Format bekommen, in dem sie sich einfach unterhalten. Ein paar meiner Bilder geben Euch da einen guten Eindruck, denk ich.

Den Rest des Events verbrachten wir damit, zwei Fotoshoots zu absolvieren, Selfies zu machen und Mission:Change-Flyer zu verteilen. Wer weiß, wer unser neues Target wird? Wir arbeiten jedenfalls hart an einer Überraschung.

Ich muss sagen, dass ich bei allen Conventions und Messen noch nie einen Star so persönlich kennengelernt habe wie Stephen in diesen paar Tagen. Das zufällige Treffen im Pub mal außenvor, hatte er für drei tolle Events gesorgt, die alle von ihm und einem seiner Freunde ausgerichtet wurden, völlig verschieden waren und ihn immer etwas anders zeigten. Er war engagiert und motiviert wie kein anderer. In jeder freien Minute saß er an seinem Autogrammtisch und versprach, nicht zu gehen, bevor nicht jeder Fan sein Autogramm bekommen habe. Auf der FC-Party feierte er seine Mutter, die ebenfalls da war und die erfolgreich gegen ihren Krebs kämpft. Stephen ist ein unglaublich offener, freundlicher Mensch, der stets zuerst an andere zu denken scheint und erst dann an sich. Jemand, der so oft es geht, seine Familie und seine Freunde um sich hat und der auch das Glück hat, Familie und Freunde zu haben, die sein Leben, seine Reisen, seine Events mitmachen. Und seine Frau wird wahrscheinlich wahnsinnig, weil er sich auch privat für seine Fans Zeit nimmt… und weil er ständig die gleichen Shirts anzieht. Aber auch Cass zu treffen, war ein Vergnügen. Es war toll, die beiden zusammen zu sehen.

Als wir am späten Nachmittag Olympia den Rücken zukehren, schlurfen wir nur noch in Richtung Appartement. Passend zu unserer Abschiedsstimmung sind dunkle Wolken aufgezogen und zum ersten Mal in einer Woche regnet es. Wir lassen uns auf unser Bett fallen und versinken Meter tief im Con Blues. Mehr als ein Jahr haben wir uns auf diese Woche gefreut und nun ist sie plötzlich um. Wie ein Rausch oder ein Traum, aus dem man zu früh aufwacht, weil der verfluchte Wecker klingelt.

Ein Grund mehr, diesen Bericht zu schreiben, ihn gründlich und lang zu schreiben und unsere Erinnerungen auf eine Woche aufzuteilen. Aus diese Weise haben wir noch etwas länger was davon. Und ich hoffe, auch denen, die nicht dabei waren, hat es Spaß gemacht, das alles zu lesen.

Jetzt zum Ende zu kommen ist genauso schwer, wie vor einem Monat den Koffer zuzumachen und den Weg zum Flughafen anzutreten. London ist uns in der einen Woche ein gutes Zuhause gewesen. Wir haben jede Minute davon genossen. Und es zeigt sich am letzten Tag genauso british-höflich wie am ersten. Wieder hatte ich an der Station Hilfe mit meinem Koffer und war mehr als dankbar dafür.

Ein letztes Mal hörten wir ›Please mind the gap between the train and the plattform‹ und dann fuhr der Zug unter Terminal 4 ein. Wir waren mehr als zu früh, aber sicher ist sicher – und natürlich brachte uns das nichts. Wir warteten und warteten, bis endlich eine Info zu unserem Flug angezeigt wurde und dann war die Schlange so lang, dass wir dann doch rennen mussten, um noch rechtzeitig durch den Securitybereich zu kommen. Oh und natürlich hatte mein Koffer auch auf dem Rückweg noch sein beachtliches Übergewicht – zumal nun noch ein Fuck-Cancer-Shirt und ein Nocking Point Weinglas darin waren.

Als wir im voll belegten Flieger saßen und unser Gepäck verstaut hatten, machten wir unser erstes von drei Kreuzen. Als wir in Berlin Tegel beide unsere Koffer vom Band hievten, das zweite und als wir es dann auch noch durch den Berufsverkehr quer durch die Stadt geschafft hatten und endlich auf unserer Terrasse saßen, da kam das dritte Kreuz. Und das Fernweh.

London war großartig. Alles dort. Vor allem das öffentliche Rauchverbot. Und die Tatsache, dass uns das Wetter stets genau das gab, was wir brauchten, dass immer, wenn wir hungrig wurden, unsere neue Lieblingskette eine Filiale in der Nähe hatte und dass wir bei allem, was wir gesehen haben, noch so so viel übrig haben, dass wir uns das nächste Mal unbedingt ansehen müssen. Unser Besuch hat unsere Neugier nicht gesättigt. Es hat sie angestachelt. Und genau so sollte Reisen sein: Es sollte immer Lust auf mehr machen.

Und ein letztes Mal für diese Reportage hier der Link zu den Fotos – diesmal des Heroes and Villains Fanfest London 2017:

Heroes and Villains Fan Fest 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VII: Mr. Amell

Mister Barrowman. Tropisch. Der Respekt steigt.

Respekt! Innerhalb von vier Tagen gelang es dem Veranstalter nicht nur, ein neues, komplexeres Sicherheitskonzept und Taschenkontrollen zu organisieren, der Einlass generell ging so flüssig und angenehm von statten, wie ich es noch nie auf einer Convention erlebt hatte. Als VIP hatten wir den Luxus, schon eine Stunde vor den Normalpass-Gästen das Areal betreten zu können. Wir streunten also entspannt durch die Gegend und machten uns schon gedankliche Einkaufslisten.

Das erste Panel, das wir unbedingt miterleben wollten, war das von John Barrowman (auch hier war die Organisation einfach genial). Und John enttäuschte uns nicht. Er tanzte in einem Tardis-Kleid und Highheels auf die Bühne und war genauso, wie wir es uns vorgestellt hatten: gut gelaunt, freundlich, mitfühlend und voller Witze. Der Höhepunkt seines Panels war dann eine kleine Gesangseinlage.

Nach dem Panel lernten wir das System der HVFFs kennen: Wie funktionieren die Fotoshoots und wie die Autogramme und wie ist das mit den Selfies am Autogrammstand? Genial ist es! Ich war noch nie auf einem Event, auf dem ich so wenig anstehen musste. Nun war ich VIP, aber auch davon abgesehen, funktionierte es einfach. Dazu kamen Helfer, die wussten was sie taten und es schafften, vom Morgen bis zum Abend nicht nur freundlich zu sein, sondern auch noch glücklich zu lächeln und Antworten auf Fragen zu geben.

Und die beste Erfindung sind die Selfies. Sie müssen nicht etwa selbst gemacht werden mit einem Handy. Ich kann das Bild auch mit meiner Spiegelreflex machen lassen – vom Helfer oder einer Freundin, die mit in der Reihe steht. Für die Bilder kann man sich mehr Zeit lassen, man kann sich kurz oder auch einen Moment länger unterhalten (je nach Länge der Schlange) und hat so viel mehr davon. Natürlich fehlt die gute Beleuchtung des Fotosets und wer nur sein Handy hat, der ist mit der Bildqualität vielleicht nicht ganz so zufrieden, aber dafür sind die Selfies auch immer etwas preiswerter als die normalen Fotos.

Begeistert haben uns Stephen und sein Cousin Robbie, John und Collin und – für mich eine positive Überraschung, weil ich ihn vorher so gar nicht kannte – Josh. Ich muss feststellen, dass die Schauspieler, die die übelsten Kerle spielen, die nettesten Menschen sind. Mehr als über all unsere persönlichen Highlights freuten wir uns über ein Geschenk, dass Josh für unsere gemeinsame, liebe Freundin Riet möglich machte: Wir konnten eine Videonachricht von ihm an Riet aufnehmen.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr Euch für Freunde eine Überraschung ausdenkt und sie dann mehr als erwartet aufgeht? Wenn sich Euer Freund wie verrückt freut? So sehr, dass ihr beide jedes Mal, wenn ihr Euch wieder erinnert, die gleiche große Freude spürt? So ging und geht es uns – Dank Josh. Zumal er nicht nur einen kurzen Gruß in die Kamera schickte, sondern eine halbe Unterhaltung. Er ist ein toller Mensch, der sich für jeden einzelnen Fan Zeit nimmt und einem das Gefühl vermittelt, dass es hinter einem keine Schlange mit hundert weiteren Fans gibt.

Auch unser Zusammentreffen mit Robbie bekam noch eine besondere Note: Wir gaben ihm einen Druck meiner Zeichnung von ihm und Stephen. Dank seiner Frau Italia wissen wir auch, dass der Druck es sicher zu ihnen nach Hause geschafft hat. Meine persönliche Herausforderung ist – und das geb ich nicht gern zu –, dass seine Frau meinte, meine Zeichnung zeige zwar klar Robbie, würde sie aber irgendwie an Ian Somerhalder erinnern. Wer mich kennt, weiß, welchen Einfluss Ian auf mein Leben hatte und auch hat. Ich bin ein Perfektionist und ich wollte Robbie und nicht Ian zeichnen. Ich werde wohl weitere Robbies zeichnen, um Ian aus meinen Zeichnungen zu verbannen…

Passenderweise: Ich glaube, jeder Autor überlegt, wer wen spielen würde, sollte das eigene Buch jemals verfilmt werden. Da Ian – so sehr er auch wie Dariel aussieht – inzwischen zu alt für diese Rollte ist, hatte ich tatsächlich Robbie als ›Zweitbesetzung‹ ersehen. Also ja: Sie haben auch jenseits meiner Zeichnungen eine deutliche Ähnlichkeit. Das ist mir wenigstens ein kleiner Trost.

Das Highlight am Samstag war aber natürlich Stephens Nocking Point Party, seine Weinparty. Insider könnten verwirrt sein: Hä? Mary trinkt doch gar keinen Alkohol? Was will sie auf einer Weinparty?

Nun. Ich habe Freunde, die gern Wein trinken und einer muss sie sicher nach Hause bringen. Außerdem hatte ich am Nachmittag auf dem HVFF spontan Andrew (Stephens Freund und Mitbegründer des Weinlabels) gefragt, ob sie nicht noch einen Fotografen gebrauchen können – und schon hatte ich eine sinnvolle Aufgabe für den Abend. Die Stimmung war ausgelassen, die Musik laut, die Gäste irgendwann recht angeheitert. Dafür sorgten auch die investigativen Fragen, die Nick seinem besten Freund Stephen und dessen Familie stellte, und die Fotos von nackten Hintern und anderen schonungslosen Tatsachen. Wir lernten James kennen, den Veranstalter von HVFF und lernten, dass das Event erfreulicherweise auch nach Deutschland kommen wird. Der Haken: Damit hab ich keine Ausrede mehr, um erneut nach London zu fahren.

Jenseits davon war meine schönste Zeit an diesem Tag eigentlich die eine Stunde, die ich allein vor dem Eingang der Party wartete, weil Ines ein VIP war und ich nicht (das hielt ich als Nicht-Wein-Trinker dann doch für zu übertrieben). Während drinnen fleißig Prominente angeschwärmt wurden, unterhielten wir uns gut in unserer Schlange aus ›Normalos‹, alberten mit der Security herum merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging.

Ich finde, es gibt immer zwei Wege, mit einer Situation umzugehen, die einem im ersten Moment nicht gefällt: Meckern und Zetern oder das Beste draus machen. Natürlich kann man schmollend und genervt in einer Schlange warten. Man kann sich aber auch stattdessen mit den Menschen um sich herum anfreunden, zusammen Gummiebärchen essen und sich auf das freuen, was vor einem liegt. Diese ehrenvolle Einstellung kann niemand immer haben. Manche Tage sind einfach doof. Aber je häufiger es klappt, negative Momente in positive Chancen zu verwandeln, desto besser wird der Tag.

Heute hab ich die Bilder der Nocking Point Party für Euch – die vom HVFF gibt’s erst morgen. 😉

Nocking Point Party London 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VI: Mr. Amell

Mister Amell. Heiß. Die Begeisterung steigt.

Der Freitag sollte ursprünglich für mich ein entspannter Tag werden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mit am Vormittag in einen der schönen Parks zu setzen und zu schreiben. Stattdessen fand ich mich am Morgen zusammen mit Ines am vorderen Ende einer Schlange wieder, die gern britisches Fernsehpublikum im Studio von Loose Women werden wollte. Wenig später wurden wir von einem hochmotivierten Einheizer in beste Stimmung versetzt und lachten schon, bevor John Barrowman als Batmans Robin ins Studio tänzelte und Stephen Amell von Backstageschwertkämpfen sprach. Wir wurde Zeuge einer Musical-reifen Dirty Dancing Szene mit John und lachten so viel wie lange nicht mehr. Alles in allem ein toller Start in den Tag.

Danach machten wir uns im Stechschritt auf den Weg nach Olympia – nein, nicht als Sportler. Wir wollten uns unsere Tickets für das Heroes and Villains Fanfest abholen, das Samstag und Sonntag dort stattfinden würde. Als wir ankamen, stellten wir verwirrt fest, dass es keine richtige Schlange gab. Schon hier begannen wir zu ahnen, wie gut die Organisation dieses Events klappen würde. Wenige Minuten nach unserer Ankunft verließen wir Olympia auch schon wieder – mit unseren VIP-Bändchen (wir haben uns dank eines Sonderangebots diesen Luxus leisten können und hätten keine bessere Entscheidung treffen können) und viel Vorfreude.

Nach einem stärkenden Zwischenstopp zusammen mit einer fröhlich-bunten Meute Amellscher Fans, machten wir uns auf den Weg zum Tape London. Dort würde in Kürze Stephens Fuck Cancer Party starten, ein Charityprojekt, dass er motiviert durch den Kampf seiner Mutter gegen den Krebs ins Leben gerufen hat. Die Stimmung war gut, jeder bekam zum Einlass sein FC-Shirt – die Eintrittskarte. Aber während die anderen noch warten mussten, durfte ich den Club schon betreten – denn ich war einer der offiziellen Fotografen für das Event. Ich habe mich sehr darüber gefreut, diese Chance zu bekommen. Allein schon, weil ich Events nur wirklich genießen kann, wenn ich meine Kamera benutzen darf.

Das Tape ist eine wirklich tolle Location. Gemütliche Sitzecken, ein tolles DJ-Pult und stilvolle Beleuchtung – auch wenn letztere unsere Kameras doch vor einige Herausforderungen gestellt hat. Mein Highlight der Party war eigentlich die Musik (Sorry, Stephen): Favoriten und Dauerohrwürmer wechselten sich ab. Gefühlt zu jedem zweiten Song hatten Ines und/oder ich eine Geschichte. Darüber hinaus war meine Lieblingsbeschäftigung neben dem Fotografieren das Unterhalten der Gäste. Zu beiden Seiten des DJs waren Kastenartige Konstruktionen aufgebaut, deren Streben erst blau und später rot leuchteten. Ich stellte mich am liebsten in diese Kästen/Käfige. Von dort aus konnte ich sowohl den VIP-Bereich und den DJ, als auch die Menge der feiernden Gäste fotografieren – und die Stimmung aufheizen. Zumindest hoffe ich das, ich weiß ja nicht, ob ich Euch eher genervt habe. Zumindest flogen mir keine Fuck-Cancer-Muffins ins Gesicht. Ich deute das als ein gutes Zeichen.

Schade fand ich, dass sich Stephen und seine Familie und Freunde früh in einen separaten Raum zurückzogen. Aber verständlich war es trotzdem. Die Schlange der Fans, die auf kostenlose Fotos und Autogramme hofften und den VIP-Bereich belagerten anstatt zu feiern, wurde und wurde nicht kürzer. Schade für die, die einfach nur in seiner Gesellschaft feiern wollten. Zumal er ja an den kommenden beiden Tagen für Fotos und Autogramme rund um die Uhr zur Verfügung stehen würde.

Als wir irgendwann – wegen vorübergehender Taubheit – schreiend vor dem Club über unseren Heimweg diskutierend, fiel die Wahl schließlich auf ein gemeinsames Taxi nach Olympia. Zu sechst war das ein erschwinglicher Preis und Ines und ich konnten ›Eine Fahrt mit einem Londoner Taxi‹ auf unserer To-Do-Liste abhaken.

Nach dieser Woche waren wir erledigt. Aber wir ahnten schon, dass das Wochenende auch nicht ruhiger werden würde. Aber lest selbst. Morgen.

Werft einen Blick auf die abendliche Party:
Fuck Cancer Events London 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part V: London

London Baker Street. Hitzig. Die Ekstase steigt.

›Wenn man alles Unmögliche ausschließt, muss das, was übrigbleibt, so unwahrscheinlich es auch ist, die Wahrheit sein.‹ So unwahrscheinlich es auch ist, dass man eine Begegnung mit der Queen, eine Entdeckungstour durch meine Lieblingsstadt oder die Vielfalt von Camden Market noch toppen kann… so unwahrscheinlich es auch ist, etwas zu finden, das auf irgendeine Weise höher ist als das London Eye… am vierten Tag begegneten sowohl Ines als auch ich unserem jeweiligen Highlight. Ich dem King of Deduction und sie Oliver Queen alias Stephen Amell.

Wie wo was? Wo begegnet man denen denn in freier Wildbahn? Nun, das geht in etwa so…

Unsere erste Station an diesem sonnigen Sommertag, war die 221B Baker Street. Die Straße, die in meinem Kopf interessanter ist als irgendeine andere in London. Ich werde mich bemühen, es mit meinen Beschreibungen nicht zu sehr zu übertreiben, aber versprechen kann ich nichts. Ich mag die Figur des Sherlock Holmes einfach schon zu lang. Sollte irgendjemand einen wahren Sherlock dieser Tage kennen, dann würde ich mich freuen, ihm vorgestellt zu werden. Ich wäre neugierig, was er deduzieren würde.

Das Sherlock Holmes Museum in der Baker Street ist wirklich eine Augenweide für Holmes-Freaks wie mich. Selbst der kleine Shop ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet. Und die Wohnung von Holmes und Watson wirkt, als wären sie gerade wegen eines Falls unterwegs und würden jeden Augenblick zurücksein. Selbst das Personal passte dazu. Ich rechnete jeden Augenblick damit, dass Mrs Hudson um die Ecke biegt und sagt ›I’m not your housekeeper!‹.

Ich konstatiere, dass mir eine Violine recht gut zu Gesicht steht. Vielleicht sollte ich es mal damit versuchen… aber noch ein ›Hobby‹ mehr? Als Autor bin ich dann wohl auch eher Dr. Watson. Dazu passt ja auch meine Verehrung für Holmes Verstand. Auf den Fotos aus der Baker Street jedoch, ist es Ines, die Watsons Hut trägt. Da konnte ich Sherlock einfach nicht aus der Hand geben.

Aber ich versprach, mich zurückzuhalten. Unsere Mittagspause verbrachten wir in meinem so erkorenen Lieblingspark: Regents Park. Die Atmosphäre war toll. Wir genossen ein Picknick im Halbschatten und hofften auf Eichhörnchenfotos. Die flauschigen Kerlchen trauten den komischen Ausländerinnen aber nicht und beobachteten uns lieber nur mit Sicherheitsabstand. Schön wars trotzdem.

Nach einem kleinen Abstecher in die North Gower Street (die Straße, in der Benedict Cumberbatch seine 221B hat), machen wir uns auf den Weg zu unserer ersten echten britischen Teaparty in Fitzrovia. Dort trafen wir uns mit zwei reizenden Mitstreitern: Cat und Michael, die am Wochenende das gleiche Mammut-Stephen-Amell-Programm erwarten würde wie uns.

Dementsprechend war die Gesprächsthematik während des Tees klar. Nun ja. Wer mich kennt, weiß, dass man mich mit Tee jagen kann und so bestellte ich zum Gram aller wahren Briten eine heiße Schokolade. Was soll ich machen? Die Küchelchen und anderen Köstlichkeiten, die sich auf unseren Tisch verirrten, machten so satt, dass wir auch ohne Tube danach nach Hause hätten rollen können.

Und als wir so gen Ausgang kugelten,  sahen wir einen schwarzen Van mit getönten Scheiben vor dem Eingang stehen. Wir ahnten, dass dieser Van zu einem wichtigeren Hotelgast gehören könnte. Dennoch – oder gerade deswegen – sahen wir zu, dass wir auf die andere Straßenseite kamen. Natürlich ist das eine tolle Chance, jemanden aus der Nähe zu sehen, den man sonst nur im Fernsehen sieht. Aber jeder von uns hat schon mal nach einer längeren Anfahrt in ein Hotel eingecheckt – vielleicht sogar mit, zumindest aber als Kinder. Das ist Stress pur. Ist das Gepäck komplett da? Hat die Reservierung geklappt? Die Kinder sind müde, die Eltern auch. In so einer Situation braucht niemand Menschen, die nach Fotos oder Autogrammen betteln.

Wir freuten uns also über den kurzen Anblick aus der Ferne – denn just, als wir die Straßenseite gewechselt hatten, fuhren zwei weitere schwarze Limousinen vor und unter anderem Stephen stieg aus – und beschlossen, stur unseren eigenen Tagesplänen zu folgen. Einer dieser Pläne sah vor, dass Cat Ines in einem Pub ihr erstes Bier bestellte. Gesagt getan. Wir liefen ziellos ein paar Querstraßen weiter, bis uns ein Pub gefiel. Wir standen nur wenige Minuten vor dessen Tür – Cat und Ines je mit einem halben Bier in der Hand –, als zwei Gestalten die Straße hinaufkamen, die uns gleich erschreckend bekannt vorkamen: Stephen und seine Frau Cassandra steuerten Hand in Hand direkt auf den Pub zu. Wir traten die Flucht in den Pub an, nur um dann an der Bar gewissermaßen mit den beiden zusammenzustoßen. Es dauert nur Sekunden, bis Stephen erst sein Fuck-Cancer-Charity-Shirt an Cat erkennt und dann sie selbst.

Eine gute halbe Stunde mit guten Gesprächen später verlassen sechs Menschen diesen Pub. Zwei mit einem freundlichen Gruß auf den Lippen (Stephen und Cass), zwei mit einem abwesenden Grinsen im Gesicht (Ines und Cat) und zwei mit einem Handy in der Hand, um ›Stell Dir vor, was uns gerade passiert ist‹-Nachrichten zu verschicken (Michael und ich). Und so trug es sich zu, dass Ines und ich am Montag die Queen und am Donnerstag den Queen trafen. Ein besonderes Erlebnis, das sich weder planen noch wiederholen lässt und an das keine Begegnung der kommenden Tage heranreichen kann. Aber was sich am Wochenende noch so zugetragen hat, erfahrt ihr im letzten Teil meines Travel Reports. Denn der Pub war nur der Beginn unserer Amell-Zeit.

 

Weil wir an diesem Tag verhältnismäßig viel genascht und wenig gelaufen waren (noch keine gut 30.000 Schritte, wie an den anderen Tagen), hängten wir noch einen abendlichen Spaziergang durch den berühmten Hyde Park dran. Aber wir waren uns einig, dass uns St. James und Regents Park besser gefallen hatten. Der Hyde Park erinnerte mich an den Berliner Tiergarten und wir waren froh, noch in der Dämmerung am anderen Ende angekommen zu sein und nicht erst in völliger Dunkelheit. Nichts desto trotz tat uns und unseren erhitzten Gemütern der kleine Auslauf gut.

Der Donnerstag war in seiner Zusammensetzung genau die richtige Mischung aus London-Erfahrungen und Stephen – und mit ihm der Übergang hin zum Event-lastigen Wochenende.

Wie immer an dieser Stelle der Link zu den Bildern des Tages:

London Tag 4


London Baker Street. Hot. The ecstasy rises.

„If one excludes everything that is impossible, what remains is as unlikely as it is to be the truth.“ It is also unlikely that a meeting with the Queen, a discovery tour through my favorite city or the variety of Camden Market can be topped… as unlikely as it is to find something that is somehow higher than the London Eye … on the fourth day both Ines and I met our respective highlight. For me it was the King of Deduction and for her it was Oliver Queen aka Stephen Amell.
How? Where? What? Where does someone encounter them in the wild? Well, let’s talk about it …
Our first stop on this sunny summer day was the 221B Baker Street. The street which is more interesting for me than any other in London. I will try not to exaggerate it with my descriptions, but I can promise nothing. I like the figure of Sherlock Holmes just too much. If anyone knew a true Sherlock these days, I would be gladly to be introduced to him. I would be curious what he would deduce.
The Sherlock Holmes Museum at Baker Street is really a feast for Holmes freaks like me. Even the small shop is designed with so much attention to detail. And the apartment of Holmes and Watson looks as if they were on the road because of a case and would be back at any moment. Even the staff fit in. I expected Mrs. Hudson to turn around the corner at any moment and say, „I’m not your housekeeper.“
I must say that a violin looks quite good on me. Maybe I should try it some times … but another „hobby“? As an author, I am probably more Dr. Watson. My worship for Holmes brain fits well there. However, on the photos from Baker Street it’s Ines who is wearing Watson’s hat. I could not give Sherlock out of my hands. But I promised to hold back. We spent our lunch break in my favorite park: The Regents Park. The atmosphere was great. We enjoyed a picnic in half shade and hoped for squirrel photos. The fluffy guys did not trust the strange foreigners and rather watched us in a safe distance. It was nice. After a short detour to North Gower Street (the street where Benedict Cumberbatch has his 221B), we head off to our first real British Teaparty in Fitzrovia. There we met with two lovely companions: Cat and Michael, who would expect the same mammoth „Stephen Amell program“ at the weekend as us. Accordingly, the conversation was clear during the tea. Oh well. Anyone who knows me knows that I don’t like tea and so I ordered to the grief of all true Brits a hot chocolate. What should I do? The little cakes, scones, sandwiches and other delicacies sated us so much that we could have rolled home without a tube.

As we were heading to the exit, we saw a black van with tinted windows in front of the entrance. We suspected that this van could belong to an important hotel guest. Still – or just because of it – we watched that scenario from the other side of the road. Of course, this is a great opportunity to see someone close up, who is usually only seen on TV. But every one of us knows how much stress it means to check in after a long journey to a hotel- with kids. Is the baggage complete? Did the reservation work? The children are tired, the parents too. In such a situation nobody needs people who are begging for photos or autographs.

So we were happy about the short sight from afar – just as we had changed the road, two more black limousines were arriving and surprisingly Stephen Amell stepped out. After a few seconds watching them get into their hotel, we decided to follow our own schedule. One of those plans included ordering Ines first beer in a pub. Said and done. We walked aimlessly a few crossroads, until we liked a pub. We were standing just a few minutes in front of that door – Cat and Ines with half a beer in their hands- when two persons came up the street, which looked strangely familiar to us: Stephen and his wife Cassandra heading to the pub hand in hand. We stepped into the pub, just to bump into them at the bar. It only took seconds before Stephen first recognized his Fuck-Cancer-Charity-Shirt (which Cat was wearing that day) and then her.
A good half hour with good talks later, six people left this pub. Two with a friendly greeting on the lips (Stephen and Cass), two with an absent grin on their faces (Ines and Cat) and two with a cell phone in their hands, to send ‚Imagine what happened to us‘ messages (Michael and I). And so it happened that Ines and I met the Queen on Monday and another Queen on Thursday. A special experience that can neither be planned nor repeated and to which no meeting of the coming days can reach. You will find out what happened during the weekend in the last part of my travel report. The pub was just the beginning of our Amell time.

Because on this day we had a lot of nibbles and just a little walk (not as good as 30,000 steps, as on other days), we finished the day with an evening stroll through the famous Hyde Park. But we agreed that we liked St. James and Regents Park better. The Hyde Park reminded me of the “Berlin Tiergarten” and we were glad to have arrived at the other end at dusk and not only in complete darkness. Nevertheless, the small tour did good to us and our heated minds.
Thursday was in its composition exactly the right mixture of London experiences and Stephen – and with it the transition to the event-heavy weekend.
As always at this point: The link to the pictures of the day is within the picture above or here.

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part IV: London

London Camden Market. Sommerlich. Der Nervenkitzel steigt.

Tag Drei – alias der Tag der Abenteuer begann wieder deutlich sonniger. Um nicht zu sagen: Es war heiß. Hatte nicht jeder behauptet, in London würde es immer regnen? Bisher war uns noch kein einziger Tropfen begegnet.

Unser erstes Abenteuer führte uns am Vormittag auf den Camden Market. Das war ein ›Geheimtipp‹, den Ines bekommen hatte. Als wir aus der stickigen Tube stiegen und ringsum nur zwei kleine Budenansammlungen fanden mit Touri-Krempel, kroch uns die Enttäuschung in die Knochen. Vor allem Ines war sie deutlich anzusehen – hatte sie mich doch überredet.

Warum ich ihr für kaum etwas so dankbar bin, wie für diese Idee, werdet ihr jetzt erfahren:

Die Souvenirstände waren nur zum Abgreifen von verwirrten Touries wie uns gedacht. Zum Glück ließen wir uns aber nur kurz verwirren und liefen dann stur weiter die Straße hinauf – in der vagen Hoffnung, nicht völlig umsonst hergekommen zu sein. Und schon diese Straße – die Camden High Street – schien sich zu lohnen. Die Häuserwände waren wie riesige Leinwände und die Straße eine einzige Galerie. Es gab kein Haus, das nicht bemalt und unglaublich kreativ umgestaltet worden war – dreidimensional. Da schlängelten sich Drachen übers Dach, riesige Schuhe liefen die Wände hinauf und Engel in der Höher der Häuser erhoben sich darüber. Zu beschreiben, was wir gesehen haben, so dass Ihr es nachvollziehen könnt, ist schwer. Die Szenerie war einfach zu absurd! Und das sagt eine Autorin, die gerade an einer ganzen Fantasywelt schreibt und die bildlich beschreiben kann… Aber zum Glück bringt dieser Bericht ja auch genügend Fotos mit sich. Das sollte helfen.

Und dann war es endlich so weit. Wir erreichten einen der vielen Eingänge zum echten Camden Market und als wir ihn betraten wussten wir, dass wir jetzt richtig waren. Und selbst wenn wir nicht richtig gewesen wären – hier hätten uns keine zehn Pferde so schnell wieder fort bekommen. Eigentlich ist Camden Market gar nicht ein Markt. Es ist vielmehr eine unstet gewachsene Masse von unzähligen völlig verschiedenen Märkten. Zuerst betraten wir einen kleinen Bereich, der durch eine Eisen-Glas-Konstruktion überdacht war und in dem es vor allem handgemachten Schmuck gab. Dann betraten wir ein Haus mit zwei Etagen und einem Lichthof in der Mitte. Die Säulen, die ihn trugen, waren bunt und wunderschön verziert. Auch hier gab es vor allem Kunst zu sehen. Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Stoffe… Wir glaubten, alles gesehen zu haben, als wir auch in die zahlreichen Nebenräume und Nischen geschaut hatten, doch dann entdeckten wir, dass einer dieser Nebenräume einen Ausgang hatte, der auf eine Brücke führte. Von der Brücke aus sahen wir überall Boden, wir durchquerten ein weiteres Haus und landeten auf dem Umgang eines großen Innenhofs am Wasser. In der Mitte schwammen Boote, ringsum stand Bude an Bude – in jeder roch es köstlicher als in der zuvor. Beim Versuch, uns zu entscheiden, flüchteten wir durch einen weiteren Durchgang – diesmal zu ebener Erde – und landeten in einer Art gestreckten Innenhof. Hier gab es Kleider über Kleider und zu meinem Leidwesen einen Stand mit alten Kameras und Schreibmaschinen. Hätte ich nicht schon auf dem Hinflug eine obszöne Summe von meiner Kreditkarte hobeln müssen, um mein Übergewicht zu bezahlen (das meines Koffers, mich haben sie so mitgenommen), dann wäre ich schwach geworden. Oh ich wäre so, so gern schwach geworden.

Wir zwangen uns zum Geld Sparen und liefen stur den Hof hinunter und glaubten, nun endlich das Ende erreicht zu haben. Aber am Ende des Hofs erkannten wir, dass sich zu unserer Linken eine weitere ›Gasse‹ an den Hochbahngleisen entlangschlängelte. Hier waren wieder die deftigen Gerüche der verschiedenen Food-Booths vorherrschend. Wir zwangen uns vorbei an lauter Leckereien und standen dann – auf dem ersten Blick – in einer Sackgasse. Bei genauerer Betrachtung stellten wir aber fest, dass sich der Weg dreiteilte. Systematisch arbeiteten wir uns durch und stellten fest, nun im Horse Tunnel Market zu sein. Von dort ging es zum Stables Market.  Überall waren schöne Schnitzereien mit Pferdeköpfen, Bronzefiguren und Geschäfte in ehemaligen Stallungen. Das Flair dieses Marktes ist ebenso unbeschreiblich wie die Art Gallery Straße davor. Er zeigt eine Vielfalt, wie ich sie nicht einmal auf Suqs in Damaskus oder Kairo gesehen hatte. Und schon, sich einmal im Kreis zu drehen, sorgte dafür, dass man neue Geschäfte sah und im Austausch dafür vergaß, wo man hergekommen war. Aus unerfindlichen Gründen behielt ich dort den Überblick – eine Tatsache, die uns davor rettete, auf diesem Markt als vermisst zu gelten. Aber mit jeder Tür, jeder Treppe, jeder Kurve krochen wir tiefer in diesen unendlichen Kaninchenbau. Immer wieder lasen wir Schilder a la ›Walk here for more shops‹.

Als wir uns dann doch noch für ein Mittagsmahl entscheiden hatten können, drängte die Zeit auch schon für mein nächstes Highlight. Wir machten uns auf den Weg nach Waterloo (Shit! Ist dieser Bahnhof groß!) und liefen dann an der Themse entlang zum London Eye – mit einem kleinen Abstecher auf die Golden Jubilee Bridge. Wir winkten Mister Bond und unseren Kollegen vom MI6 und flanierten über den The Queen’s Walk zum London Eye.

Nach langen Kämpfen mit sich selbst entschied sich Ines doch eher für die Observation vom Boden der Tatsachen und sonnte sich in den Jubilee Gardens, während ich mich mit unserer Volunteer Agentin Anika und ihrem Freund auf das Eye wagte, um uns einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Ich gebe zu, dass gerade angesichts der erhöhten Polizei- und Militärpräsenz (noch immer und noch mehr Hubschrauber, Polizisten und Bewachung) auch ich mich fragte, ob ich heute unbedingt auf dieses Riesenrad muss. Aber ich wagte mich hinein und ich bereue es nicht. Die Fahrt war jeden Cent wert. Eine halbe Stunde lang schwebten wir über London. Wie zuvor mit Petrus abgesprochen, kam pünktlich, als ich oben ankam, eine Wolke, die die Sonne verdeckte, so dass ich einigermaßen gute Bilder machen konnte. Ich war erstaunt wie ruhig sich die Kabinen bewegten. Man merkte kaum, wie wir höher und dann wieder tiefer stiegen – bis wir wenige Meter vor dem Ausstieg doch kurz anhielten. Ein kleiner Schreckmoment, der leider zu niedrig war, um aus fotografischer Sicht etwas vom Stillstand zu haben.

Wieder mit Ines vereint, machten wir uns auf den Weg zum Tower of London. Denn nun stand uns noch unser letztes Abenteuer für diesen Tag bevor: Die Grim Reapers Tour durch London. Wieder drei Stunden. Wieder mit Ivo, unserem illustren Guide. Auf dieser Tour gelang es mir zu meiner Freude schon viel häufiger, nicht nur zu knipsen, sondern zu fotografieren. Abendliche Straßenschluchten, der Sonnenuntergang, der sich in den Glasfassaden spiegelt, Kontraste zwischen alter und neuer Architektur und die Schatten, die immer länger werden, geben großartige Motive ab. Und ganz nebenbei erfahren wir mehr über die dunkle Geschichte Londons. Das schaurigste an der Tour waren allerdings unsere Füße, die uns am Ende drohten, uns umzubringen. Kein Wunder also, dass wir am Mittwoch völlig erledigt in unsere Betten fielen.

Wollt Ihr Euch auch ein Bild machen? Wie zuvor an dieser Stelle die passenden Fotos:

London Tag 3


 

London Camden Market. Summerly. The thrill rises.

Day Three – alias The Day of Adventures began again clearly sunny. Not to say: It was hot. Hadn’t everyone claimed that London would always be grey and rainy? So far we had not encountered a single drop.

Our first adventure took us to the Camden Market in the morning. This was a „secret tip“ that Ines had received. As we got out of the stuffy tube and found only two small stalls gathered around with tourist stuff, the disappointment crept into our bones. Especially Ines, she was clearly disappointed since she had persuaded me.

Why I am so grateful to her for this idea, you will now learn:
The souvenir shops were only meant to catch confused tourists like us. Luckily, however, we were only confused for a moment, and then ran stubbornly up the street, in the vague hope of not having come here for nothing. And already this street – the Camden High Street – seemed to be worthwhile. The walls of the houses were like huge canvasses and the street was a single gallery. There was no house that had not been painted and unbelievably creative – three-dimensional. There was a dragon dragged over the roof, huge shoes ran up the walls and angels in the higher houses rose above it. To describe what we have seen so that you can understand it is difficult. The scenery was just too absurd! And that says an author who is writing on a whole fantasy world and can describe it in pictures … But fortunately, this report also carries enough photos with himself. That should help.

And then it was finally time. We reached one of the many entrances to the real Camden Market and when we entered it we knew we were in the right place. And even if we had not been right – no one would get us out of here so quickly. Actually, Camden Market is not a market at all. Rather, it is an unstable mass of countless completely different markets. At first we entered a small area, covered with an iron-glass construction, where there was mainly handmade jewelry. Then we entered a house with two floors and a halo in the middle. The columns were colorful and beautifully decorated. Here, too, was mainly art. Paintings, drawings, sculptures, fabrics … We thought we had seen everything when we had also looked into the numerous adjoining rooms and niches, but then we discovered that one of these adjoining rooms had an exit that led to a bridge. From the bridge we saw ground everywhere, we crossed another house and landed on the dealings of a large courtyard on the water. Boats were floating in the middle, boulders were standing around on each side, each smelling more delicious than before. When we tried to decide for something to eat, we escaped through another passage – this time to level ground – and landed in a sort of stretched courtyard. There were clothes over clothes and, to my regret, a booth with old cameras and typewriters. If I had not already taken an obscene sum of my credit card for the flight to pay my overweight (of my suitcase, not mine), I would have give in. Oh, I would have given in with pleasure!

We forced ourselves to save money and ran stubbornly down the yard, believing that we had finally reached the end. But at the end of the farm we realized that there was another „alley“ on the left side of the road. Here again the strong odors of the various food booths dominated. We forced our way past all sorts of treats and then, at first sight, stood in a dead end. On closer inspection, however, we found that the way was threefold. We worked systematically through it and found ourselves in the Horse Tunnel Market. From there we went to Stables Market. Everywhere there were beautiful carvings with horse heads, bronze figures and shops in former stables. The flair of this market is just as indescribable as Art Gallery Street in front. It shows a variety like I had not even seen on Suqs in Damascus or Cairo. For some unknown reason, I kept the overview there – a fact that saved us from being considered missing in this market. But with every door, every staircase, every curve, we crept deeper into this infinite rabbit hole. Again and again we read signs a la> Walk here for more shops <.

When we were able to decide for a lunch, the time was already pressing for my next highlight. We made our way to Waterloo and walked along the Thames to the London Eye with a little detour to the Golden Jubilee Bridge. We waved Mister Bond and our colleagues from the MI6 and strolled across the The Queen’s Walk to the London Eye.

After long struggles with herself, Ines decided stay on the ground and sunbath at the Jubilee Gardens, while I met Volunteer agent Anika and her friend at the Eye to give us a small overview. I admit that I was wondering if I have to go to this ferris wheel today, especially with the increased police and military presence (still and even more helicopters, policemen and guards). But I dared to go inside and I do not regret it. The ride was worth every penny. For half an hour we hovered over London. As previously agreed with Petrus, when I reached the top, a cloud covered the sun so that I could make some good pictures. I was amazed how quiet the cabins moved. We could hardly see how we climbed higher and then lower – until we stopped a few meters before the exit. A small moment of fright. It was unfortunately too low to be able to make something out of it from a photographic viewpoint.

Once again united with Ines, we set off for the Tower of London. For now we had our last adventure for this day: the Grim Reapers tour through London. Again three hours. Again with Ivo, our illustrious guide. On this tour I succeeded to my pleasure more often, not only to snap, but to photograph. Evening canyons, the sunset, reflected in the glass façades, contrasts between old and new architecture and the shadows that were getting longer gave great motifs. And by the way, we learn more about the dark history of London. The most gruesome thing on the tour, however, were our feet, which threatened to end us. No wonder, then, that on Wednesday we fell completely dead into our beds.

Would you like to get a picture? As before at this point please click on the matching photo above or here.

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part III: London

London Covent Garden. Locker bewölkt. Die Neugier steigt.

Tag Zwei ist da und beginnt etwas grauer und windiger als der gestrige. Werden wir doch noch das klassische, verregnete London zu Gesicht bekommen oder entspricht das Wetter nur meinem Wunsch, während unseres dreistündigen Stadtrundgangs etwas weniger heiß zu sein? Wir werden sehen…

Der morgendliche Blick aus dem Fenster bescherte uns 50 Shades of Walls. Da war die hölzerne Palisade, die unseren Garten aus Beton von dem der Nachbarwohnung trennte. Da waren die ehemals weiß gestrichenen Wände, die mit obskuren Mustern aus Rost, Dreck, Rissen und Löchern dekoriert waren. Und da waren die vielen Mauerwerke, die in Farbe, Höhe und Form variierten. Der graue Himmel nahm dagegen erstaunlich wenig Platz im Bild ein. Im Grunde war das gut so. Grauer Himmel war so schrecklich trist und demotivierend.

Als Wecker diente der Fernseher eines anderen Mieters, zusammen mit dessen Herumgetrampel über unseren Köpfen. Ein Soft Wakening, wie es die Sonne nicht vermocht hätte. Ein willkommener Grund, um sich – mit dem Bett im Chor ächzend – von der viel zu weichen Matratze zu rollen und dem neuen Tag eine Chance zu geben.

Nein, nein. So schlimm war es nicht. Vor allem nicht, da wir uns weder von Betonwänden noch von Wolken am Himmel die Laune hätten verderben lassen. Schon um einiges cooler zücken wir am Eingang der Tubestation unsere Oystercard und fahren zielstrebig zum Covent Garden. Dort startet unsere London-Tour. Drei Stunden quer durch die City – zu Fuß. Ivo, unser Guide, lässt die Tour verstreichen, als wären es drei Minuten gewesen. Mit Witz und Schlagfertigkeit bringt er uns London näher mit all seiner Architektur und Geschichte, seinen Macken und Menschen. Hashtag: ThePopeSucks. Und ich wünsche mir mehr Menschen wie ihn – in unseren Schulen als Lehrer.

Auf unserer Tour sehen wir zu viel, um sofort alles zu behalten: Viele große Plätze mit schicken Springbrünnen und einem überdimensionalen Daumen (Trafalgar Square), Uhrentürme, deren Glocken von dicken Männern entworfen wurden (Big Ben), Kirchen, für deren Gottesdienste die Menschen einen Kilometer weit anstehen (Westminster Abbey), Parlamentsgebäude, die älter aussehen als sie sind (Palace of Westminster), düstere Gassen, in denen dunkle Magie gewirkt wird (Harry Potters Nokturngasse).

Wir sehen alte Backsteinhäuschen zwischen gläsernen, modernen Riesen, öffnen mit dem Handy in der Hand rote Telefonzellen und versuchen Busse zu kriegen – aufs Bild, denn wir laufen trotzdem lieber (Rush Hour in der Tube reicht uns als öffentliche Sauna-Erfahrung). Wir flanieren durch den St. James Park, legen uns mit Tauben und Gänsen an und finden unsere zukünftige Lieblingsanlaufstelle, wenn wir Hunger bekommen: Pret a Manger. Lecker, frisch und nachhaltig.

Und dann passiert endlich, was ich bis dahin schon vermisst hatte: Fotografieren. Während der Tour war das, was meine Kamera machte, maximal Knipsen. Aber nun, da wir allein nochmal ein paar besonders schöne Flecken der Route aufsuchten, kann ich endlich fotografieren. Ines ist ein zauberhaftes Model und eine engagierte Schülerin, wenn es darum geht, auch mich mal vorm Big Ben zu fotografieren. Der natürliche Lebensraum des Fotografen ist bekanntlich hinter der Kamera. Wir stellen uns nicht gern selbst vor die Linse. Aber hier in London freue ich mich über jede Erinnerung, die auch mich in dieser schönen Stadt zeigt. Dafür klettern wir sogar auf Brückengeländer. Ich habe Mama Themse gebeten, uns nicht ins Wasser zu holen (Wer wissen will, warum, der sollte ›Die Flüsse von London‹ lesen).

Schön war auch der blumige Ausklang unseres Tages: Während das Sonnenlicht immer goldener wurde, kamen wir wieder bei Covent Garden an. Wir lauschten erst einer Opernsängerin in einer der Markthallen und setzten uns dann zwischen die Säulen am Rande des Spektakels und genossen das Gitarrenspiel eines Straßenmusikers. Um uns herum rauschte der Trubel der Großstadt und um uns herum stand die Zeit still. Ein perfekter Abend.

Bei allem Schönen und Aufregenden werde ich aber auch den Schatten nicht vergessen, der über diesem Tag und auch den folgenden lag: Der Anschlag von Manchester. Wir erfuhren erst am Morgen davon und waren wie gelähmt. Wie wohl viele Menschen in London drehten wir uns immer einmal mehr um. Den ganzen Tag über kreisten mehrere Hubschrauber über der Stadt, überall war schwer bewaffnete Polizei und es verging keine halbe Stunde, in der man nicht irgendwo Sirenen hörte. Ob das im Zweifelsfall einen Anschlag verhindert hätte, wussten wir nicht, aber wir verstanden, dass diese Präsenz vor allem eins war: Eine Beruhigung für all die Menschen, die nun etwas nervöser durchs Zentrum Londons liefen. Wer hätte ahnen können, dass es kurz nach unserer Heimkehr tatsächlich zu einem weiteren Anschlag – diesmal direkt in London – kommen würde…

Aber ich möchte meinen Bericht nicht zu sehr mit diesen Ereignissen trüben. Denn London hat es nicht verdient, dass der Terror einen größeren Platz in unseren Köpfen einnimmt, als all die Schönheit und Freiheit, die diese einzigartige Stadt zu bieten hat. Ich möchte nur ein kleines Stückchen Platz schaffen für die, die wegen dieses Abends am 23. Mai nicht mehr unter uns sind.

Aber wenn mir dieses schreckliche Ereignis etwas klargemacht hat, dann wie schnell das Leben enden kann – egal wie alt oder gesund wir sind, egal wie viel wir noch mit unserem Leben vorhaben. Und genau deshalb hat kein Terror und kein Unglück das Recht, uns einen Teil unserer begrenzten Zeit hier auf Erden streitig zu machen. Und genau deshalb sind wir nicht erschrocken zurückgeflogen, sondern haben London mit noch mehr Begeisterung und Leidenschaft kennengelernt. Der Terror hat keine Aufmerksamkeit verdient. Das Leben verdient die Schlagzeile.

Und damit ihm auch nicht das letzte Wort gilt, schicke ich Euch hiermit weiter zu den passenden Fotos des Tages:
London Tag 2


 

London Covent Garden. Cloudy. The curiosity rises.

Day two is here and starts a bit more grey and windier than yesterday. Will we still get to see the classic, rainy London, or does the weather only correspond to my desire to be slightly hotter during our three-hour tour of the city? We will see… The morning view from t

 

he window gave us 50 Shades of Walls. There was the wooden palisade, which separated our concrete garden from that one of the neighbor apartment. There were the white-painted walls, decorated with obscure patterns of rust, dirt and holes. And there were the many masonry structures that varied in color, height and shape. The grey sky, on the other hand, took up surprisingly little space in the picture. Basically that was good. Grey sky is so terribly dreary and demotivating. The television of another room served as an alarm clock, along with the owner’s trampling over our heads. A soft wakening. A welcome reason to get up and give the new day a chance. No no. It was not so bad. Above all, we had not let ourselves be spoiled by concrete walls or clouds in the sky. A lot more confident then yesterday we arrived at the entrance of the tube station with our Oystercards and drove purposefully to the Covent Garden. Our London tour starts there. Three hours across the city – by foot. Ivo, our guide, lets the tour pass, as if it had been three minutes. With jokes and repartee, he brings us closer to London and all its architecture and history. Hashtag: ThePopeSucks. And I want more people like him – in our schools as teachers.

On our tour, we see too much to keep it right away: many large squares with fancy fountains and an oversized thumb (Trafalgar Square), clock towers, whose bells were designed by fat men (Big Ben), churches where people are waiting in line for their worship services (Westminster Abbey), Parliament buildings that look older than they are (Palace of Westminster), dark alleyways where dark magic works (Harry Potter’s Knockturn Alley). We see old brick houses between glassy, modern giants, open cell phones with red phone cells and try to get buses – in the picture, because we prefer to run (Rush Hour in the tube is enough for us as a public sauna experience). We stroll around the St. James Park, we mess with pigeons and geese and find our future favorite spot when we get hungry: Pret a Manger. Delicious, fresh and lasting. And then finally, what I had already missed: photography. During the tour, what my camera did was snapping. But now that we have once again visited a few particularly nice spots of the route, I can finally take pictures. Ines is an enchanting model and a dedicated student when it comes to taking pictures of me even in front of the Big Ben. The natural habitat of the photographer is known behind the camera. We do not like to stand in front of one by ourselves. But here in London I am happy about every memory that shows me in this beautiful city. For this we climb even on bridges. I have asked Mama Thames to not get us into the water (who wants to know why, should read „The Rivers of London“)

The flowery ending of our day was also beautiful: while the sunlight was becoming more and more golden, we came back to Covent Garden. We first listened to an opera singer in one of the market halls and then sat down between the columns on the edge of the spectacle and enjoyed the guitar playing of a street musician. Around us was the hustle and bustle of the big city, and the time around us stood still. A perfect evening.

With all the beauty and excitement I will not forget the shadow that laid over this day and the day afterwards: The attack of Manchester. We heard of it only in the morning and were paralyzed. Like many people in London, we always turned around. Throughout the day, several helicopters circled over the city, heavily armed police were everywhere, and no half an hour passed when we did not hear sirens anywhere. Whether this would have prevented an attack in case of doubt or not, we understood that this presence was above all one thing: a reassurance for all the people, who now ran a bit nervously through the center of London. Who could have guessed that shortly after our return to Germany, there would be another attack – this time directly in London …

But I do not want to muddle my report too much with these events. Because London does not deserve that terror takes a bigger place in our heads than all the beauty and freedom that this unique city has to offer. I just want to make a little bit of space for those who are no longer with us because of this evening on 23 May.

But if this terrible event has made one thing clear, then how fast life can end – no matter how old or healthy we are, no matter how much we still have with our lives. And precisely for this reason, no terror or misfortune has the right to contest a part of our limited time here on earth. And that is why we have not flown back in a frightened way, but have met London with even more enthusiasm and passion. Terror doesn’t deserve any attention. Life deserves the headline.

And so he does not have the last word, I would like to send you to the right photos of the day. Click on that strange round landscape-picture or here.

 

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part II: London

London Heathrow. Sonne. Die Aufregung steigt.

Die erste Aufregung ergriff mich schon, bevor ich auch nur Belgien verlassen hatte. Mein erster Alleinflug von Ausland zu Ausland. Ich hatte fürchterliche Panik davor, dass mein Gepäck nicht mit kann (wegen zu großem Übergewicht etc), dass ich nicht durch die Security komme (weil sie mein Kameraequipment als gefährlich erachten), dass der Brexit für irgendwelche Probleme sorgt und mein Personalausweis plötzlich nicht mehr reicht oder dass ich gar nicht erst den Flughafen pünktlich erreiche. Als ich dann über London kreiste und endlich hörte, wie die Räder zur Landung ausgefahren wurden, da begriff ich erst, dass ich nun tatsächlich London sehen, riechen, schmecken und erleben würde. Ich finde kaum Worte, um zu beschreiben, was ich in diesem Moment gefühlt habe (und ich bin Autor, ich finde eigentlich immer Worte!).

Meine ersten Bücher waren Kinderkrimis, meine ersten richtigen Krimis waren die von Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Will sagen: Ich bin ein riesiger Sherlock Holmes Fan – und das nicht erst, seit der in wesentlich attraktiverer, modernerer Form über den Bildschirm jagt. Es gibt viele Städte und Länder generell, die ich unbedingt besuchen will. Aber kein Land und insbesondere keine Stadt steht so weit oben auf meiner Liste wie London.

Als ich endlich gelandet war und mein Koffer es tatsächlich ebenfalls unbeschadet über die Nordsee geschafft hatte, wäre ich eigentlich am liebsten direkt in die Stadt gestürmt; aber da stand ich auch schon vor meiner ersten großen Geduldsprobe: Meine liebe Freundin Ines war noch immer in der Luft – irgendwo zwischen Berlin und London. Ich wartete also in der unterirdischen Halle, in der auch ihr Gepäck ankommen würde – eine gute Stunde lang. Das war die wohl längste Stunde meines Lebens. Aber umso größer war die Freude, als dann auch sie gut angekommen war und wir kurz darauf aufgeregt kichernd durch den Londoner Flughafen liefen – auf der Suche nach etwas Essbaren und der ›Tube‹. Wir hatten von einem Bekannten zwei Oystercards, das sind Fahrkarten im Kreditkartenstyle – wiederaufladbar und sehr praktisch. Wir kamen uns so cool vor, damit zu bezahlen (nachdem wir es endlich geschafft hatten, sie mit Geld zu füllen).

Ich merke, ich könnte aus der einen Woche in London ein ganzes Buch machen, wenn ich so detailliert weiterschreibe. Es ist wohl besser, das Erzähltempo etwas anzupassen: Die Queen, das London Eye, Sherlock Holmes, der Queen, Fuck Cancer, Nocking Point und Heroes and Villains Fanfest, Josh und British Airways.

Okay. Das war dann wohl wieder zu kurz. Versuchen wir es mit einem Mittelmaß:

Unser erstes – und in manchen Augen vielleicht größtes – Highlight fand nur wenige Stunden nach unserer Landung statt. Wir hatten uns unter Stöhnen und Jammern die Stufen an unserer Tubestation hochgequält (auf halber Strecke bekam ich Hilfe mit meinem knapp 30kg-Koffer), waren unter Seufzen und Schmachten durch die wunderschönen Nebenstraßen von Kensington gelaufen und hatten dann nach kurzer Suche unser Appartement bezogen (es war sicher nicht der schönste Fleck Londons, aber wir hatten ja auch nicht vor, dort viel Zeit zu verbringen). Nach einem kurzen Einkauf fürs Frühstück der kommenden Tage machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Eigentlich war Notting Hill unser Ziel, aber die dafür nötige Tube hatte gerade eine Signalstörung und kam nicht. Also fuhren wir kurzerhand in die Victoria Street. Wir wollten einfach etwas durch die Innenstadt wandern, uns wie Londoner fühlen und ab und an begeistert Taxis, Busse oder Telefonzellen anstarren. Dem ungewohnten Linksverkehr zum Trotz landeten wir nach wenigen Minuten am Buckingham Palace. Eine willkommene Überraschung. Wir machten ein paar klassische Touri-Selfies und ein paar bessere Fotos und dachten an nichts Böses, als wir plötzlich Hupen und Pfeifen hörten und uns und die Statue von Queen Victoria plötzlich eine Polizeieskorte umkreiste. Verdattert lehnten wir am Zaun, der das niedere Fußvolk von der Straße trennte und starrten direkt in das Gesicht der Queen, die klassisch winkend einen knappen Meter neben uns vorbeifuhr! Was für ein Start in eine unglaubliche Woche! Wir fühlten uns großartig und beschlossen, dass so ein ›Zufall‹ nur bedeuten kann, dass es eine großartige Woche wird.

Das Fazit des ersten Tages: London ist bunt und lebendig, ein Wirbelwind der Möglichkeiten und Pluralität. Diese ersten Stunden, in denen wir verzweifelt versuchten zu lernen, in welche Richtung man beim Überqueren der Straße zuerst gucken sollte, waren spannend und haben unsere Neugier geweckt.

Um Euch beim Lesen nicht zu erschlagen, werde ich meinen Londonbericht etwas unterteilen. Ich hoffe, das kommt Euch entgegen. Die Wartezeit könnt ihr mit den ersten Bildern überbrücken:

London Tag 1


London Heathrow. Sun. The excitement is rising.

The first excitement grabbed me even before I had left Belgium. My first flight from abroad to another foreign country. I had terrible panic that my luggage would not make it (because of too much overweight etc), that I wouldn’t come through the security (because they consider my camera equipment as dangerous), that the Brexit would cause any problems and my personal ID suddenly isn’t longer sufficient or that I do not reach the airport in time. As I flew over London and finally heard the wheels turn to the landing, I realized I would see, smell, tast and experience London. I hardly find words to describe what I felt at this moment (and I’m an author, I always find words!).

My first books were children’s criminals, my first real crime novels were those of Sir Arthur Conan Doyle and Agatha Christie. In fact: I am a huge Sherlock Holmes fan – and not only since the much more attractive, more modern form of Sherlock is on screen. There are many cities and countries in general that I want to visit. But no country and especially no city is so far up on my list as London.

When I finally landed, and my suitcase had actually landed without damage, I would have liked to go directly into the city; but first I had to pass a trial for my patience : My dear friend Ines was still in the air – somewhere between Berlin and London. So I waited in the underground hall where the luggage would arrive-for a good hour. That was probably the longest hour of my life. But all the greater was the joy, when Ines finally arrived. Afterwards we were running around the London airport, laughing and in search of some food and the Tube. Thankfully a friend of ours gave us two OysterCards, which are tickets in the credit card style – rechargeable and very convenient. We felt so cool to pay with it (after we finally managed to fill it with money).

I realize I could write a whole book from the one week in London, when I write it down so extensively. The Queen, the London Eye, Sherlock Holmes, the other Queen, Fuck Cancer, Nocking Point and Heroes and Villains Fanfest, Josh and British Airways.

OK. That was probably too short. Let’s try a middle course:

Our first – and in some opinions perhaps the biggest – highlight took place just hours after our landing. We climbed the steps at our tubestation under groans and wail (halfway I got help with my almost 30kg suitcase), were running under sighs and languishing through the beautiful side streets of Kensington and then after a short search for our apartment (it was certainly not the most beautiful spot in London, but we did not plan to spend a lot of time there). After a short shopping for breakfast in the coming days, we took a tube into the city. Actually, Notting Hill was our goal, but the tube needed for it had a signal disturbance and did not arrive. So we drove straight to Victoria Street. We simply wanted to wander through the city, feel like a Londoner and start to stare at taxis, busses and telephone boxes. Despite the unusual left-hand traffic, we landed at Buckingham Palace after a few minutes. A welcome surprise. We did some classic selfies and a few better photos and did not think of anything bad when we suddenly heard horns and whistles. Suddenly we and the statue of Queen Victoria were circled by police. We leaned fiercely at the fence, which separated the street and us, and stared directly into the face of the Queen, who, with Her classic waving, drove in a car just in front of us! What a start into an incredible week! We felt great and decided that such a „coincidence“ could only mean that it was going to be a great week.

The conclusion of the first day: London is colorful and lively, a whirlwind of possibilities and plurality. These first hours, when we were desperately trying to learn what direction to look at when crossing the road, were exciting and aroused our curiosity.

In order not to slay you, I will divide my London report. The pictures of our first day are behind the Telephone-picture above or here.

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part I: Brussels

Brüssel, The Egg. Wind. Die Laune steigt.

Den Auftakt zu meinem kleinen Abenteuer bildete die Bloodynightconvention Europe in Brüssel. Mein fester Termin seit nunmehr fünf Jahren. Ich bin schon seit einer ganzen Weile eigentlich nicht mehr wegen der Serie dort, sondern viel mehr wegen der Menschen, die ich nur dort treffe. Lieb gewonnene Freunde, inspirierende Vorbilder, interessante Gespräche – und die Mission. In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal keine und schon hatte ich zu viel Freizeit. Ich stelle fest: Ich liebe Messen und Conventions, ich liebe es, so viele Menschen auf einem Haufen zu erleben, die so für eine Sache brennen und dabei dermaßen offen und tolerant sind. Aber ich liebe es, auf solchen Events aktiv zu sein. ›Nur‹ als Gast ist mir das Ganze nicht ›stressig‹ genug. Ich brauch das irgendwie – für meine Leser aktiv sein, für die, die meine Kunst mögen, oder für die, die mit mir gemeinsam Gutes tun wollen.

Nichts desto trotz waren die wenigen Tage in Brüssel eine tolle Zeit. Ich hatte die Freude, ein Konzert von Michael Malarkey zu erleben und bei dieser Gelegenheit in sein neuestes, noch unveröffentlichtes Album hineinzuhören und direkt von ihm zu lernen, wie und warum diese Lieder entstanden. Einen anderen kreativen Menschen dabei zu erleben, wie er voll und ganz in seinem Talent und seiner Kreativität aufgeht, begeistert mich immer. Wenn mir das, was dabei herauskommt, gefällt, dann noch mehr. Michaels Musik läuft bei mir oft im Hintergrund, wenn ich schreibe. Es gibt nur wenige Musiker, die ich genießen kann, ohne dabei aufzuhören, zu schreiben. Michael ist einer davon. Seine tiefgründigen Songs voller Metaphern sind für mich pure Inspiration.

Und auch die Convention selbst tat gut. Ich traf Nathaniel Buzolic, Kat Graham und auch nochmals Michael in Meet&Greets (nein, ich habe sie nicht alle gekauft, ich habe sie mit Raffletickets gewonnen. Etwas Nervenkitzel muss sein…). Die Gespräche waren spannend wie jedes Jahr. Es ist toll, Gespräche mit Menschen zu führen, die andere nur durch ihre Rollen im TV kennen. Es ist toll, festzustellen, dass sie kluge, freundliche und engagierte Menschen sind. Allein Nathaniel schafft es jedes Jahr, mich (und eigentlich alle im Meeting) mit seinen Berichten zu Tränen zu rühren. Seine Begeisterung steckt an und sorgt dafür, dass man mit mehr Mut und Schaffenswillen in die nächste Woche aufbricht.

Ihr merkt also: Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Nicht zuletzt durch das liebenswerte Team von KLZ, das wir alle ins Herz geschlossen haben, und durch meine lieben Freunde, die jede Convention in ein Abenteuer und ein Fest verwandeln.

Wenn ihr Euch ein eigenes Bild machen wollt, dann schaut doch in meinem Flickr-Album von Brüssel vorbei. 🙂

BloodyNightCon Europe 2017


 

Brussels, The Egg. Wind. The mood rises.

The beginning of my little adventure was the BloodyNightCon Europe in Brussels. My fixed date for five years. I’ve been around for quite some time, not only because of the show, but much more because of the people I only meet there. Cherished friends, inspiring role models, interesting conversations – and the mission.

This year, for the first time, we had none and I already had too much free time. I realize: I love trade fairs and conventions; I love to experience so many people at once that burn for a cause and are so open and tolerant. But I love to be active on such events. ›Only‹ as a guest, the whole thing is not ›stressful‹ enough. I need it somehow – be active for my readers, for those who like my art, or for those who want to do good with me.

Nevertheless the few days in Brussels were a great time. I had the pleasure of experiencing a concert of Michael Malarkey and listened to his latest, still unpublished album on this occasion and to learn directly from him how and why these songs were created. To be able to experience another creative person, as he is fully absorbed in his talent and creativity, always inspires me. If I like what comes out of it, then even more. Michael’s music plays often in the background when I write. There are few musicians I can enjoy without having to stop writing. Michael is one of them. His profound songs full of metaphors are pure inspiration for me.
And the convention itself did well. I met Nathaniel Buzolic, Kat Graham and again Michael in Meet & Greets (no, I did not buy them all, I won them in a raffle. The talks were exciting as every year. It’s great to have conversations with people who are known by others only through their roles in TV. It is great to note that they are smart, friendly and dedicated people. Nathaniel alone manages to make me cry (and actually everyone in the meeting) with his reports.
His enthusiasm is contagious and makes you want to go on to the next week with more courage and creativity.
So: All in all it was a great weekend. Not least because of the loving team of KLZ, which we locked into our hearts, and through my dear friends who turn every convention into an adventure and a feast.

If you want to get an idea of the convention, take a look by clicking on the picture of Nathaniel above – or here. 🙂

 

Sincerely