Welcome to my world.

Tag: Berlin

Etwas Optimismus bitte

Jedes Mal, wenn ich die Nachrichten sehe oder eine Dokumentation, schelte ich mich dafür, nicht dankbar genug zu sein. Nicht alles in meinem Leben läuft rund. Und mir würde sofort jede Menge einfallen, dass mir zu schaffen macht. Und doch. Ist das nicht klagen auf hohem Niveau?

Es gibt genug schlechte Nachrichten auf der Welt. Genug, das uns den Tag verderben kann. Vielleicht ist es an der Zeit, auch etwas Gutes in die Welt hinaus zu rufen. Zu überlegen, was gut ist, was gelingt, was funktioniert, obwohl es eben nicht selbstverständlich ist. Ich habe lange keinen Sonntagsgedanken mehr geschrieben und vielleicht ist es mal wieder Zeit dafür.

Ich habe mir nun jedenfalls das Ziel gesetzt, positiver auf mein Leben zu sehen. Und dazu gehört aktuell meine Heimat Berlin. Gerade von Xaver ordentlich auf den Kopf gestellt, gescheitert im Öffi-Verkehr und regelmäßig in den Nachrichten für all das, das hier nicht funktioniert, nicht fertig gebaut wird, nicht so ist, wie es sein soll. Berlin ist laut, unfreundlich und eine permanente Baustelle? Ich finde, Berlin ist lebendig, ehrlich und der Inbegriff von Wandel und Erneuerung. Ich mag diese so andere Weltstadt. Ich mag es, ihren Puls zu fühlen. Berlin ist eine Stadt der Gegensätze. Alt und modern, laut und leise, grün und bebaut. Vom gläsernen Riesen Sonycenter kann man das alte Brandenburger Tor sehen. Vom Berliner Dom ist es nur ein Katzensprung zum Fernsehturm. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind Oasen der Ruhe im Trubel der Großstadt. Auf jeden Betonklotz kommt ein ebenso großer Park, Wald oder See. Ich liebe es, wie man im Brustton der Überzeugung von Müggelbergen, Teufelsberg und Kienberg spricht – auch wenn ab dem Harz abwärts niemand in diesen „Bergen“ auch nur Hügel sehen würde. Ich mag die Schlagfertigkeit von Busfahrern und die Allwissenheit der Taxifahrer. Ich mag die Musiker in den Ubahnen, die den Soundtrack zu meinem Alltag spielen, und den Laierkastenspieler, der mich beim Heimkommen in Köpenick empfängt. Ich genieße es, nur mit einem BvG-Ticket eine Weltreise machen zu können, weil jeder Stadtteil wie eine ganz eigene Stadt in einem eigenen Land ist. Wie jeder Kiez so unglaublich individuell ist – wie eine eigene Welt.

Berlin ist ein ganz besonderer Flecken Erde mit ganz besonderen Menschen. Geradeheraus. Stur. Humorvoll – wenn man den gleichen Humor hat. Ich bin dankbar, hier zu sein. Ich bin dankbar für den täglichen Wahnsinn, der sich hier Alltag nennt. Ich bin dankbar für das Leben, das mich hier umwirbelt, ohne an mir Anstoß zu nehmen. Ich bin dankbar für all die Originale, die mein Leben und damit auch meine Geschichten bereichern – einfach nur, weil sie mir begegnen. Fremde werden zu Fremden mit Lebensgeschichten und manchmal sogar zu Freunden.

Berlin, ick liebe Dir.

Sincerely

Frohe Weihnachten

Um Euch nicht noch länger auf ein Wort von mir warten zu lassen, nur ein kurzes.

weihnachtsgruss-sIch wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest! Genießt die Festtage, verbringt so viel Zeit wie möglich mit den Menschen, die Euch wichtig sind. Egal wie viel Weihnachtsstress um Euch herum herrscht und wie viel Ihr eigentlich noch erledigen müsst, denkt immer daran, dass nichts so wenig selbstverständlich ist wie Zeit mit geliebten Menschen. Wir mussten gerade erst lernen, wie schnell Menschen aus dem Leben gerissen werden können, wie schnell sie nicht mehr unmittelbarer Teil unseres Alltags sind. Nutzt die Zeit. Genießt sie. Genießt jeden Augenblick mit denen, die Euch gut tun und denen Ihr gut tut. Lasst den verbrannten Kuchen verbrannten Kuchen sein… packt die letzten Geschenke etwas schluderiger ein… aber nehmt Euch dafür die Zeit, einander in den Arm zu nehmen und Euch gegenseitig zu versichern, wie wichtig Ihr einander seid. Das ist so viel wichtiger, als alle Geschenke und stressigen Vorbereitungen. Gesegnete Weihnachten!


This time only a short Christmas-Message – but in two languages 🙂

I’m wishing everyone a happy merry Christmas! Enjoy these holidays, use your freetime to be with those people, that are important to you. Don’t care about your xmasbussiness, about the cake or presents… Focus on what really matters: Your beloved ones. Don’t take them for granted. In Berlin we realized one more time that they aren’t in these days. Use your time wisely – not for big xmas preparations or things like that. Use them to give your beloved ones a long and warm hug and tell them how much you love them. This will be the only present that matters. Blessed Christmas to everyone!

Sincerely

the wingscriber pls sig

Nach der Comic Con ist vor der Comic Con

photo_2016-10-19_19-21-46bWahnsinn! Was für ein Wochenende! Das war nicht mein erster Stand auf einer Messe oder Con. Aber das erste Mal, dass ich nicht für Mission:Change oder mit anderen Autoren oder Künstlern gemeinsam einen hatte, sondern einfach nur für mich – für Colors of Cronos in its basics.

photo_2016-10-19_19-28-25bEs hat unglaublich viel Spaß gemacht, das Wochenende mit Euch zu verbringen! Ich freue mich, dass mein Stand eigentlich nie leer war, dass ich unzähligen Fantasyfans von Nafishur erzählen konnte und dass Euch meine Kunst gefallen hat. Auch meine süßen Mini-Heroines! Das habe ich zur Bestätigung genommen, um aus dieser Idee mehr zu machen: Mehr Heldinnen, mehr Sprüche, mehr Produkte. Ines, meine liebe Assistentin, und ich haben in der Hinsicht viele tolle Ideen und Inspirationen mitgenommen. Mit etwas Glück (und genug Zeit) werde ich vielleicht schon auf der Comic Con in Dortmund mehr für Euch haben.

photo_2016-10-19_19-22-26bIch weiß, dass es u.a. in Facebook viel Kritik an der GCC Berlin gab. Bitte bedenkt, dass das eine Premiere war! Ich bin mir sicher, ihr hattet dennoch viel Spaß. Von meinem Stand aus habe ich zumindest mehr zufriedene, glückliche Gesichter gesehen, als genervte oder frustrierte. Gebt dem Veranstalter die Chance, es nächstes Jahr besser zu machen.
Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit dem Knight2000 – kurz
K.I.T.T. – am Freitag, nachdem wir unseren Stand aufgebaut hatten. Dieses Auto ist der Held meiner Kindheit (nicht etwa sein Fahrer). In beruflicher Hinsicht kann ich gar nicht ein einzelnes Highlight benennen. Eher eine ganze Lichterkette voll davon: Menschen, die begeistert stehen blieben und staunend auf meine Zeichnungen zeigten; Leser, die meine Leseproben noch am Samstagabend lasen und mir dann unbedingt noch am Sonntag sagen mussten, dass sie die Leseproben toll fanden und die Bücher kaufen werden; Künstler und Schreiberlinge, die am Anfang stehen, und denen ich Tipps geben oder Mut machen konnte; Kollegen, die nun nicht nur Kollegen, sondern neue Freunde sind (vor allem meine tollen Standnachbarinnen Nicole Piringer und Melanie Stoll waren mit ihren lieben Begleiterinnen eine Bereicherung an diesem Wochenende). photo_2016-10-19_19-28-19Toll waren auch die Besuche von Superman, Batman, Captain America und vielen anderen Helden. Sogar Castiel kam vorbeigeflattert. Und neben allen Cosplayern hatte ich auch die Ehre, ein Original an meinem Stand zu Gast zu haben: Freddy Krüger. Ich bin zwar kein Horrorfan (außer ich schreibe es selbst), aber ich fühlte mich doch geehrt, seinen Besuch überlebt zu haben. 😀

Ich hoffe sehr, demnächst noch mehr tolle Dinge für Euch bereithalten zu können: Mehr Merch, mehr Kunst, mehr Bücher, Lesungen, Vorträge. Wer weiß, was kommt. In jedem Fall weiß ich jetzt, dass mir Comic Cons Spaß machen und das sie wie ein gutes Buch sind: Man kann gar nicht schnell genug so viel wie möglich erleben… und zugleich will man nicht, dass es aufhört (nur, dass man nach einem Wochenende kurzfristig reif für die Insel ist).

Nun steht direkt die Buchmesse in Frankfurt an und die Zeit rast dahin. Ich habe kaum noch Platz für Aufträge in diesem Jahr – zumindest was so aufwendige Arbeiten wie Zeichnungen angeht. Wer also geplant hatte, eine Zeichnung durch mich anfertigen zu lassen, sollte sich schnell melden. Je nach Komplexität werde ich nicht mehr als 3-4 weitere Zeichenaufträge vor Weihnachten annehmen können. Wer also noch seine Chance nutzen will, der melde sich auf contact@colors-of-cronos.de.

Für alle NRWler unter Euch: Denkt dran, dass ich an Halloween die Buchhandlung Lehmkul in Witten heimsuchen werde für eine Lesung und einen Vortrag in Sachen Bücher Schreiben und Veröffentlichen. Wer also Zeit hat, sollte mal vorbeischauen. 😉 Ich freu mich auf Euch!

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Sincerely

the wingscriber pls sig

Bilder über Bilder machen den Sommer…

Und mein Bericht geht weiter. Allerdings werde ich den Juli und den August in einen Bericht packen. Autoren können sich schwer kurzfassen, aber ich werde mir Mühe geben und im Grunde kann man die beiden Monate als ein einziges großes Fotoshoot bezeichnen. Die Monate standen ganz im Zeichen der Fotografie. Ich habe verschwundene Friedhöfe besichtigt, einer aufstrebenden Hoppegartner Sängerin und ihrer Band zu schönen neuen Coverbildern verholfen, die Gärten der Welt unsicher gemacht und als ich in Berlin nichts Neues mehr fand, hab ich in Dresden weiterfotografiert (natürlich findet man in Berlin immer Motive, aber in Dresden und seiner Umgebung auch). 😀

leona-shoot

Besonders mit Leona Heine und später dann auch zusammen mit ihrer Band haben die Shoots viel Spaß gemacht. Wir haben jede Menge gelacht und dabei auch noch schöne Fotos gemacht. Wer sich wie ich von Ihrer Stimme und ihren selbstgeschriebenen Songs verzaubern lassen will, sollte unbedingt mal hier vorbeischauen. Auch die Bilder auf dem Cover ihrer brandneuen Single „Weites Land“ sind von mir.

leona-cd

Ihr merkt es schon. In diesem Beitrag gibt es ein deutliches Übergewicht an Bildern. Die folgenden Bilder stammen aus einigen Fototouren mit meiner lieben Freundin und Mission-Agentin Ines. Ein paar Tage verbrachte sie mit mir in Berlin (wir haben nicht nur gearbeitet, sondern bei der Gelegenheit die Premiere vom neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Movie (OT) geschaut), danach fuhren wir gemeinsam nach Dresden (unter anderem waren wir hier im Auftrag von Mission Change unterwegs, um ichhelfe.jetzt noch nachträglich persönlich ihren Scheck zu überreichen). Aber die meiste Zeit über testeten wir ein paar Ideen mit meiner Kamera aus.

Wer mich kennt, weiß, dass ich zu jenen Wesen gehöre, die sich zwar auch mal auf einer Bühne als Agent ausgeben, aber im Grunde ihres Herzens lieber hinter der Kamera stehen. Um so erstaunlicher, dass Ines dennoch auch ein paar ansehnliche Bilder von mir gezaubert hat. Und damit sie sich heute nicht allein geniert, zeig ich Euch eine Auswahl von uns beiden – damit wir beide rot anlaufen können. Die Bearbeitung der Bilder stammt übrigens aus dieser Woche. Ein kleiner „Voraus-Zurück-Blick“: Ich hatte die Freude, zwei Webinaren von Laura Helena Photography zu folgen und inspiriert durch ihre wunderschönen, fantasievollen Bilder, sind meine Bildlooks entstanden. Ich bin gespannt, wie sie Euch gefallen.

ines-and-me

Ich denke, man sieht uns an, dass wir beim shooten jede Menge Spaß hatten. 🙂 Die Locations waren übrigens die Gärten der Welt und der Potsdamer Platz in Berlin und die Klosterruine Altzella in der Nähe von Dresden. Aber ich habe in meinem Bilderwahn im Sommer nicht nur Fotos produziert, sondern auch viel gezeichnet (leider nicht genug, denn ich wollte viel viel schneller sein, aber so schnell geb ich nicht auf 😉 ). Wie nutzt man eine Sommergrippe richtig? Richtig! Man setzt sich gemütlich in seinen Lieblingssessel, legt die Beine hoch, klappt seinen Laptop auf und beginnt hyperrealistisch zu zeichnen. Stopp. Irgendwas daran klingt komisch. Aber anscheinend ist das für mich die richtige Therapie. Es ging mir schnell wieder besser und ganz nebenbei habe ich endlich mein Bild von George Clooney beendet und ein Portrait von Alexander Skarsgard komplett gezeichnet. Letzterer wurde durch die Tarzanpremiere spontan zum Motiv. Ich hoffe, auch die beiden gefallen Euch. Ines Besuch inspirierte mich auch direkt zur nächsten Zeichnung: Stephen Amell als Arrow und sein Cousin Robbie Amell in seiner Rolle aus Code 8, dem Film, den die beiden gerade zusammen realisieren. Ihr habt schon Zeichnungen von mir gesehen, in denen die Augen farbig waren und der Rest klassisch schwarz-weiß. Ihr kennt vielleicht auch mein Bild von Mario Goetze mit dem WM-Pokal. Auch dieses mal kommt wieder etwas Farbe ins Spiel. Diesmal ist es farbiges Licht. Meine Handykamera weigert sich, diese Tatsache richtig abzubilden, aber ein paar erste Eindrücke findet ihr auf meinem Instagramaccount. Die anderen beiden, bereits fertigen Herren zeige ich Euch auch gern hier nochmal:

george-clooney003 alexander-skarsgard003

Wo wir gerade von Zeichnungen sprechen: Im August bekam ich das erste Mal Fanpost. Eine Anfrage nach einem Autogramm mit einer kleinen Skizze. Ich fühle mich geehrt und vielleicht lesen Hans und Ulrike ja auch diesen Beitrag. Ich werde mich sehr gern in Eure Sammlung einreihen und zusätzlich möchte ich an dieser Stelle schon mal verraten: Ich werde auch auf der German Comic Con in Dortmund sein. Ich würde mich freuen Euch dort kennenzulernen!

Jenseits dieser primär visuellen Informationsflut gab es für mich vor allem ein wichtiges Ereignis, das eine spontane (und strenggeheime) Reise wert war: Unser Mission:Change Agentin Anja feierte im Juli ihre Silberhochzeit und wir alle waren eingeladen.  Offiziell konnte ich nicht teilnehmen. Offiziell. Um so größer wurden ihre Augen, als ich plötzlich mit den anderen zusammen vor ihr stand. Dieser Blick allein und ein paar verdrückte Tränchen waren die 12 Stunden im Linienbus wert. 🙂 Ich liebe Überraschungen! … vor allem, wenn ich sie plane. 😀

Wie ihr merkt, war mein Sommer alles andere als tatenlos. Nicht erwähnt bleiben an dieser Stelle das Romanschreiben im Garten, der U-Bahn und eigentlich überall, wo sich gerade etwas Zeit ergab. Soweit aber nun erstmal zum Juli und August. Ich hoffe, ich habe keine wichtigen Ereignisse vergessen. Am Sonntag folgt ein kleiner Ausbrecher und Dienstag dann voraussichtlich mein Blick auf den September. Er mag ja erst halb um sein, aber jetzt schon gibt es einiges, auf das ich zurückblicken kann. 🙂

Sincerely

the wingscriber pls sig

 

P.S.: Anscheinend werden meine Bilder nicht mehr in der richtigen Größe angezeigt seit dem jüngsten Update. Ich werde versuchen, schnell eine Lösung zu finden, damit ihr etwas mehr von den Bildern in meinen aktuellen Beiträgen habt.

Edit: Ich hab tatsächlich noch was vergessen! Der Beitrag ist geplant und ich könnte das einfach noch unauffällig ändern. Aber ich habe mich gerade selbst der Vergesslichkeit überführt. So viel Ehrlichkeit muss sein. Und unterschlagen will ich es auch nicht. Auf der Suche nach ein paar süßen Figuren in einem eigenen Stil probierte ich erst im PowerPuff-Style herum (vielleicht kennt jemand von Euch ja – durch Kinder oder Enkel die Powerpuffgirls), um dann einen eigenen Style zu finden. Was haltet ihr von den drei Mädels. Wer für die drei Modell stand, verrate ich nicht (dazu hätte ich fragen müssen und momentan ist es 2:55 in der Nacht), aber ich versichere Euch, es gibt eine Geschichte hinter dem Look dieser drei Mädels. 🙂

rinery-generationen

Zeit – Tick Tack

Ist es denn zu glauben! Habe ich wirklich zwei Monate hier geschwiegen? Ich fange diesmal gar nicht erst an, mich zu entschuldigen. Stattdessen berichte ich Euch lieber, was mich so sehr in Atem gehalten hat.

Binz – Rügen

Den Anfang machte mein kleiner Geburtstagsurlaub auf Rügen. Ich habe die Zeit sehr genossen und meine neue Kamera erprobt. Wir sind täglich mindestens 10 km gewandert – mit entsprechend vielen Zwischenstopps für Fotos. Langzeitbelichtungen, Möwen im Anflug, Abendstimmungen. Es gab viel zu sehen und viel festzuhalten – und diesmal einfach so zum Spaß. Ja, diese Sache mit dem Urlaub könnte mir gefallen. Vielleicht mach ich das jetzt öfter. So alle 2-3 Jahre. 😀 Ab und an Zeit für sich selbst, für das Zur Ruhe Kommen… das tut wirklich gut und schenkt viel Kraft.

Bispinger Heide

Kurz danach hieß es, im Center Parcs Bispinger Heide den 6. Geburtstag meines Lieblingsneffen (gut, er ist auch mein einziger, aber der Kleine ist für mich der Größte) feiern. Da gab es dann noch mehr Fotomotive: Verliebte Papageien, müde Flamingos, aufmüpfige Gänse… und natürlich mein Lieblingsmodell. Zeit für die Familie. Auch etwas, das man sich von Zeit zu Zeit nehmen sollte. Zeit mit den Menschen verbringen, die unwiderruflich zu einem gehören und die man gar nicht lange genug bei sich haben kann.

Berlin

Dann hatte ich die Freude, ein paar Freunde zu treffen. Vor allem eine von Ihnen habe ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Beinah ein Jahr ist unser letztes Treffen her. Zusammen haben wir Berlin unsicher gemacht und ich muss zugeben, dass auch hier eine gewisse neue Kamera nicht ganz unbeteiligt war (muss sich um eine Art von Sucht handeln). Aber es gab nicht nur etwas fürs Auge. Unsere Füße konnten ein Lied davon Singen – und unsere Mägen zum Glück auch. „Nudeln gehen immer!“ Und Zeit mit seinen Freunden zu verbringen ist eine nicht zu unterschätzende Bereicherung.

Wofür hab ich noch Zeit investiert? In Wettbewerbe. Zugegeben habe ich beide nicht gewonnen, aber den Versuch war es wert. Und auch wenn ich inzwischen wieder x Dinge gefunden habe, die ich beim nächsten Mal besser oder zumindest anders machen werde, gefallen mir meinen ersten beiden kompletten Illustrationen durchaus. Was meint ihr?

TMNT. Out of the Shadows

Das eine war eine Illustration für einen Kanaldeckel als Werbeaktion für den neuen Teenage Mutant Ninja Turtles. Out of the Shadows und das andere war für den Wettbewerb eines Wiener Klosters. Er stand unter dem Motto „Die Macht der Gier“.

 

Bei der Turtle-Illustration ging es darum, den Moment in Szene zu setzen, in dem die Turtles das erste mal aus ihren Schatten, aus der Kanalisation treten und sich gewissermaßen in die Morgensonne, ins Tageslicht wagen. Michelangelo passte da für mich gut. Er ist vielleicht nicht mutig wie Raphael, aber er ist optimistisch und offen gegenüber anderen. Etwas freaky-perfektionistisch sind die Augen in Relation zum Rest geraten. Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr mehr Bilder dazu – unter anderem ein Close-up zu einem Auge. Darin spiegelt sich die Skyline samt aufgehender Sonne.

Gieromat

Der Gieromat ist schon etwas komplexer: Die Gier ist wie einer dieser Greifautomaten auf Jahrmärkten. Wir stehen davor. Wir wissen, dass wir nicht gewinnen können und doch werfen wir unsere Münzen hinein, weil wir gewinnen wollen, weil wir mehr haben wollen. Die Macht der Gier ist die Faszination an dem, was wir nicht haben und nicht brauchen, aber wollen; sie ist die Bereitschaft, Vertrauen, Freundschaft, Zeit und selbst sein Leben zu opfern auf der Suche nach dem „Mehr“, das satt macht. Die Unendlichkeit der Gier hat viele Gesichter. Der leere Blick der Mitspielerinnen – oder eher Gegenspielerinnen – liegt zusammen mit der Schärfe des Bildes auf dem vorderen Spiel. Dem Spiel um Geld. Selbst der Betrachter ist bereit, einen hohen Einsatz zu riskieren. Die Macht der Gier ist der Fokus auf das Eine, das wir so dringend wollen; der Tunnelblick, der uns alle Warnungen vergessen lässt.

BloodyNight Shoot der Mission

Und am aktuellsten: Es ist noch nicht lange her, da waren wir mit Mission:Change wieder unterwegs. Wieder in Brüssel zur BloodyNightCon Europe. Unsere Zielperson war diesmal Kat Graham und zum ersten Mal in unserer ehrwürdigen Geschichte, haben wir einem Star einen VIP-Agenten-Ausweis überreicht. Kat hat uns lange vor der Con schon unterstützt und half auch während des Events noch kräftig mit. Dennoch mussten wir diesmal wirklich alles geben, um eine angemessene Summe zu sammeln. Leider ist ein weiblicher Star wohl kein so großer Anreiz wie ein männlicher – egal wie passioniert und liebenswürdig sie ist. Uns hat diese Mission trotzdem viel Spaß gemacht. Wir wurden von vielen Seiten unterstützt und konnten so am Ende immerhin $1.450 (50-50) für das UNHCR und ichhelfe.jetzt sammeln (auf unserer Mission:Change-Seite erschien just heute unser Interview mit ichhelfe.jetzt – schaut vorbei). Ein paar Eindrücke vom Wochenende in Brüssel findet ihr durchs Klicken auf das Bild mit Kat und unserem Team. Im Bild Special Agentin Anja (hinten rechts), VIP-Agentin Kat (vorn rechts) und unsere zwei ganz neuen Volunteer-Agents Alex (vorn links) und Janina (hinten links). Das Bild entstand bei unserem Charity-Fotoshoot „BloodyNightShoot“ auf der BloodyNightCon Europe am Samstagabend. Auf dem Weg zu ihrem Dinner crashte Kat unser Fotoset. Dabei entstand diese tolle Erinnerung, die wohl bei keinem von uns eines Fotos bedarf.

Was Brüssel darüber hinaus noch zu bieten hatte? Dank Anjas Glück im Spiel ein Meet&Greet mit Michael Malarkey, den ich in wenigen Wochen auch hier in Berlin singen hören werde. Darüber hinaus ein paar schöne Erinnerungen und Fotos mit tollen Menschen, Worte, die Mut machen, von Nathaniel Buzolic, der mindestens so gerne predigt wie ich. Wir konnten drei von Kats Captains kennenlernen, die alle samt ganz großartige, offenherzige und hilfsbereite Menschen sind. Wir haben, wie bereits angedeutet, zwei neue Volunteers gewonnen und weitere in Aussicht (damit nähern wir uns unserer Vereins-Planung).

Inzwischen steht fest, dass ich auf der Comic Con in Stuttgart zu Gast sein werde und auf denen in Berlin und Dortmund mindestens als Künstler, wenn nicht auch als Autor anwesend sein werde. Auf der Buchmesse in Frankfurt und der Photokina könnt ihr natürlich auch mit mir rechnen. Auch wenn ich noch nicht weiß, in welchem Umfang ich da sein werde. Ich verspreche, es euch rechtzeitig wissen zu lassen. Wie ihr merkt: Mein Jahr ist bereits bestens gefüllt und ich freue mich auf jeden einzelnen Termin, der noch kommt. Dazwischen steht dann noch eine Websitereform für meine Künstler- und meine Autorenseite und vielleicht auch für diesen Blog an – das Bücher schreiben nicht zu vergessen!

Ach ja! Eine Neuigkeit hab ich noch. Seit einer Woche habe ich einen kleinen Nebenjob: Ich kümmere mich nun um die Crowdfunding-Plattform evangelisch-bildungsstark.de. Die Plattform will helle Köpfe unterstützen, die in Schulen und Gemeinden pädagogisch sinnvolle, integrative und christliche Projekte auf die Beine stellen wollen. Sie bringt Ideengeber und Wohltäter zusammen. Ich bin gespannt, ob es mir gelingen wird, diese Plattform wachsen zu lassen. Verdient hat sie es auf alle Fälle!

Es ist viel passiert und mein Flickr-Account ist dementsprechend gut gefüllt worden in letzter Zeit. Jedes Bild in diesem Artikel führt Euch zu meinem jeweiligen Foto-Ordner auf Flickr. Je nach Interesse seid ihr eingeladen, Euch dort umzuschauen. Viel Spaß mit den Erträgen meiner Foto-Sucht und bis bald!

Sincerely

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Guido Maria Kretschmer

2015-05-07 18.04.342015-05-07 15.53.09Der Alltag lebt von spontanen Aktionen, die das Besondere aus jedem Tag herauskitzeln. Heute war dieses Besondere Guido! Wer kennt ihn nicht? Ich durfte ihn heute von Nahem sehen, einen Moment seiner Zeit für mich beanspruchen und eine Muttertags-Widmung in seinem neuen Buch abstauben. Und weil er am Montag Geburtstag hat, hab ich ihm ein Bild von seinem Partner und ihm selbst gezeichnet. Sein Manager hat es an sich genommen und ich hoffe sehr, dass es Guido gefallen wird! Wer weiß, vielleicht seht ihr es bald ja sogar auf Facebook. 😉 Ich fände das zumindest klasse. Aber Hauptsache, er freut sich.

2015-05-07 19.55.52Das letzte Jahr war für uns nicht einfach, aber Guido hat – so verrückt das auch klingen mag – diese schwere Zeit etwas erträglicher gemacht. Seine erfrischende, liebe aber vollkommen offene,ehrliche Art hat einfach angesteckt und uns lachen lassen, selbst wenn uns gar nicht danach war. Die Zeichnung ist deshalb meine Art, danke zu sagen. Ein toller Mann und live genauso wie im TV. Eben ein echt Echter.


 

2015-05-07 21.44.26Sometimes you have to do things just out of the moment. Without big plans. This way, special things are happening. One special thing that happend today, was Guido Maria Kretschmer. There is nearly noone in Germany who doesn’t know him. He is a wellknown fashion-designer, writer, has his own tv-show and an absolutely adorable character. For me it was a real pleasure to meet him today. Even if I had only a minute or two. He signed his new book for my mum, talked to me and I was able to hand a drawing out to his manager: him and his partner. Such a cute couple! Maybe he will like the drawing and post it on Facebook. That would be really cool. But more than everything else I just hope he will like it.

The last year was hard for us, but Guido and his show helped us – even if it sounds crazy. He gave us the chance to laugh in times, there was nothing else to laugh about. His lovely, kind, wellmannered, but also open and honest kind touched us in the best way. My drawing is my way to say thank you to this amazing man.

 

Sincerely

the wingscriber pls sig