Welcome to my world.

Tag: Cover

Hallo Verlagsautor

Und kaum ist der Bericht vorüber, hab ich auch schon eine weitere Neuigkeit für Euch. Nun ja… Um ehrlich zu sein, weiß ich das schon ein paar Tage. Aber eins nach dem anderen. Ich wollte nicht, dass diese Neuigkeit in meinem Travelreport untergeht. Und ich hatte mir vorgenommen erst ein gewisses Manuskript fertigzustellen, bevor ich es Euch verrate. Also *Trommelwirbel*

Ich habe dank meiner wunderbaren Agentur Langenbuch & Weiß meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben. Es ist mir eine riesige Freude und Ehre und ich kann es kaum erwarten, dieses Buch publiziert und druckfrisch in meinen Händen zu halten. Was kann ich verraten? Es wird zuerst als Ebook und Print on Demand (also auf Eure Bestellung hin – wie Nafishur) erhältlich sein – ab Januar 2018. Und wenn es Euch gefällt und die Verkaufszahlen stimmen, wird es voll und ganz in das Taschenbuchprogramm von Droemer Knaur aufgenommen. Das Genre ist historische Romance (mit einem Fantasybackground, denn ich brauche wohl immer etwas Fantastisches in meinen Geschichten…). Besonders begeistert bin ich, dass mir der Verlag erlaubt, mein Cover selbst zu designen – und das bei meinem Verlagsdebüt! 11Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Coverdesigner bin und natürlich nicht nur die Geschichten meiner lieben Kollegen „anziehen“ will, sondern nach Möglichkeit auch meine eigenen.

Ich kann es kaum erwarten! Der erste Schritt ist nun getan. Nach einigen Monaten exzessiven Recherchierens und Schreibens habe ich nun schlappe 519 Seiten, die ich nun nochmal am Stück lesen und prüfen werde, bevor sie in das Verlagslektorat gehen. Und dann habe ich endlich wieder Zeit für Nafishur! Das ist direkt die zweite gute Nachricht. Beide zweiten Bände haben schon so einiges an Seiten und ich werde jede freie Minute nutzen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Mein erklärtes Ziel ist es, die beiden nächsten Bände noch vor Weihnachten erscheinen zu lassen. Aber ich gebe zu, das ist… ambitioniert. Drückt mir die Daumen! Übrigens… Wenn dem so ist, werde ich im Herbst nach Testlesern für Nafishur Ausschau halten. Meldet Euch gern bei Interesse. 🙂

Ich freu mich riesig und ihr Euch hoffentlich auch. Wer übrigens schon im Sommer in die zweiten Bände von Nafishur hineinschnuppern will, sei nochmal auf das Festival Fantasia hingewiesen, auf dem ich so einiges anbiete – unter anderem zwei Lesungen aus den noch unveröffentlichten zwei zweiten Bänden! Was ich sonst noch so zwischen Feen und Elfen anstelle, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Sincerely

Das Buch und sein Cover

Man soll ein Buch bekanntlich nicht nach seinem Cover beurteilen. Es zählen die ›inneren Werte‹. Dem kann ich als Autor nur zustimmen. Ein Buch ist so viel mehr als nur sein Cover. Ein Buch ist eine ganze Welt und es gilt sie zu entdecken.

Als Coverdesigner weiß ich aber auch, dass das Cover wie ein Fenster in diese Welt ist. Oder wie eine Tür. Es offenbart den ersten Blick ins Buch, es ist die Tür, die wir öffnen müssen, wenn wir das Buch aufschlagen, um einzutauchen.

Ein Cover zeigt nicht alles. Dafür ist es auch gar nicht gedacht. Es gibt nicht einmal immer die Wahrheit wieder. Genau wie ein Fenster in einem Haus nur einen kleinen Ausschnitt des Alltags im Inneren zeigt. Genau wie das Äußere eines Menschen nur eine Momentaufnahme seiner selbst ist.

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Äußere Umstände können dem Einband des Buches zusetzen, ohne dessen Inhalt zu gefährden. Ein unglücklich gestaltetes Cover kann einen Leser davon abhalten, dem Inhalt eine Chance zu geben. Genauso wie das Äußere eines Menschen andere davon abhalten kann, sein Inneres kennenzulernen. Wer sich von einem weniger ansprechenden Cover nicht abschrecken lässt, kann vom reichhaltigen Inhalt positiv überrascht werden. Ebenso wie ein schönes Cover den Betrachter in die Irre führen kann. Natürlich können die Cover auch passen und ein weniger schönes Cover umfängt auch keinen schönen Inhalt. Aber was ist schlimmer für einen Menschen, der offen für neue Geschichten ist: Aus einem voreiligen Urteil heraus eine großartige Geschichte zu verpassen oder aus Offenheit auch mal eine weniger spannende Geschichte ergattern?

Wenn ich in Facebook und anderen Plattformen der Social Media Welt wieder und wieder lese „Man sollte ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen“ oder „Ich suche meine Bücher nie nach dem Cover aus“ oder „Das Cover ist doch völlig egal“, dann frage ich mich immer, wie ehrlich diese Menschen zu sich selbst sind. Und ich frage mich, wo diese ehrenhaften, so unerschütterlich gutmütigen Menschen in der realen Welt sind. Denn in der realen Welt sehe ich in Buchhandlungen extrem selten schlechte Cover und auch Mitmenschen mit einem eher ›unglücklichen Cover‹ werden auf der Straße von anderen gemieden. Das ist die Erfahrung, die ich tagtäglich mache. Eine Erfahrung, bei der ich mich ehrlicherweise auch selbst oft erwische.

Als Coverdesigner habe ich den Anspruch, gute Cover für gute Bücher zu machen, damit sie von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Aber als Autor weiß ich, dass ich auch Büchern mit einem schlechteren Cover eine Chance geben sollte. Die Bücher beispielsweise, die besonders mitgenommen und zerlesen aussehen, sind die mit den spannendsten Geschichten. Nur Bücher, die niemand in die Hand nimmt, tragen keine Spuren mit sich. Ich glaube, beim Menschen ist das ebenso und ich glaube, wir können gerade von den Geschichten derjenigen profitieren, die durch das Leben gezeichnet sind.

Man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen.

Vielleicht ja doch. Aber anders.

Erstaunlich, wie dieser Gedanke sowohl auf Bücher als auch auf Menschen passen. Vielleicht ja, weil beide Geschichten und Leben enthalten… Geheimnisse, die wir lüften wollen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Eure dritte Adventswoche besinnlicher verläuft als meine und ihr den einen oder anderen Blick am ›Cover‹ vorbei wagt.

Sincerely

the wingscriber pls sig