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Tag: Fantasy

Houston Hall – Schatten der Vergangenheit

In meinem Messebericht zur Frankfurter Buchmesse habe ich es kurz erwähnt, mein neues Buch. Aber nun ist es an der Zeit, ihm hier einen eigenen kleinen Beitrag zu widmen. In den Social Media habe ich es Euch ja schon ein wenig vorgestellt. Aber mir fiel mit Schrecken auf, dass dem hier nicht so ist.

Zuerst möchte ich Euch an dieser Stelle den Klappentext verraten:

Eine spannende, übernatürliche Liebesgeschichte vor der Kulisse Nordenglands – ein Kampf um Leben und Tod und für die eine große Liebe.

Anthony lebt allein auf dem Familienlandsitz Houston Hall in Nordengland, seit seine ganze Familie einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Tod der Eltern und der geliebten Schwester haben den aufstrebenden Anwalt aus Edinburgh zu einem anderen Menschen gemacht; die Dorfbewohner halten ihn für wunderlich, manche gar für verflucht.
Nachdem er die letzte Haushaltshilfe gefeuert hat, steht überraschend eine junge Frau vor der Tür, die sich auf die Stelle bewirbt: Mary Smith. Mit Mary beginnt Anthony wieder am Leben teilzunehmen und lässt sogar – wenn auch zögerlich – Gefühle zu. Doch er weiß nicht, wen er in sein Herz lässt: Mary weiß um die Wahrheit hinter dem Unglück seiner Familie. Sie weiß um die Monster, die nicht nur sein Leben bedrohen, denn sie stellt sich ihnen schon seit 200 Jahren in den Weg. Als plötzlich eine Totgeglaubte wieder auftaucht, ist Mary sicher, dass Anthony in großer Gefahr schwebt. Nun muss sie kämpfen, um zugleich Houston Hall und ihre Liebe zu Anthony zu retten.

Mein erstes Verlagsbuch. Ich bin wahnsinnig aufgeregt und kann es kaum erwarten, 2018 willkommen zu heißen. Denn der Erscheinungstermin meines Buchs ist der 02.01.2018. Am besten schreibt ihr das direkt in Eure Kalender ein. 😉 Um Euch die Wartezeit auf Houston Hall etwas zu versüßen, startet diesen Freitag – also quasi in wenigen Stunden – eine digitale Reise nach Schottland. Wer mag, kann mit mir und meinen „Heroes of Cronos“ auf Reisen gehen. Damit niemand verloren geht, an dieser Stelle mal der Überblick, über unsere Reiseroute:

01.12. Wer ist Mary Cronos?
L.C.’s Bookshelf
http://lcsbookshelf.blogspot.de/

08.12. Was ist Houston Hall?
Buntes Tintenfässchen
http://svenjasbookchallenge.blogspot.de/

15.12. Schottische Mythologie & Houston Hall
BlueSiren
https://thebluesirenblog.wordpress.com/

22.12. Weihnachts-Autorview & Bookview
Kitterella’s Welt
http://www.kitterella.de/

29.12. Recherchearbeit für Houston Hall
The Anna Diaries
http://www.the-anna-diaries.de/

 

02.01. Release-Live-Lese-Party
Colors of Cronos
http://cronos-post.de/

Und weil in Bildern alles schöner ist, hier nochmal eine visuell etwas ansprechendere Version – die ihr gern auch teilen könnt. Das schöne an virtuellen Reisen ist: Sie kosten nichts und es gibt kein Teilnehmerlimit. Ich freue mich über jeden Reisegefährten.

Wer mitliest und davon erzählt UND den Hashtag #ReiseNachHoustonHall benutzt, hat übrigens die Chance auf ein sehr dickes Goodie-Paket, bestehend aus: Leseprobe, Lesezeichen, Anthonys Lieblingstee und dem Badesalz einer Ceasg im HoustonHall-Design und einer Weihnachtsleckerei aus Beatrix‘ Küche.
Wer Anthony und Beatrix sind? Was zum Geier eine Ceasg sein soll?
Unter anderem das werdet ihr auf dieser Reise erfahren. 🙂

Und für die, die aufs Ganze gehen wollen: Am Ziel unserer Reise wird es ein Quiz geben – am 02.01. Wer vorher gut aufgepasst hat, hat dort die Chance, zusätzlich zu den tollen Goodies auch noch ein signiertes Printexemplar zu gewinnen! Also passt gut auf und kommt mit. 🙂 Es lohnt sich.

Übrigens könnt ihr Euch gewissermaßen mit einem Reiseticket ausstatten, wenn ihr mögt. Zumindest auf Facebook. Dort gibt es ja die wunderbare Möglichkeit, sich Rahmen über seine Profilbilder zu legen. Für Houston Hall gibt es zwei Rahmen und noch einige mehr für Nafishur. Bei wem sie – so wie bei mir – unscharf werden, der kann sich gern bei mir melden, dann füge ich beides in Photoshop zusammen. 🙂

Sincerely

P.S.: Wer mit mir reist, wird am Ende übrigens auch belohnt. Aber dazu später mehr.

Ein Event folgt dem nächsten

Die Zeit rast mal wieder. Am Wochenende war die BuchBerlin und kaum ist sie vorüber, stecke ich in der Vorbereitung der German ComicCon in Dortmund und einer super coolen Blog-Reise gen Houston Hall. Mein Adventskalender geht in diesem Jahr nicht bis zum 24.12., sondern reicht noch zwei Tage ins neue Jahr hinein. Aber dazu später mehr. Jetzt will ich Euch von der BuchBerlin berichten. Sie war mit ihren zierlichen zwei Tagen wesentlich kürzer als die Frankfurter Buchmesse und so habt ihr die Chance, dass auch dieser Bericht kürzer wird.

Dennoch war sie etwas Besonderes für mich, denn zum ersten Mal hatte ich einen Stand auf einer Buchmesse. Er war etwas kleiner als die Stände, die ich von den ComicCons und der RingCon gewöhnt bin, aber dafür konnte ich ja meine Kunst zuhause lassen. Diesmal sollte es sich (fast) ausschließlich um meine Bücher drehen. … Meine Portfoliobücher mit meinen Zeichnungen und Designs hatte ich natürlich mit (sind ja auch Bücher) und den einen oder die andere haben sie neugierig gemacht. Houston Hall schlug sich hervorragend im Kampf gegen das Merchandise-kräftigere Nafishur. Meine Leseproben-Vorräte, Postkarten und Lesezeichen sind alle und so werde ich für die ComicCon nochmal ordentlich nachdrucken lassen müssen. Aber nicht nur Leseproben verließen meinen Tisch. Ich durfte auch so einige Nafishurs signieren – und stempeln! Mein liebstes Hobby auf solchen Events. Ich brauche dringend mehr Stempel!

Aber das schönste an Messen sind ja die neuen Bekanntschaften, die entstehen. Auch dieses Mal habe ich wieder ein paar neue, wundervolle Kollegen und Kolleginnen kennengelernt. Zum Beispiel Swantje Niemann, die uns immer mal wieder besuchen kam und die so viel Ruhe und Freundlichkeit auf der bunten, lauten Messe ausgestrahlt hat, Sophie alias S. M. A. Goetze, unsere liebe Standnachbarin, mit der wir lauter gute Gespräche geführt haben, und Aurelia L. Night – wir haben gegenseitig bei unseren Büchern zugeschlagen und hatten jede Menge Spaß.

Aber nicht nur die neuen Gesichter waren eine Bereicherung. Mit jeder weiteren Messe steigt auch die Menge der Menschen, die man schon kennt und nach denen man Ausschau hält, sobald die Messe beginnt. Ich habe ein ganzes Rudel von Author Wings und Welpen getroffen und vor allem endlich unsere furchtlose Anführerin Alice persönlich kennengelernt. Lauter liebe Freunde, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte, schauten vorbei und auch meine tolle Agentin Kristina besuchte mich und Houston Hall. Von den ganzen Autorenkollegen und dem Bundesamt für magische Wesen ganz zu schweigen. Besonders schön war auch das Wiedersehen mit den Dragonfairy’s Glücksdrachen. Drache Darius hat zusammen mit seinen menschlichen Zieheltern nach seinen Feuerdrachengeschwistern gesehen, die sich bei mir am Stand tummelten. Ein ganzes Rudel an Schwausis hat sich bei mir niedergelassen. Und ich durfte so einige Blogs, Websites und Autorenvereinigungen kennenlernen – wie z.B. das Autorencafé. Ich bin gespannt und werde mich spätestens zum Jahreswechsel durch meinen Visitenkartenberg kämpfen.

Begleitet wurde ich diesmal übrigens von meinem neuen Authorwing-Schützling F. K. White. Trotz Erkältung stand sie mir tapfer bis zur letzten Minute bei, machte Bilder, verteilte Leseproben übte ganz nebenbei das Autor-Sein.

Eine Lesung war in diesem Jahr leider noch nicht dabei. Dafür war ich zu spät dran. 2018 werde ich vorausschauender planen und noch einiges mehr für Euch in petto haben. Aber nun folgt ja erst einmal die German ComicCon in Dortmund. Und dort habe ich nicht nur die aller erste Lesung aus Houston Hall – noch vor der Veröffentlichung, ganz genau, ganz exklusiv! – für Euch, sondern auch wieder einen Fantasy-Schreib-Workshop. Und natürlich bin ich auch wieder in der Artist-Alley dabei. Sobald ich für Euch konkrete Uhrzeiten und eine Standnummer habe, verrate ich sie Euch – versprochen.

Und dann gibt es noch eine andere Neuigkeit – eine für alle Blogger: Vor einigen Tagen entstanden die „Heroes of Cronos“ – ein Zusammenschluss von ganz wundervollen Bloggern, die zu meinem großen Glück etwas für mich und meine Bücher übrig haben. Wir haben eine kleine, aber feine – und vor allem geheime Facebookgruppe, in der wir gemeinsam Pläne zur Erringung der Weltherrschaft schmieden (oder zumindest Blogtouren, Gewinnspiele, Interviews, Treffen, Lesungen und und und). Und nicht zuletzt sind meine Helden Beraten rund ums Schreiben. Sie erfahren zuerst von neuen Büchern und Projekten, können mit ihren Ideen und Meinungen beeinflussen, was ich so zusammenschreibe. Wer das auch gern würde, kann sich gern bei mir melden und ein Hero werden!
Unser erstes gemeinsames Projekt startet übrigens am Freitag. Aber bevor ich Euch davon erzähle, brauchen wir noch ein ansprechendes Banner, dass noch designt werden will. Ihr kennt mich, ich brauch das. 😉 Noch etwas Geduld.

Sincerely

„In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit“

Dieses Zitat von Thomas Carlyle steht auf einem meiner Messemitbringsel und drückt am besten aus, weshalb dieser Messebericht etwas ausufern könnte. Meine „gewesene Zeit“ auf der Buchmesse wäre auch ein eigenes Buch wert. Es ist so viel passiert, von dem ich Euch berichten will.

Am schönsten sind all die Eindrücke, die mit besonderen Menschen verbunden sind. Und davon habe ich jede Menge getroffen – solche, die ich schon kannte und vermisst habe, und solche, die ich  neu kennenlernte und schon jetzt vermisse. Autorenkollegen und Blogger, meine tolle Agentur und mein neues Verlagszuhause, engagierte (für mich) neue Gesichter bei BoD und begeisterte Leser. Ich konnte so viele Gespräche führen, dass ich jetzt noch heiser bin. 🙂

Aber fangen wir am Anfang an. Am Mittwochmorgen. Um drei Uhr morgens, um genau zu sein. Als Emily – mein lieber Schützling von Author Wing – mich weckte, weil mein Wecker entweder geschwiegen oder hoffnungslos versagt hatte (kein Wunder, wo ich doch das letzte Mal gegen eins auf die Uhr gesehen hatte). Tags zuvor hatte mich mein verlässlicher Wegbereiter Flixbus von Berlin nach Leipzig gebracht und nun sollte Teil II folgen: Die Autofahrt nach Frankfurt. Unser Ziel: Bis zehn an der Messe zu sein. Wir waren kurz nach acht da. Und so aufgedreht, als könnten wir nicht ausgeruhter sein. Während der Autofahrt jagte ein guter Song den nächsten und im guten Gewissen, dass niemand zuhört, grölten wir so laut wie möglich mit (wir waren also zugegeben schon vor der Messe das erste Mal heiser).

Und dann kam kurz nach unserer Ankunft dieser erste besondere Moment. Der Moment, wenn das Piepen des Scanners Dir sagt: Du bist da, Willkommen auf der Buchmesse. Noch kurz zur Garderobe und einmal um die Ecke – durch die erste Tür direkt in Halle 3. Der Moment, der in Filmen damit beginnt, dass man in Großaufnahme die strahlenden Augen und das immer breiter werdende Grinsen der Protagonisten zeigt, um dann immer weiter rauszuzoomen und dem Zuschauer das zu präsentieren, was sie so glücklich macht: Bücher. Eine gigantische Halle voller Bücher. Eins neuer und schöner als das andere. Und das Wissen: Das ist nur eine Halle von vielen. Herrlich.

Es gibt nur ein Gefühl, dass diesen Moment zu dieser Zeit noch toppen konnte: Nur wenige Meter gerade aus und wir standen vor dem Stand von BoD – und damit vor unseren Büchern, die dort den Messetisch zusammen mit lauter anderen schönen Exemplaren zierten. Auf der weltgrößten Buchmesse durften meine Nafishurs stehen. Was für ein wahnsinns Gefühl. Danke fürs Möglich Machen, BoD! Wenn ich von „unseren Büchern“ spreche, dann liegt das übrigens daran, dass vor kurzem Emily’s erster Roman „Kontaminiert“ erschien und mich zur stolzen „Roman-Oma“ macht, denn irgendwie fühlt es sich so an, als hätte ich Emily bis hierher etwas… bemuttert. Aber ich schweife ab (allerdings habe ich Euch ja eben schon davor gewarnt)… Für Emily war vielleicht auch der beste Kaffee der Messe (am BoD-Stand) nach dieser irren Autofahrt ähnlich phänomenal, aber das Funkeln in ihren Augen, als sie ihr Kontaminiert stehen sah, sprach für sich: ihr ging es ganz genauso wie mir. 😉

Kurz nach unserer Ankunft habe ich mit meiner Agentur über ein neues Projekt gefachsimpelt und freue mich jetzt schon darauf, Euch bald davon zu erzählen, denn ich werde mit diesem Projekt meine Fühler in ein anderes Genre ausstrecken. Ein Genre, das ich eigentlich sogar noch mehr liebe als die Fantasy (ja, das geht – es ist schwer, aber möglich). Insider dürfen an dieser Stelle erste Hypothesen äußern. 😉 Darüber hinaus war der Mittwoch vor allem dafür da, die Messe kennenzulernen, den Lageplan mit allen wichtigen Standorten bei mir im Hinterkopf an die Wand zu pinnen (was ausgesprochen sinnvoll war, weil ich den Rest der Messe über für jedermann den Reiseführer spielen würde).

Am nächsten Tag habe ich mich mit meiner Lektorin von feelings, die ich endlich persönlich treffen durfte, über „Houston Hall – Schatten der Vergangenheit“ ausgetauscht. Das Cover steht und begeisterte feelings, bald wird sich herausstellen, ob es auch Euch Leser begeistern wird. Auch der Klappentext ist schon fertig und am Sonntag werde ich dann hoffentlich die letzte Lektoratsrunde abgeschlossen haben. Denn nun steht der Tag: Mein erstes Verlagsbuch wird am 02.01. erscheinen – als Ebook und Print on Demand. Darin werde ich Euch in das Schottland der 60er entführen – der 1960er und der 1660er und der 1760er… Hä? Lasst Euch überraschen von historischer Romantasy. 😉 Von einem etwas griesgrämigen Laird, der erst einem aufmüpfigen, geheimnisvollen Dienstmädchen begegnen muss, um wieder aufzutauen und nebenher das tragische Geheimnis um seine Familie zu lösen. Von schottischen Legenden und Fabelwesen, die lebendig werden, und vergangenen Geheimnissen, die ihre Schatten bis in die Gegenwart fallen lassen.

Im Anschluss an das Gespräch mit meiner Lektorin umrundete ich den schönen, orangenen Messestand (eher eine großzügige 3-Zimmer-Wohnung) von Droemer Knaur und entdeckte Sebastian Fitzek in der VIP-Lounge. Worüber wir uns unterhalten haben, werde ich Euch hoffentlich bald berichten können. Ich bin gespannt, was ihr zu unseren Plänen sagt – so sie gelingen.

Und dann war da noch das „kleine“ Bloggerinterview mit Kitterella, das leicht ausuferte. Statt geplanten 30 Minuten, plapperten wir gute zwei Stunden miteinander und hörten erst auf, als wir mit anderen Terminen kollidierten. Teilweise half nur der Videomitschnitt. Und das, wo ich noch nicht ein Video gesehen habe, auf dem ich nicht doof in der Weltgeschichte herumzappel und albern lache. Man darf gespannt sein!

Außerdem traf ich am Donnerstag auch zum ersten von so einigen Malen auf Ireen Bow. Es war ein riesen Spaß und ihr werdet staunen, wenn wir Euch (hoffentlich bald) berichten werden, was wir zwei uns gemeinsam ausgedacht haben. Ich gründe ja immer mal gern Dinge… Lasst Euch überraschen, worum es diesmal gehen könnte. 😉

Der Freitag ließ mich in Erinnerungen schwelgen und wieder zum Studenten werden. Es ist schön, dass sich meine verschiedenen Jobs so gut miteinander verknüpfen lassen. Ich hatte den Auftrag, Prof. Dr. Dr. hc mult Markschies auf dem Blauen Sofa des ZDF zu fotografieren. Er ist der Grund für meine schönsten Studienerinnerungen, denn er hat die spannendsten Exkursionen gemacht. Dank ihm konnte ich Kulturen und Bauwerke sehen, deren Anblick ich niemals vergessen werde. Bauwerke, die es heute wegen Terror und Fanatismus in Syrien nicht mehr gibt. Ich hätte damals, 2008, nicht gedacht, dass es meine letzte Chance sein würde, Palmyra, Aleppo und viele andere prächtige Orte und Städte zu fotografieren, zu sehen, zu erleben. Der Gedanke, dass diese unglaublich alte, schöne und denkwürdige Architektur zerstört wurde, macht mich unfassbar traurig. Der Gedanke, dass ich die Chance hatte, all das noch einmal zu sehen, macht mich dankbar. Am Messefreitag durfte ich meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. „Aufbruch oder Katerstimmung?: Zur Lage nach dem Reformationsjubiläum“ heißt Professor Markschies neues Buch. Für Theologen wie ich so nebenbei auch einer bin, ist das eine berechtigte Frage – und vielleicht ja auch für Interessierte darüber hinaus.

Jenseits dieses kleinen Flashbacks hatte ich vor allem die Freude, viele liebe Menschen zu treffen. Endlich lernte ich Nadine von Outlander Germany persönlich kennen und auch dieser Tag wurde durch ein lustiges und schönes Bloggerinterview aufgewertet. Diesmal war es sogar ein „flotter Vierer“. Tamara brachte noch Stella mit und ich Emily und so gab es zwei Interviews für alle. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich tatsächlich neue Fragen höre – egal wie viele Interviews kommen. Ihr seid so kreativ darin, uns Autoren aufs Neue zum Schwitzen zu bringen. Ich freue mich schon darauf zu lesen, was ihr aus unseren Antworten gezaubert habt.

Der Samstag war dann mein persönlicher Messehöhepunkt. Frühstück bei BoD, ein schönes Interview mit Buntes Tintenfässchen im schönsten Sonnenschein auf der Agora und dann am Nachmittag der Fantasyworkshop, den ich zusammen mit Laura Newman für und mit BoD in deren Workspace halten durfte. Thorsten Simon, der Pressesprecher von BoD, fragte uns aus über unsere Techniken und Erfahrungen beim Erschaffen und Schreiben von Fantasywelten. Dank Laura und hoffentlich auch ein kleines Bisschen meinetwegen war der Workspace mehr als gut gefüllt. Man kann mit Fug und Recht von einer Thrombose in den zwei umliegenden Gängen reden. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, sich den Fragen zu stellen und dadurch auch seine eigenen Techniken zu reflektieren. Ein großes Dankeschön für diese tolle Chance an BoD und auch an Laura, mit der dieser Workshop wirklich klasse funktioniert hat.

Direkt im Anschluss und auch im Workspace fand dann das Fantasy-Meet & Greet statt. Nun nicht mehr mit Laura, die bereits zum nächsten Termin eilen musste, sondern mit Mira Valentin, die frisch von ihrer Siegesfeier zu uns stieß. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nochmal zum Kindle Story Teller Award, Mira! Ich habe mich sehr gefreut, dass dieses Meet & Greet auch mir die Chance gab, Dich, Mira, besser kennenzulernen. Ich habe so das Gefühl, dass das nicht unser letztes Zusammentreffen war. Es würde mich zumindest freuen, gemeinsam ein paar Pläne zu schmieden. Dein Energydrink hat mich übrigens als Nicht-Kaffee-Trinker echt über den Tag gerettet! Sehr lecker!

Ein zusätzliches Schmankerl war das anschließende Videointerview mit BoD. Ich bin gespannt, ob ich irgendetwas brauchbares von mir gegeben habe, dass vielleicht noch den Weg auf die BoD-Website finden wird.

Der Sonntag war schon am Morgen überschattet vom Der-letzte-Tag-Gefühl. Koffer packen, Unterkunft ein letztes Mal verlassen, Auto vollpacken, das letzte Mal die U-Bahn zur Messe nehmen… dem Violinisten in der U-Bahnstation der Messe eine Spende dalassen und sich ein letztes Mal bei der Security bedanken, die wacker tausende von Taschen täglich kontrolliert haben, der Garderobiere einen schönen, letzten Messetag wünschen und dann nochmal durch so viele Hallen wie möglich tigern. Überall stoppen, wo wir liebe Menschen getroffen haben, und nochmal das Gespräch suchen – einfach weils so schön war. Zum krönenden Abschluss noch ins Booktubertreffen platzen, ein Selfie mit Laura machen (in der Aufregung doch glatt am Samstag vergessen, aber Erinnerungen müssen sein) und direkt noch ein spontanes Videointerview mit Babsi geführt. Ich hoffe, Bild und Ton haben trotz Messechaos und Nachmittagssonne mitgespielt und es macht Euch Spaß, dann das fertige Video zu sehen.

Danach hieß es dann für uns auch direkt: Aufbruch – zurück in das andere Leben, das außerhalb der Buchmesse, wo die Zeit still steht und zugleich an einem vorbeirast. Es war eine grandiose Zeit und um so emotionaler war die Heimfahrt. Aber Moment. Ich habe Euch nur von der Messe selbst berichtet. Dabei hatte doch jeder Abend so seine ganz eigenen Highlights. Hier also noch ein „kleiner“ Einblick in unsere Abendgestaltung.

Mittwoch endete mit einem Pub’n’Pub nach einem Tag, der um 4 Uhr morgens nach knapp zwei Stunden Schlaf begann und einfach nicht enden wollte. Müde waren wir trotzdem nicht. Den Impuls für den Abend gab Frank Behrendt. Er sprach darüber, mutig und dankbar zu sein, etwas mehr Optimismus zu verbreiten und sein Leben zu nutzen und dabei zu genießen. Eine Einstellung, die ich nur begrüßen kann (solltet ihr meinen letzten Blogpost hier gelesen haben, könnten Euch Parallelen auffallen. Ich jedenfalls musste schmunzeln). Danach war dann das Pub-Dasein angesagt und im Nu hatte sich um uns eine kleine Traube gebildet und wir redeten über alles – von unseren Büchern bis hin zu Weltpolitik, vom peinlichen Urlaubserlebnis bis hin zum Bildungssystem. Leander Wattigs Pub’n’Pub ist in meinen Augen die schönste Art, sich in der Literaturwelt zu vernetzen und wer’s noch nicht erlebt hat, sollte das dringend ändern.

Donnerstag wollten wir es mit einer Krimilesung im Institut für Rechtsmedizin ruhig angehen lassen. Nach dem langen Messetag mussten wir uns aber eingestehen, dass das Ganze etwas zu ruhig war. Und so zogen wir dann um – in eine Trattoria. Auch dort hieß es wieder: tolle neue Kollegen kennenlernen, reden bis die Stimme aufgibt und in meinem Fall: Massagen verteilen. Nach all den Eindrücken während der Messe war der Abend herrlich erholsam – bis auf zwei rasante Taxifahrten zur Lesung und dann wieder fort. Man kann ohne zu übertreiben behaupten: Wenn vier Autoren es eilig haben, wird auch eine Taxifahrt zu einem Erlebnis. Vor allem, wenn trotz Smartphone keiner in der Lage ist, die korrekte Adresse zu nennen. Es gab definitiv einen runden Spannungsbogen: Zeitdruck, die Jagd nach einem freien Taxi, die Aufregung, das Auf die Straße Springen, um eines anzuhalten. Dann der erste Twist: Wir haben es eilig, aber wohin wollen wir überhaupt? Rasch darauf die Lösung: Slawivka tritt als weise Instanz in letzter Sekunde auf und weist uns den Weg. Eine wilde Hatz gegen die Zeit beginnt. Wir erreichen unser Ziel – beinah pünktlich. Die Vorfreude ist groß und gespannt betreten wir den mit eingelegten Hirnen und Mägen dekorierten Hörsaal. Und dann Twist zwei: Die Lesung ist nicht, was wir erwarteten. Die kleine Reise war vergebens. Unser Ziel wird neu gesetzt, die Route neu berechnet: Spaghetti, wir kommen!

Am Freitag hatte ich eigentlich eine kleine Fototour durch Frankfurt geplant. Sie wurde dann noch kleiner, als ich spontan mit Emily zur Party der Independents (Hot List 2017) ins Literaturhaus ging. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so sehr der Partymensch als mehr jemand für gepflegte Konversation bin. Aber zum Glück konnten wir im Literaturhaus beides bekommen – vor allem wenn man Tanja Steinlechner vom Schreibhain begegnet. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht wie an diesem Abend. Und das schönste waren unsere Spaziergänge am Main entlang zur Location und später wieder nach Hause. So kam ich dann auch zu meiner Fototour. 🙂

Der Samstag war so ereignisreich, dass wir irgendwie das Essen vergessen haben (gut, an den anderen Tagen war das auch nicht wirklich anders, aber der Samstag ist eben der Messesamstag und jeder, der schon mal an einem Messesamstag auf einer Messe war, weiß, was ich meine). Dementsprechend zogen wir mit zwei weiteren reizenden Kolleginnen – Mira Mart und Cara Mattea – in Frankfurts Kaiserstraße um kaiserlich zu speisen… und letztlich in einem Burgerladen zu landen. Noch nie hat ein Burger so gut geschmeckt wie an diesem Tag. Was möglicherweise auch am extremen Hunger gelegen haben könnte. Wir blieben, bis die Stühle auf die umliegenden Tische gestellt wurden und uns immer deutlicher wurde, dass die Belegschaft endlich Feierabend machen wollte (hatten wohl auch einen langen Tag). Wir tauschten uns aus über die Vor- und Nachteile von Verlagen und Selfpublishing, klagten uns unser Leid rund ums Schreiben und Lektorieren und schoben uns möglichst zeitgleich mehr Pommes und Burger rein.

Als dann der Sonntagabend kam, war die Messe plötzlich vorbei – und wir schon fast wieder in Leipzig (meine liebe Emily hatte mich ab dort mitgenommen, so dass ich diesmal keine ganz so lange Flixbusfahrt hatte). Dementsprechend konnten wir die ganze Fahrt über in Erinnerungen schwelgen, abwechselnd Lachen vor Freude und Wimmern, weil nun schon wieder alles vorbei war. Wochenlang bereiteten wir uns vor, schufen Leseproben und andere Give Aways, planten Termine und freuten uns auf die Zeit – und dann ist alles so schnell vorbei. Wenn man dann so in seinen Messeblues verfällt, ist es schön, jemand gleichgesinnten neben sich zu wissen. Gemeinsam „leiden“ ist doch schöner als allein. Und zum krönenden Abschluss lagen wir im Garten hinter Emilys Zuhause auf dem Boden und sahen synchron mit meiner Kamera auf die Milchstraße – natürlich nicht, ohne direkt neue Buchideen zu produzieren. Was für eine schöne Zeit.

Und an dieser Stelle will ich mich nochmals bei allen bedanken, die diese Buchmesse für mich zu so einem einzigartigen Erlebnis gemacht haben. Wen genau ich dabei im Sinn habe, wird wohl aus dem kleinen Roman hier deutlich genug. Ich danke Euch und ich freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen auf der BuchBerlin, der German Comiccon in Dortmund, der Leipziger Buchmesse und all den anderen Events, die dann 2018 auf uns warten!

Und danke auch an Euch fleißige Blogleser, die ihr bis hierher durchgehalten habt. Um diesen Bericht nicht noch länger zu machen, belasse ich es an dieser Stelle dabei. Bald aber werde ich Euch mehr zu Houston Hall – Schatten der Vergangenheit berichten können, Euch mein Cover zeigen können und die nächsten Eventankündigungen mit Blick auf die BuchBerlin und die nächste German Comiccon vom Stapel lassen. Außerdem stehen noch einige Bloggerinterviews aus, die wir digital nachholen, weil die Messezeit einfach nicht für alle reichte. Und sonst so? Neue Missions, neue Fotos, Weihnachtsüberraschungen und neue News. Freut Euch drauf und genießt das herrliche Herbstwetter!

Sincerely

P.S.: Ach Du Schande, ist das lang geworden! Ich hätte vielleicht einen Zweiteiler draus machen sollen. 😉 Tut mir leid.

Einmal mehr Saal Digital

Schöne Bilder drucken zu lassen, macht süchtig. Vor allem, wenn das Resultat überzeugt. Ich habe im Laufe der Jahre sicher an die 500.000 Bilder angesammelt, wenn ich sie auf all meinen Festplatten zusammenzählen würde. Zum Glück existieren die meisten nur digital. Trotzdem gibt es so ein paar Lieblingserinnerungen und Lieblingsmomente, die ich gern in gedruckter Form bei mir wissen möchte. Nicht nur für Euch in meinen Portfolios oder zum Kaufen, sondern auch einfach so und einfach für mich. 🙂 Zurzeit sitze ich am Lektorat meines ersten Verlagsbuches. Die Geschichte ist gerahmt von einem kleinen Gedicht, das ich schon vor Jahren für meine Mutter geschrieben habe. Heute vereint der kurze Text gleich mehrere besondere Erinnerungen in sich.

Und nun habe ich den Text optisch etwas aufgewertet durch ein Bild mit ebenso vielen Erinnerungen und beides zusammen in einen Acryldruck verwandelt. Wie auch bei meinem Coverportfolio bin ich wirklich zufrieden mit der Qualität des Produkts. Ich habe die 10mm-Version mit glänzender Oberfläche bestellt in A4 und mit „Profirahmen“. Das Bild ist gestochen scharf, die Acrylplatte sehr sauber gearbeitet und völlig frei von Einschlüssen oder Kratzern. Die Bestellung über die Hauseigene Software war einfach und unkompliziert und der Versand ging erstaunlich schnell. Das Bild war mehrfach geschützt durch Folien und Pappen, so dass auch beim rüpelhaftesten Postboten nichts hätte passieren können. Inzwischen hängt das Bild im Zimmer meiner Mutter an der Wand und sieht einfach gut aus. 🙂

Das Bild im Druck. Wobei es nicht einfach war, das Bild abzufotografieren. Durch den Glanz sieht man zu viel von der Umgebung (mich zum Beispiel).

Die gut versteckte Befestigung für das Bild

10mm dicke Acrylschicht

Hier ist die Farbtreue besser zu erkennen, nur stören hier die Spiegelungen. 🙂 Aber ich denke, die Qualität des Drucks ist dennoch gut zu erkennen.

Acryldrucke finde ich für Fotografien wunderschön. Sie werten das Bild auf, verleihen ihm Tiefe. Als nächstes würde ich zu gern ein paar schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen in Acryldrucke verwandeln. Vielleicht eines meiner Londonbilder? Was würdet Ihr Euch gern an die Wand hängen?

Sincerely

P.S.: Leider scheint – zumindest in meinem Browser – die Qualität der Bilder in diesem Beitrag zu leiden. Ich weiß nicht warum dem so ist, aber gerade um die Qualität des Drucks zu begutachten, ist das natürlich schlecht. Deshalb habe ich für meine zwei Saaltests einen Ordner in Flickr erstellt. Dort könnt ihr Euch die Bilder vom Acryldruck – und auch noch mal vom Fotobuch – genauer ansehen. Klickt einfach auf das Bild hier unten:

Saal Digital Test

Festival Fantasia

Vor zwei Wochen um diese Zeit kämpften ein halbes Dutzend Autoren und deren treueste Gefolgsleute im Königreich Schierke nahezu verzweifelt gegen die Macht des Windes an, um ihr Obdach zu schützen. Sie nutzten all ihre Kraft und ihren Starrsinn, aber nach vielen Stunden des Engagements mussten sie machtlos miterleben, wie die Beine ihres Zelts sich mehr und mehr verbogen und schließlich vollständig brachen…

Dramatisch. Aber ich sollte von vorn anfangen. Vorn, das ist in diesem Fall das Hochwasser, das zu dieser Zeit vielen Orten im Harz schwer zusetzte. Erschrocken sahen wir die Nachrichten und fragten uns, wie wir trockenen Fußes zum Festival Fantasia nach Schierke kommen sollten. Wir – das waren in diesem Fall meine Mutter und ich, denn sie hatte sich bereiterklärt, mich auf meine Reise in dieses fantastische Königreich der Feen und Elfen zu begleiten.

Wir waren unglaublich froh und erleichtert, als wir es am Freitag trockenen Fußes in ein trockenes Schierke schafften und von der Sonne und vielen freundlichen Menschen begrüßt wurden. Die Tourist Info war so freundlich, eine große Ladung Nafishurbücher für mich in Empfang zu nehmen, so dass ich nicht 50 Bücher mittels Flixbus transportieren musste (das wäre neben dem Kameraequipment, Leseproben und was ein Autor und Fotograf sonst noch so braucht auch schwierig geworden). Bis auf einen kurzen Schauer am Freitag Abend vor dem Event und einem kurzen Schauer am Sonntag Abend am Ende des Events blieb es zum Glück sonnig und trocken. Eigentlich war das Wetter perfekt für dieses besondere Fantasy-Event, das im Freien stattfand. Das Einzige, das zumindest unserem Lesezelt Schwierigkeiten machte, war der Wind, der immer wieder in Böen unter unser Dach blies. Am Sonntagnachmittag war es dann tatsächlich so weit und unser Zelt gab den Geist auf.

Aber bis zu diesem Zeitpunkt folgte eine Lesung der Nächsten. Dank einiger Werbeunterstützung durch ganz großartige Händler (Besonders dank Dragonfairy’s Glücksdrachen) hatte ich immer neugierige Zuhörer (sogar einen Feuerdrachen, der von den Dragonfairies zu mir herübergeflogen ist und sich auf meiner Schulter niedergelassen hatte). Aber ich habe nicht nur aus Nafishur berichtet und unsere Gäste mit Cara, Ginga und Dariel bekannt gemacht. Ich hatte auch die Freude, Wissen weitergeben zu können. Mein Schreibworkshop war ein voller Erfolg und uferte in ein angeregtes 3Stunden-Gespräch aus.

Ich hatte und habe selbst viel Unterstützung auf meinem Weg erfahren und ich bin dankbar genug dafür, um so viel Wissen und Gedanken wie möglich an andere, zukünftige Autoren weiterzugeben. In diesem Sinne auch eine herzliche Einladung an die Leser meines Blogs: Wenn ihr Fragen habt: Immer her damit. 🙂

Ich habe es eben schon angedeutet: Ich war nicht nur als Autorin in Schierke, sondern auch als Fotografin. Das Resultat sind über 400 Fotos mit unglaublichen Wesen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Ich habe Feen und Elfen gleichermaßen ins Bild gebannt wie Vampire und Hexen. Vor mir kämpften Krieger und zauberten Druiden. Wer alle Bilder sehen will, kann gern in mein Album schauen.

Das Festival Fantasia hat uns wirklich verzaubert. Nicht zuletzt durch all die wunderbaren Menschen (und alles andere an Wesen), die wir dort kennenlernen durften. Neben Dragonfairy’s Glücksdrachen samt ihren süßen Schwausis (dazu bald mehr, denn wir haben eine gemeinsame Überraschung für Euch) haben sich uns noch so einige andere liebe Menschen ins Gedächtnis und ins Herz gebrannt: Leslie-Ann mit ihrer Mutter und ihren wunderschönen, nostalgisch-romantischen Schmuckstücken, Cartara mit ihrem besonders elfenhaften Kunsthandwerk, den verrückten Hutmacher mit Hüten jenseits von jeder Vorstellungskraft und Sinari-Fae, die mit ihrer Kunst aus jedem eine Fee machen kann. Und das sind nur die, die mir gerade einfallen. Es war uns ein Fest, Euch alle kennenzulernen. Ihr habt das Festival vor allem auch für meine Mutter zu etwas ganz Außergewöhnlichem und Guten gemacht. Es ging uns mit oder ohne Lesezelt gut wie lange nicht. Als wir kein Obdach mehr für die restlichen Stunden hatten, wurden wir von Annett und Marko und ihren Drachen freundlich aufgenommen und eingeladen, bei Sinari Fae doch eine spontane kleine Lesung zu halten.

Es war wirklich eine schöne Zeit! Vielen Dank an alle, die sie uns versüßt haben.

Sincerely

Hallo Verlagsautor

Und kaum ist der Bericht vorüber, hab ich auch schon eine weitere Neuigkeit für Euch. Nun ja… Um ehrlich zu sein, weiß ich das schon ein paar Tage. Aber eins nach dem anderen. Ich wollte nicht, dass diese Neuigkeit in meinem Travelreport untergeht. Und ich hatte mir vorgenommen erst ein gewisses Manuskript fertigzustellen, bevor ich es Euch verrate. Also *Trommelwirbel*

Ich habe dank meiner wunderbaren Agentur Langenbuch & Weiß meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben. Es ist mir eine riesige Freude und Ehre und ich kann es kaum erwarten, dieses Buch publiziert und druckfrisch in meinen Händen zu halten. Was kann ich verraten? Es wird zuerst als Ebook und Print on Demand (also auf Eure Bestellung hin – wie Nafishur) erhältlich sein – ab Januar 2018. Und wenn es Euch gefällt und die Verkaufszahlen stimmen, wird es voll und ganz in das Taschenbuchprogramm von Droemer Knaur aufgenommen. Das Genre ist historische Romance (mit einem Fantasybackground, denn ich brauche wohl immer etwas Fantastisches in meinen Geschichten…). Besonders begeistert bin ich, dass mir der Verlag erlaubt, mein Cover selbst zu designen – und das bei meinem Verlagsdebüt! 11Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Coverdesigner bin und natürlich nicht nur die Geschichten meiner lieben Kollegen „anziehen“ will, sondern nach Möglichkeit auch meine eigenen.

Ich kann es kaum erwarten! Der erste Schritt ist nun getan. Nach einigen Monaten exzessiven Recherchierens und Schreibens habe ich nun schlappe 519 Seiten, die ich nun nochmal am Stück lesen und prüfen werde, bevor sie in das Verlagslektorat gehen. Und dann habe ich endlich wieder Zeit für Nafishur! Das ist direkt die zweite gute Nachricht. Beide zweiten Bände haben schon so einiges an Seiten und ich werde jede freie Minute nutzen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Mein erklärtes Ziel ist es, die beiden nächsten Bände noch vor Weihnachten erscheinen zu lassen. Aber ich gebe zu, das ist… ambitioniert. Drückt mir die Daumen! Übrigens… Wenn dem so ist, werde ich im Herbst nach Testlesern für Nafishur Ausschau halten. Meldet Euch gern bei Interesse. 🙂

Ich freu mich riesig und ihr Euch hoffentlich auch. Wer übrigens schon im Sommer in die zweiten Bände von Nafishur hineinschnuppern will, sei nochmal auf das Festival Fantasia hingewiesen, auf dem ich so einiges anbiete – unter anderem zwei Lesungen aus den noch unveröffentlichten zwei zweiten Bänden! Was ich sonst noch so zwischen Feen und Elfen anstelle, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Sincerely

Ankündigungen und Neuigkeiten

Hallo Welt,

die nächsten Tage und Wochen werden sehr aufregend für mich sein.
Am kommenden Wochenende werde ich mich einmal mehr unter die Vampire der BloodyNightCon Europe in Brüssel wagen – dieses Mal allerdings in zivil und ohne einen Agenteneinsatz der Mission:Change (aber wer weiß…schließlich sind Agenten immer auf einer Mission).

Anschließend breite ich die Flügel aus und fliege gen London, um dort ein weiteres aufregendes Colors of Cronos Kapitel aufzuschlagen. Wieso, weshalb und warum ich in London bin, werde ich Euch noch ausführlicher berichten und das beinhaltet auf alle Fälle viele Postings aus der Stadt der Detektive, Geheimagenten und Abenteurer (dafür lohnt es sich auch, ab und an auf meinem Instagram Account @marycronos und in Facebook vorbeizuschauen).

Aber das ist nicht alles. Nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit dieser „kleinen“ Reise hab ich ein paar Neuigkeiten für Euch. Drei an der Zahl. Und weil ich eine gemeine Autorin bin, endet diese Nachricht mit einem Cliffhanger, Neugier und fehlenden Informationen. Weil ich aber vielleicht doch nicht ganz so gemein bin, gibt es immerhin drei Tipps zu diesen drei Neuigkeiten. Ihr könnt gern raten, was es damit auf sich hat:

  • Teaser 1: Fluchen für einen guten Zweck.
  • Teaser 2: Mitten ins Herz – mit viel Gefühl.
  • Teaser 3: Elfen, Feen und jede Menge Fantasie.

Ich kann es kaum erwarten Euch in den nächsten Tagen nach und nach mehr Details zu verraten und hoffe ihr seid genauso gespannt wie ich!

Sincerely

Autoren, die Erschaffer neuer Welten

Ein etwas anderer Sonntagsgedanke…

Der Autor als Lebensform ist ein höchst kurioses Wesen. Primär von Kaffee und Schokolade am Leben erhalten, existiert er zwischen den Welten. Es sind nicht nur zwei Welten, es sind unzählige. Wo andere Erdenbürger eine Tasse Kaffee oder vielleicht noch ein ihr Leben rettendes Elixier sehen, erkennt der Autor so viel mehr: mögliche Giftmorde, da das herbe Aroma des Kaffees den bitteren Geschmack von Zyankali überdeckt; Szenen von Menschen, die bei Kaffee beieinandersitzen, um dem ungastlichen Wetter jenseits der beschlagenen Gasthausfenster zu entfliehen; oder die Unergründlichkeit des schwarzen Gebräus, das in so vielen Dinger der Finsternis seiner Seele gleicht.

Autoren sind Schöpfer und Zerstörer, Interpretatoren und Selbstdenker, sie sind Meister der Illusion und Irreführung, der Leidenschaft und Verführung, des Mordens und des Tröstens. Ein Blick in ihre Internethistorie ruft schneller den Verfassungsschutz auf den Plan als jeder Terrorist und kaum ein anderer Mensch hat so viele unterschiedliche und irreführende Interessen – vom Schießtraining bis zum Ikebana, von Grundlagen des Medizinstudiums bis zu Botanik.

Autoren leben zwischen den Welten. Schon die Welt aller anderer Lebewesen ist für sie eine andere, eine buntere. Aus jedem harmlosen Detail können sie im Nu eines Augenaufschlags eine neue Welt erschaffen. Sie brauchen keine sieben Tage, sie brauchen sieben Seiten. Sie schaffen Gut und Böse, böses Gute und gutes Böse. Sie schaffen Schwarzweißwelten, die Vorurteile auf den Kopf stellen und Graustufen mischen. Sie schaffen graue Welten und malen sie bunt. Sie malen Welten wie Ölgemälde, so weit, verträumt und farbenfroh. Sie lassen Welten wie in einem Blitzlicht aufleuchten, hinterlassen Nachbilder in unseren Köpfen. Nachbilder, die dem Leser einen kurzen, leuchtenden Einblick in ihre Welten verschaffen. Ölgemälde, die noch lange in seinem Geist verweilen werden, ihn prägen und verwandeln.

Keine Macht ist größer als die des geschriebenen Wortes. Kein Zauber größer als der Bann des ›Nur noch ein Kapitel‹. Wie Leser gezwungen sind, immer mehr und mehr zu lesen, zu verschlingen, zu inhalieren; so sind Autoren dazu gezwungen, ihre Welten preiszugeben, hinauszuschreien, festzuhalten. Autoren leben zwischen den Welten. Den Welten, die sie erschaffen. Sie sehen die Welt bunter, sie sehen die Welt größer, sie sehen eine neue Welt im Schatten eines Staubkorns.

Sincerely

Vorweihnachtliche Pläne

Morgen ist der erste Advent und in der kommenden Woche beginnt wieder die Zeit des Jahres, in der man täglich Türen öffnet – hoffentlich auch im übertragenen Sinne, vor allem aber Türen, hinter denen Überraschungen verborgen liegen.

Im vergangenen Jahr hatte ich einen gut gefüllten Kalender für Euch. Und das ist die Stelle, an der ich mich entschuldigen muss. Ein paar tapfere Gewinnerinnen warten noch immer. Das will ich weder totschweigen noch mich davor drücken. Ich habe Euch nicht vergessen. In diesem Jahr werde ich mich nur darum kümmern, Eure Weihnachtsgeschenke anzufertigen und zu verschicken. Mit einem Jahr Verspätung, aber dafür etwas… aufgestockt.

Deshalb wird es in diesem Jahr auch nicht noch einmal einen so umfassenden Kalender geben. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und möchte Euch nichts versprechen, das ich dann nicht halten kann. ABER ich habe mir dennoch vorgenommen, die Adventszeit gemeinsam mit Euch zu verbringen. Zum einen hoffe ich, Euch wieder jeden Sonntag ein paar weihnachtliche Gedanken schicken zu können. Zum anderen bin ich aber auch neugierig auf Eure!

In diesem Jahr werde ich einen Kreativkalender mit Euch teilen!

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Hä? Was soll das sein?

Wie ihr wisst, arbeite ich in vielen verschiedenen kreativen Bereichen. Und dadurch habe ich viele verschiedene, kreative, fantasievolle Menschen kennengelernt. Menschen, die malen, zeichnen, fotografieren, schreiben, basteln, nähen und und und… die es schon können, es lernen oder irgendwo dazwischen sind. Für Euch alle soll dieser Kreativkalender sein.

Kennt vielleicht jemand das Spiel Black Stories? Ein Spieler liest einen Satz vor. Die Zuhörer müssen durch gezielte Fragen auf den Rest der Geschichte kommen. Mein Kreativkalender funktioniert ähnlich – nur dass die Story erst noch erdacht werden muss:

Ich werde Euch jeden Tag ein Bild und einen oder zwei Sätze geben, die eine Szene einleiten. Und ich lade Euch ein, dazu kreativ zu werden. Ganz gleich wie. Ihr könnt die Szene, die ihr vor Euch seht künstlerisch umsetzen – analog oder digital. Ihr könnt die Szene erweitern, in eine andere Stimmung setzen, eine kleine Geschichte oder ein Gedicht daraus machen; die Autoren unter Euch können ihre eigenen Figuren in die Szene setzen, die Leser ihre Lieblinge. Ganz wie ihr wollt.

Wer mitmachen möchte, der teile das jeweilige Bild von meiner Seite und ergänze seinen kreativen Beitrag. Damit mir kein Beitrag entgeht, kommentiert bitte auf das entsprechende Bild auf meiner Facebook-Seite/meinem Blog/Instagram-Profil. Nutzt zum Markieren Eurer Kreationen den Hashtag #cronoskreativkalender, dann geht nichts verloren. Und auch wenn ihr sicher keine Motivation braucht und es vor allem um Spaß und Kreativität geht, gibt es noch eine kleine… Ermutigung:

Unter allen Kreativlingen der Adventszeit verlose ich zweimal Nafishur Praeludium Dariel UND Cara – signiert und mit einer Zugabe: Einem exklusiven ersten Einblick in die beiden zweiten Bände der Reihe!

Was sagt ihr? Macht Ihr mit? Donnerstag geht’s los! In Facebook und hier auf meinem Blog werde ich alle Einträge vorplanen, so dass sie jeden Tag um 12 online gehen. Ihr könnt alle 24 Tage mitmachen – als Challenge. Ihr könnt es bei einem Mal belassen. Und natürlich könnt ihr auch einen Beitrag nachträglich posten. Keiner ist gezwungen, innerhalb von 12 Stunden kreativ zu werden.

Ich hoffe, ich kann Euch motivieren und inspirieren, mit mir gemeinsam die Weihnachtszeit etwas bunter zu machen. Ich bin gespannt darauf, was ihr daraus macht. 🙂

Sincerely

the wingscriber pls sig

 

P.S.: Wer die Bücher schon haben sollte: Sie machen sich auch toll als Geschenk für andere Fantasyleser. 😉 In dem Fall würde ich Euch den exklusiven Einblick sogar doppelt geben: Einmal zum Behalten und einmal zum Verschenken.

Lesen und lesen lassen

Die Zeit verrinnt im Flug. Vor allem mit einem guten Buch. In den vergangenen Wochen habe ich vor allem geschrieben, geschrieben, geschrieben – und gelesen. Und zwar laut und vor Publikum. Lesungen machen mir wahnsinnig viel Spaß. Es ist großartig, direkt miterleben zu können, ob eine Lieblingsszene auch die Zuhörer begeistert. Wenn an spannenden Stellen die Luft angehalten wird oder bei einer kleinen Anekdote andere ebenso lachen müssen, wie man selbst.

Mit der Halloweenlesung – gepaart mit einem (hoffentlich) spannenden Vortrag – in der Buchhandlung Lehmkul in Witten ging es los. Im ersten Teil des Abends drehte sich alles um das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern. Von der Idee bis zum Buch in der Hand des Lesers. Bereichert wurde der Vortrag auch durch Input direkt aus dem Buchhandel. Wir sind ins angeregte Diskutieren geraten und haben hoffnungslos überzogen – aber zum Glück hat das wohl niemanden gestört. Danach folgte dann noch eine Lesung aus meinen beiden Nafishurbänden. Aber es wurde nicht nur für viel geistige Kost gesorgt, sondern auch für das leibliche Wohl: Vier ganz außergewöhnliche Freunde haben mir dabei geholfen, unsere Gäste in jederlei Hinsicht zu sättigen. Es gab alles von blutigen Muffins und Cake Pops bis hin zu Kürbis-Amerikanern und Spinnenweben behangenen Quiche. Hier ein paar Impressionen – mehr davon findet ihr auf meiner Facebookpage:

halloweenlesung-collage
Vorgestern dann habe nicht ich gelesen, sondern der Hoppegartner Bürgermeister Karsten Knobbe. Er stelle meine Bücher den drei sechsten Klassen der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hönow vor und so wurde mein Nafishur teil des traditionellen Vorlesetags. Es freut mich sehr, zu hören, dass auch dort alle gespannt zuhörten. Mein Zielpublikum mag ein älteres sein, doch ich bin bemüht, eine Sprache zu finden, die spannend ist, ohne jüngere Zuhörer auszuschließen. Im nächsten Jahr werde ich dann vielleicht selbst am Vorlesetag teilnehmen. Es würde mich freuen. Lesen ist nicht nur ein toller Weg, neue Welten zu entdecken oder sich zu bilden. Lesen macht weltoffen und tolerant und es gibt jedem Leser (oder Zuhörer) die Möglichkeit, hunderte von Leben zu führen, statt nur ein einziges. Deshalb werde ich nicht aufhören zu lesen und vorzulesen, zu schreiben und andere Welten zu erschaffen.

Gestern war ich dann auf der Buch Berlin. Der kleinen, aber feinen Berliner Buchmesse. Ich traf so einige bekannte Gesichter, wurde von lieben Freunden überrascht und hatte sehr interessante Gespräche. Pläne Schmieden und sein Netzwerk Ausbauen – zwei Tätigkeiten, die kaum an einem Ort so gut funktionieren, wie auf einer Messe. Das Highlight der Buch Berlin aber kam am Abend. Ich bekam eine Nachricht von meiner lieben Kollegin Farina de Waard. Zwei Autorinnen mussten leider eine für den Abend geplante Lesung absagen und so fragte sie mich, ob ich nicht einspringen wollte. Ich wollte und so ging es von der Buch Berlin in der Sonnenallee, über einen Zwischenstop am Alexanderplatz direkt zum HD Café in Spandau, um dort Teil eines fantastischen Abendprogramms zu werden. Das Resultat: Alle Bücher, die ich noch in meinem Messekoffer hatte, sind weg. Dafür ist meine eigene Bücher-Wunschliste nun um die Werke meiner fantasievollen Kollegen gewachsen. Vielen Dank, dass ich Teil vom Zauber zwischen Zeilen werden durfte.

buchberlin

Nun steht als nächstes die German Comic Con in Dortmund an. Dort werde ich für Euch wieder in der Artist Alley vertreten sein. Ihr könnt mir beim Zeichnen über die Schulter schauen, Fragen loswerden UND Postkarten und Bücher und wer weiß, was noch alles, ergattern. Kommt mich besuchen! Außerdem werde ich Freitagmittag direkt nach dem Start der Con eine Lesung für Euch halten! Dazu folgt bald noch ein Extra-Post. Ich freu mich auf Euch!

Sincerely

the wingscriber pls sig